Vollkommenheit und Leere

Thomas Merton in der Trappistenabtei Gethsemani / Bild: Archiv

Das vollkommene Tun ist leer. Wer kann es sehen? Derjenige, der die Form vergisst. Jenseits der Form tritt das ungeformte, das leere Tun mit der eigenen Form hervor. Vollkommene Form ist das Geschehen eines Augenblicks. Seine Vollkommenheit vergeht sofort. Vollkommenheit und Leere gehen zusammen, denn sie sind dasselbe: der Zusammenfall einer Augenblicksform mit dem ewigen Nichts. Form: der Schein des Nichts. Vergiss die Form, und sie wird plötzlich sichtbar, umstrahlt und glänzend im eigenen Licht, das das Nichts ist. Dann aber suche nicht mehr. Lass es geschehen. Lass es kommen und gehen. Was denn? Alles und jedes, das meint: Nichts.

Thomas Merton (1915-1968)

Unendlichkeit des Seins

Foto: © wak

Der Weg zur Transzendenz ist der Weg der Liebe. Lieben heißt, sich selbst zu erweitern, sich der Unendlichkeit des Seins zu öffnen, die in uns und um uns herum ist; diese Unendlichkeit des Seins in der Liebe meinen wir, wenn wir von Gott sprechen. Unser ganzes Sein nimmt dann eine kreative Entwicklung, es erfährt eine Vertiefung der integralen Harmonie von Herz und Verstand.

Bede Griffiths (1906-1993)

Umstrahlt und glänzend im eigenen Licht

Thomas Merton / Bild: Archiv

Das vollkommene Tun ist leer. Wer kann es sehen? Derjenige, der die Form vergisst. Jenseits der Form tritt das ungeformte, das leere Tun mit der eigenen Form hervor. Vollkommene Form ist das Geschehen eines Augenblicks. Seine Vollkommenheit vergeht sofort. Vollkommenheit und Leere gehen zusammen, denn sie sind dasselbe: der Zusammenfall einer Augenblicksform mit dem ewigen Nichts. Form: der Schein des Nichts. Vergiss die Form, und sie wird plötzlich sichtbar, umstrahlt und glänzend im eigenen Licht, das das Nichts ist. Dann aber suche nicht mehr. Lass es geschehen. Lass es kommen und gehen. Was denn? Alles und jedes, das meint: Nichts.

Thomas Merton (1915-1968)

SCHLUSZSTÜCK

Foto: © wak

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)
Das Buch der Bilder. Des zweiten Buches zweiter Teil

Sich selbst erweitern

Relief bei den Comboni-Missionaren in Mellatz Foto: © wak

Der Weg zur Transzendenz ist der Weg der Liebe.
Lieben heißt, sich selbst zu erweitern, sich der Unendlichkeit des Seins zu öffnen, die in uns und um uns herum ist; diese Unendlichkeit des Seins in der Liebe meinen wir, wenn wir von Gott sprechen.
Unser ganzes Sein nimmt dann eine kreative Entwicklung, es erfährt eine Vertiefung der integralen Harmonie von Herz und Verstand.

Bede Griffiths (1906-1993)

Harmonie von Herz und Verstand

Foto: © wak

Der Weg zur Transzendenz ist der Weg der Liebe.
Lieben heißt, sich selbst zu erweitern, sich der Unendlichkeit des Seins zu öffnen, die in uns und um uns herum ist; diese Unendlichkeit des Seins in der Liebe meinen wir, wenn wir von Gott sprechen.
Unser ganzes Sein nimmt dann eine kreative Entwicklung, es erfährt eine Vertiefung der integralen Harmonie von Herz und Verstand.

Bede Griffiths (1906-1993)

Von dreierlei Meistern

Foto: © wak

 

Das Wort „der Meister“ bezeichnet dreierlei: den Ewigen Meister, den leibhaftigen Meister, den inneren Meister.

Der Ewige Meister, das ist eine Imago des Lebens, das geschaut wird in einem Urbild, einer Idee, einem Archetypus.

Der leibhaftige Meister ist die Verwirklichung dieser Idee in der geschichtlichen Wirklichkeit.

Der innere Meister ist das in einem Menschen als Verheißung, Erfahrung und Auftrag erwachte Potential zur Verwirklichung des Ewigen Meisters in leibhaftiger Gestalt.

„Der Meister“ – sei es als Idee, leibhaftige Wirklichkeit oder innerer Auftrag – „meint“ immer das menschgewordene LEBEN, das überweltliche, sich selbst fortzeugende Leben, in der Welt offenbar geworden in menschlicher Gestalt.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Vom doppelten Ursprung des Menschen. Freiburg/Br. S. 226

Weg der Liebe

Der Weg zur Transzendenz ist der Weg der Liebe.
Lieben heißt, sich selbst zu erweitern, sich der Unendlichkeit des Seins zu öffnen, die in uns und um uns herum ist; diese Unendlichkeit des Seins in der Liebe meinen wir, wenn wir von Gott sprechen.
Unser ganzes Sein nimmt dann eine kreative Entwicklung, es erfährt eine Vertiefung der integralen Harmonie von Herz und Verstand.

Bede Griffiths (1906-1993)

Dreierlei Meister

Das Wort „der Meister“ bezeichnet dreierlei: den Ewigen Meister, den leibhaftigen Meister, den inneren Meister.

Der Ewige Meister, das ist eine Imago des Lebens, das geschaut wird in einem Urbild, einer Idee, einem Archetypus.

Der leibhaftige Meister ist die Verwirklichung dieser Idee in der geschichtlichen Wirklichkeit.

Der innere Meister ist das in einem Menschen als Verheißung, Erfahrung und Auftrag erwachte Potential zur Verwirklichung des Ewigen Meisters in leibhaftiger Gestalt.

„Der Meister“ – sei es als Idee, leibhaftige Wirklichkeit oder innerer Auftrag – „meint“ immer das menschgewordene LEBEN, das überweltliche, sich selbst fortzeugende Leben, in der Welt offenbar geworden in menschlicher Gestalt.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Vom doppelten Ursprung des Menschen. Freiburg/Br. S. 226

Magie der Liebe

Je weniger ich
an unsere Zeit glauben kann,
je mehr ich das Menschtum
verkommen und verdorren zu sehen meine,
desto weniger stelle ich diesem Verfall
die Revolution entgegen,
und um so mehr glaube ich
an die Magie der Liebe.

Hermann Hesse (1877 – 1962)