Wo wohnt Gott?

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„Wo wohnt Gott?“ Mit dieser Frage überraschte der Rabbi einige gelehrte Männer, die bei ihm zu Gast waren. Sie lachten über ihn: „Was redet ihr! Ist doch die Welt seiner Herrlichkeit voll!“ Er aber beantwortete die eigene Frage: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“

Martin Buber (1878 – 1965) in: Das verborgene Licht, S.19

Der Verrat an den Frauen durch Kirchen und Theologien

Cover des Buches von Christel Beilmann

Christel Beilmann: Eva, Maria, Erdenfrau.
Der Verrat an den Frauen durch Kirchen und Theologien.
280 Seiten, Peter-Hammer-Verlag, Wuppertal 1999

Auf dem Umschlag heißt es:

Dies ist ein Buch für Frauen und Männer, gleich welcher Konfession. Es wird manchen Fundamentalisten nicht schmecken, denn es ist eine Geschichte des Betrugs, der mit der Aufzeichnung des Alten Testaments begonnen hat und bis in die Gegenwart reicht.

Christel Beilmanns Buch zeigt den Weg zu Formen der Befreiung von Fremdbestimmung und mythischen Frauenbildern, die immer nur von Männern gemacht wurden.

 

Mehr zu Christel Beilmann (1921 – 2005) im Archiv der Friedrich-Ebert-Stifung:

„1933 – 1945 katholische Jugendarbeit in Bochum; 1946 – 1951 erste Diözesanführerin der katholischen Frauenjugend im Erzbistum Paderborn; Mitherausgeberin und Redakteurin der „Werkhefte für Probleme der Gesellschaft und des Katholizismus“; Mitbegründerin des „Bundes der katholischen Jugend“ (1947). In der Friedensbewegung engagiert; Auseinandersetzung mit der Rolle der Frauen in Kirche und Theologie. Autobiographische Veröffentlichung (Eine katholische Jugend in Gottes und dem Dritten Reich. Briefe, Berichte, Gedrucktes 1930-1945„. Kommentare 1988/89, Wuppertal 1989).

Enthält: Unterlagen u.a. zu „Bensberger Kreis“, „Hochschulinitiative demokratischer Sozialismus“, Ostermarschbewegung, Kommission „SPD und Kirchen“ beim SPD-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen (1977 – 1988), „Internationales Kulturzentrum Aschberg“ (1973 – 1977).“

http://library.fes.de/fulltext/adsd/01412b.htm#E11E14

Jeder Mensch ist eine besondere Art Mystiker

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Alle von uns können Momente überwältigender, grenzenloser Zugehörigkeit, Augenblicke universellen Eins-Seins erfahren. Das sind unsere eigenen mystischen Momente. Die Männer und Frauen, die wir Mystiker nennen, unterscheiden sich vom Rest von uns lediglich dadurch, dass sie jenen Erfahrungen den Raum geben, der ihnen in unser aller Leben zusteht. Was zählt, ist nicht die Häufigkeit oder Intensität mystischer Erfahrungen, sondern der Einfluss, den wir ihnen auf unser Leben einräumen. Indem wir unsere mystischen Momente mit allem, was sie bieten und verlangen, zulassen, werden wir die Mystiker, die wir sein sollen. Schließlich ist der Mystiker keine besondere Art Mensch, sondern jeder Mensch eine besondere Art Mystiker.

David Steindl-Rast (*1926) in seinem Buch „Fülle und Nichts. Die Wiedergeburt christlicher Mystik“, München 1985

Jeder Mensch ist eine besondere Art Mystiker

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Die Männer und Frauen, die wir Mystiker nennen, unterscheiden sich vom Rest von uns lediglich dadurch, dass sie jenen Erfahrungen den Raum geben, der ihnen in unser aller Leben zusteht. Was zählt, ist nicht die Häufigkeit oder Intensität mystischer Erfahrungen, sondern der Einfluss, den wir ihnen auf unser Leben einräumen. Indem wir unsere mystischen Momente mit allem, was sie bieten und verlangen, zulassen, werden wir die Mystiker, die wir sein sollen. Schließlich ist der Mystiker keine besondere Art Mensch, sondern jeder Mensch eine besondere Art Mystiker.

David Steindl-Rast (*1926)

Frieden, Peace, Pace, Paix, Pax…

Text der Wandtafel im Vestibül des Raumes der Stille im Brandenburger Tor, Berlin

 

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3,23)

Darum beten wir:

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib.

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
Vater, vergib.

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib.

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen,
Vater, vergib.

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib.

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib.

