Es bleibt immer ein wenig Duft in Händen die Rosen schenken

Foto: © wak

Es bleibt immer ein wenig Duft
in Händen, die Rosen schenken,
in Händen, die sich großzügig zeigen.

Ein bisschen geben von dem, was man hat,
dem, der noch weniger besitzt,
bereichert den Geber,
macht seine Seele noch schöner.

Freude dem Nächsten zu geben,
ist ein so einfaches Ding,
das in Gottes Augen jedoch
die schönste aller Künste ist.

Dom Helder Camara (1909 – 1999)

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Wo können wir einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten

Foto: © wak

Wir sind hier; weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.
Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit.
Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten?

Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet.
In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.

Richard Beauvais (1964)

Sich großzügig zeigen

herbstzeit_rose

Foto: ©wak

Es bleibt immer ein wenig Duft
in Händen, die Rosen schenken,
in Händen, die sich großzügig zeigen.

Ein bisschen geben von dem, was man hat,
dem, der noch weniger besitzt,
bereichert den Geber,
macht seine Seele noch schöner.

Freude dem Nächsten zu geben,
ist ein so einfaches Ding,
das in Gottes Augen jedoch
die schönste aller Künste ist.

Dom Helder Camara (1909 – 1999)