Meister Eckhart-Tage 2019

Gedächtnistür an der Predigerkirche in Erfurt   Foto: © wak

 

Pfarrer Holger Kaffke von der Predigergemeinde in Erfurt hat jetzt  Daten und Programm für die Meister-Eckhart-Tage 2019 mitgeteilt

• Mittwoch, 26.6., 17.30 Uhr, Predigerkirche: Ökumenischer Gottesdienst mit
Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena (Predigt), dem Dominikanerkonvent Hamburg und leitenden
Vertreter*innen des Bistums Erfurt und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

• Donnerstag, 27. 6., 19 Uhr, Predigerkirche: Musikalische Lesung. Martina
Gedeck liest Meister Eckhart, musikalisch begleitet vom Ensemble Unio Mystica

• Donnerstag 27.6., 11-17 Uhr, Predigerkloster: Workshop unter Leitung von
Prof. Dr. Dietmar Mieth: Geschichten und Legenden um Meister Eckhart

• Freitag, 28.6., 9-12 Uhr: Fortsetzung Workshop

• Freitag, 28.6., 21 Uhr, Barfüßerruine: Tanztheater Erfurt „Tanz im
ewigen Jetzt – ein Experiment um Meister Eckhart“

• Freitag, 28.6., ab 9 Uhr, „Auf den Spuren Meister Eckharts im Thüringer
Land“. Fahrradtour auf dem zukünftigen Meister Eckhart Weg – Radpilgerweg
Thüringen, Teilabschnitt Erfurt – Wangenheim über Hochheim.

• Samstag, 29.6., 10-17 Uhr, Predigerkloster: Einkehrtag unter Leitung von
Lic. theol. Renate Morawietz zu Meister Eckharts „Traktat von der
Abgeschiedenheit“.

• Samstag, 29.6., 18 Uhr, Predigerkirche Hoher Chor: Ökumenische Vesper,
Offiziantin: Dr. Anne Rademacher; Begleitung: Augustiner Vokalkreis

• Samstag, 29.6.2019, 21 Uhr, Barfüßerruine: Tanztheater, wie 28.6.

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Aufhebung der Grenzen

Betrachtet man die Wunder und Legenden etwa der Bibel als spirituelle Metaphern, und nicht als historische Berichte, so stößt man bald zu einer Verständnisweise vor, die der christlichen Urkirche der ersten Jahrhunderte nähersteht als der Lehrmeinung der Weltkirchen, und die mit den Erfahrungen der Mystik übereinstimmen: Der Erkenntnis, dass alles Geist ist.

Eine Fokussierung auf die Wahrheit der Mystik bedeutet somit keine Infragestellung von Religion, vielmehr ermöglicht sie eine Neubelebung religiöser Weltdeutung. Die Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Gott, Kosmos und Transzendenz, muss keineswegs Säkularisierung bedeuten; Sie kann im Gegenteil zu der Erfahrung führen, dass alles heilig ist — eine Erfahrung, die glücklicherweise nicht legendären Gestalten wie etwa dem indischen Mystiker Ramakrishna vorbehalten ist, sondern heute von zahlreichen Menschen gemacht wird.

Joseph Campbell  (1904 – 1987) in: Reflections on the Art of Living

Mehr von und über Joseph Campbell hier:

http://www.martinweyers.com/sukhavati/mystik.htm

Alles ist heilig

Betrachtet man die Wunder und Legenden etwa der Bibel als spirituelle Metaphern, und nicht als historische Berichte, so stößt man bald zu einer Verständnisweise vor, die der christlichen Urkirche der ersten Jahrhunderte nähersteht als der Lehrmeinung der Weltkirchen, und die mit den Erfahrungen der Mystik übereinstimmen: Der Erkenntnis, dass alles Geist ist.

Eine Fokussierung auf die Wahrheit der Mystik bedeutet somit keine Infragestellung von Religion, vielmehr ermöglicht sie eine Neubelebung religiöser Weltdeutung. Die Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Gott, Kosmos und Transzendenz, muss keineswegs Säkularisierung bedeuten; Sie kann im Gegenteil zu der Erfahrung führen, dass alles heilig ist — eine Erfahrung, die glücklicherweise nicht legendären Gestalten wie etwa dem indischen Mystiker Ramakrishna vorbehalten ist, sondern heute von zahlreichen Menschen gemacht wird.

Joseph Campbell  (1904 – 1987) in: Reflections on the Art of Living

Mehr von und über Joseph Campbell hier: http://www.martinweyers.com/sukhavati/mystik.htm