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4,32)

AMEN

 

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Großbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln.

Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet.

Mehr Informationen dazu hier: http://nagelkreuz.org/versoehnung/versoehnungsgebet

Jeder Mensch ist eine besondere Art Mystiker

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Die Männer und Frauen, die wir Mystiker nennen, unterscheiden sich vom Rest von uns lediglich dadurch, dass sie jenen Erfahrungen den Raum geben, der ihnen in unser aller Leben zusteht. Was zählt, ist nicht die Häufigkeit oder Intensität mystischer Erfahrungen, sondern der Einfluss, den wir ihnen auf unser Leben einräumen. Indem wir unsere mystischen Momente mit allem, was sie bieten und verlangen, zulassen, werden wir die Mystiker, die wir sein sollen. Schließlich ist der Mystiker keine besondere Art Mensch, sondern jeder Mensch eine besondere Art Mystiker.

David Steindl-Rast (*1926)

Franz von Assisi für Männer – Buchtipp IV

Markus Hofer

 Franziskus für Männer

 Was uns der Mann aus Assisi zu sagen hat

Geleitwort: Richard Rohr OFM

topos premium / Topos Taschenbuch 861, 128 Seiten, 9,95 € | ISBN  978-3-8367-0861-6

Kevelaer 2013

Hat Franziskus, der Mann aus Assisi, Männern noch etwas zu sagen? Ja, meint Richard Rohr in seinem Geleitwort zu dem Buch „Franziskus für Männer“ von Markus Hofer. „Was immer Erleuchtung ist – es scheint, dass wir es nicht für uns selbst tun können. Vielmehr wird es uns immer gegeben, geschieht es mit uns. Es ist ein Drahtseilakt, der großen Wagemut und Vertrauen voraussetzt. Es ist weniger ein Akt der Perfektion, als vielmehr ein Akt des Loslassen. Es ist weniger eine Frage von Leistung und Verdienst, als vielmehr eine Frage von vertrauensvoller Liebe. Es ist weniger der ständige Kampf zwischen Gut und Böse, sondern vielmehr das Zulassen einer unendlichen Barmherzigkeit für uns selbst und andere“ schreibt Rohr. „Im gezielten Blick auf Franziskus als Mann … gingen mir Dinge auf, für die ich eine Form finden musste. Tiefendimensionen des Mannseins taten sich auf oder besser, sie flossen zusammen im Blick auf diesen Heiligen, dessen Grandiosiät mir immer greifbarer gegenüberstand“, lässt Hofer selbst im Vorwort an seinem Erkenntnisprozess in der Beschäftigung mit Franz von Assisi teilhaben.

Biographische Szenen sind es, die Markus Hofer in seinem Buch in historischer Reihenfolge darstellt. Seine Rolle als Sohn eines reichen Vaters, der Auftrag an ihn, den er im Kirchlein von San Damiano bekommt, die Anfänge des Ordens und die Widerstände, gegen die er anzukämpfen hat. Vieles von seiner Biographie ist ja bekannt. Doch Hofer belässt es nicht dabei, Historie zu wiederholen. Er fügt den Szenerie Reflexionen bei, die er Franziskus in den Mund legt. Auf diese Weise schafft Hofer es, Franziskus im Jetzt zu verorten und den Lebenssituationen heutiger Menschen näher zu kommen. Dem Leser wird auf diese Weise deutlich, dass Franziskus, der Mann aus Assisi, Männern heute etwas zu sagen hat.

Werner A. Krebber

 

Zwischendurch: Ich bin Ihr ZuHörer

ZuHoerer_ErinnerungScreenshot

„Zwei offene Ohren“ – Die Seite Ihres ZuHoerers Werner A. Krebber

 

Mehr hier:

https://zweioffeneohren.wordpress.com/

Ich erblicke etwas von Gott…

Warum sollte ich wünschen, Gott besser zu sehen als am heutigen Tag?
Ich erblicke etwas von Gott in jeder der vierundzwanzig Stunden
und in jedem Moment,
in den Gesichtern der Männer und Frauen sehe ich Gott und in
meinem eigenen Gesicht im Spiegel.
Ich finde auf die Straße gefallene Briefe von Gott, und ein jeder ist
mit dem Namen Gottes unterzeichnet
Und ich lasse sie liegen, wo sie sind, denn ich weiß, wohin ich
auch gehe,
Andere werden pünktlich eintreffen, immer und ewig.

Walt Whitmann (1819 -1892)

 

Siehe auch das Gedicht von Hannah Buchholz:

https://hannahbuchholz.wordpress.com/2015/02/25/briefe-auf-der-strase/