Franz von Assisi für Männer – Buchtipp IV

Markus Hofer

 Franziskus für Männer

 Was uns der Mann aus Assisi zu sagen hat

Geleitwort: Richard Rohr OFM

topos premium / Topos Taschenbuch 861, 128 Seiten, 9,95 € | ISBN  978-3-8367-0861-6

Kevelaer 2013

Hat Franziskus, der Mann aus Assisi, Männern noch etwas zu sagen? Ja, meint Richard Rohr in seinem Geleitwort zu dem Buch „Franziskus für Männer“ von Markus Hofer. „Was immer Erleuchtung ist – es scheint, dass wir es nicht für uns selbst tun können. Vielmehr wird es uns immer gegeben, geschieht es mit uns. Es ist ein Drahtseilakt, der großen Wagemut und Vertrauen voraussetzt. Es ist weniger ein Akt der Perfektion, als vielmehr ein Akt des Loslassen. Es ist weniger eine Frage von Leistung und Verdienst, als vielmehr eine Frage von vertrauensvoller Liebe. Es ist weniger der ständige Kampf zwischen Gut und Böse, sondern vielmehr das Zulassen einer unendlichen Barmherzigkeit für uns selbst und andere“ schreibt Rohr. „Im gezielten Blick auf Franziskus als Mann … gingen mir Dinge auf, für die ich eine Form finden musste. Tiefendimensionen des Mannseins taten sich auf oder besser, sie flossen zusammen im Blick auf diesen Heiligen, dessen Grandiosiät mir immer greifbarer gegenüberstand“, lässt Hofer selbst im Vorwort an seinem Erkenntnisprozess in der Beschäftigung mit Franz von Assisi teilhaben.

Biographische Szenen sind es, die Markus Hofer in seinem Buch in historischer Reihenfolge darstellt. Seine Rolle als Sohn eines reichen Vaters, der Auftrag an ihn, den er im Kirchlein von San Damiano bekommt, die Anfänge des Ordens und die Widerstände, gegen die er anzukämpfen hat. Vieles von seiner Biographie ist ja bekannt. Doch Hofer belässt es nicht dabei, Historie zu wiederholen. Er fügt den Szenerie Reflexionen bei, die er Franziskus in den Mund legt. Auf diese Weise schafft Hofer es, Franziskus im Jetzt zu verorten und den Lebenssituationen heutiger Menschen näher zu kommen. Dem Leser wird auf diese Weise deutlich, dass Franziskus, der Mann aus Assisi, Männern heute etwas zu sagen hat.

Werner A. Krebber

 

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Liebe und Mut, stärken und heilen

Foto: © wak

Wenn wir nun die Erzählung des krausen Beiwerks entkleiden, bleibt uns eine Gestalt übrgig, sehr menschlich, sehr ernst, leidenschaftlich, plötzlicher Zornesaufwallungen fähig; ein Mensch, der eine neue, einfache und tiefe Lehre predigt, nämlich die weltumfassende, liebende Vaterschaft Gottes und das künftige Königreich des Himmels auf Erden. Sicher war er ein Mann von starker suggestiver Persönlichkeit. Er zog Jünger an sich und erfüllte sie mit Liebe und Mut. Schwache und leidene Menschen wurden durch seine Gegenwart gestärkt und geheilt. Doch dürfte er selbst von zarter Konstitution gewesen sein…

H.G. Wells (1866 – 1946) im Vorwort des Buches „Über Gott und die Welt. Revolutionäre Texte aus dem Neuen Testament“. Zürich 1975, S. 12 – 13

Mantren: universale Prinzipien

Das Wort “Mantra” bedeutet “ausgedacht”, erdacht vom Geist; und der Rishi* ist der Seher dieser Gedanken. Sie sind weder der Besitz bestimmter Personen noch der exklusive Besitz irgendeines Mannes oder irgendeiner Frau, wie bedeutend er oder sie auch sein mögen; nicht einmal der exklusive Besitz der größten Geistpersönlichkeiten – der Buddhas oder Christuswesen -, die die Welt hervorgebracht hat.

