Mystisches Bewusstsein

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Für das mystische Bewusstsein
ist es notwendig,
dass alles Innere nach außen kommt
und sichtbar wird.
Der Traum will erzählt werden,
das „Innere Licht“ will scheinen,
die Vision muss mitteilbar werden.

Dorothee Sölle (1929 – 2003) in: Mystik und Widerstand

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Flügel der Morgenröte

Mit dem Wort „Mystik“ versuche ich einen Prozess zu benennen, in dem ich mich in einem doppelten Sinn befinde: die Entdeckung mystischer Traditionen und ihre Aneignung. Sich etwas zu eigen machen bedeutet, es auch er-innern zu können. Wenn ich lese, wie die Mystiker gedacht, geträumt, gesprochen und gelebt haben, so wird mir auch das eigene Leben immer mystischer, immer verwunderlicher; es ist, als wüchsen mir andere Ohren, ein drittes Auge, Flügel der Morgenröte. Ich verstehe mich selber besser.

Dorothee Sölle (1929 – 2003) in „Mystik und Widerstand“. Freiburg/Br. 2014 S. 35

Der Segen des Anfangs

Müssen wir uns nicht – das ist eine der Grundfragen, die Matthew Fox immer wieder neu gestellt hat – zuallererst auf den Segen des Anfangs beziehen, also nicht auf die „Erb“sünde, sondern auf den Ursegen? Und ist es nicht gerade die mystische Erfahrung, die uns an die Schöpfung und den guten Ursprung verweist?

Dorothee Sölle (1929 – 2003) in: Mystik und Widerstand