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Mantras sind ebenso der Besitz der Allerniedrigsten wie sie der Besitz eines Buddha sind, ebenso der Besitz des kleinsten Wurmes, der über die Erde kriecht, wie jener des Christus, denn sie sind universale Prinzipien. Sie wurden nie erschaffen. Diese Prinzipien haben immer existiert; und sie werden weiter existieren. Sie sind nicht-erschaffen – ungeschaffen durch irgendwelche Gesetze, die uns die Naturwissenschaft heute lehrt. Sie bleiben verdeckt und werden entdeckt, existieren jedoch durch alle Ewigkeit in der Natur.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Mystische Verschmelzung

Die umarmende Geschlechtsliebe ist die innigste und reifste erotische Liebesart,
die mystische Frömmigkeit ist die innigste und reifste Religiosität.
Die mystische Verschmelzung von Mann und Weib ist ein Gleichnis dafür, dass wir fähig sind, den Austritt aus der Individualität und den Aufstieg in die Fülle der Ganzheit anschaulich zu erleben.
Die mystische Verschmelzung von Mensch und Gott ist die vollendetste Ausprägung der Liebesreligion.

Walter Schubart  (1897 – † nach 1941 ) in „Religion und Eros“, S. 143

Mantra – erdacht vom Geist

Das Wort „Mantra“ bedeutet „ausgedacht“, erdacht vom Geist; und der Rishi* ist der Seher dieser Gedanken. Sie sind weder der Besitz bestimmter Personen noch der exklusive Besitz irgendeines Mannes oder irgendeiner Frau, wie bedeutend er oder sie auch sein mögen; nicht einmal der exklusive Besitz der größten Geistpersönlichkeiten – der Buddhas oder Christuswesen -, die die Welt hervorgebracht hat.

Mantras sind ebenso der Besitz der Allerniedriststen wie sie der Besitz eines Buddha sind, ebenso der Besitz des kleinsten Wurmes, der über die Erde kriecht, wie jener des Christus, denn sie sind universale Prinzipien. Sie wurden nie erschaffen. Diese Prinzipien haben immer existiert; und sie werden weiter existieren. Sie sind nicht-erschaffen – ungeschaffen durch irgendwelche Gesetze, die uns die Naturwissenschaft heute lehrt. Sie bleiben verdeckt und werden entdeckt, existieren jedoch durch alle Ewigkeit in der Natur.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

*  Seher oder mythischer Weiser

Erkläre mir die Geheimnisse

Ein Mann voll von Selbst kam und sagte, “Erkläre mir die Geheimnisse.” Ich sagte, “Ich kann Dir nicht die Geheimnisse erklären.Ich erkläre die Geheimnisse, in dem ich nicht ihn sehe, sondern in dem ich mich sehe. Ich erkläre die Geheimnisse des Selbst mir selbst. Ich sehe mich nicht in Dir, ich sehe jemand anderes.”Wenn jemand zu jemand anderem kommt, ist er einer von drei Arten: Entweder ein Schüler oder ein Gefährte oder ein Lehrer. Welche Art bist Du? Bist Du nicht zu mir gekommen? Er sagte, “es ist offensichtlich, in welcher Beziehung ich zu Dir bin.”Ich sagte, “Es ist offensichtlich. Ich sehe ihn in Dir. Da er in Dir ist, bin ich nicht in Dir, denn ich bin nicht er.”

Schams e Tabrizi  (+1248) ; er war der Lehrer von Rumi

Link:
http://azmuto.blogspot.de/2013/02/erklare-mir-die-geheimnisse.html

Azmuto hatte diesen Text als Kommentar zu dem Text von Angelus Silesius geschickt:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2013/07/30/licht-das-aus-der-gottheit-fliest/

Es wäre schade, wenn er dort übersehen würde.