Fasten des Herzens

„Darf ich fragen“, so sagte Yen Hui zu Konfuzius, „was du unter ‚Fasten des Herzens‘ verstehst?“

„Kultiviere das Einssein“, antwortete Konfuzius darauf. „Du hörst nicht mit den Ohren, sondern mit dem Geist. Nicht mit dem Geist, sondern mit der Seele. Lass das Hören bei den Ohren aufhören. Lass den Geist bei sich bleiben. Dann wird die Seele nur noch passiv auf die äußeren Dinge reagieren. Nur in diesem passiven Zustand kann das Tao sich niederlassen. Und diese Enthaltung ist das Fasten des Herzens.“

Dschuang Dsi (um 365 v.u.Z. – 290 v.u.Z.)

Das Einssein kultivieren

„Darf ich fragen“, so sagte Yen Hui zu Konfuzius, „was du unter ‚Fasten des Herzens‘ verstehst?“

„Kultiviere das Einssein“, antwortete Konfuzius darauf. „Du hörst nicht mit den Ohren, sondern mit dem Geist. Nicht mit dem Geist, sondern mit der Seele. Lass das Hören bei den Ohren aufhören. Lass den Geist bei sich bleiben. Dann wird die Seele nur noch passiv auf die äußeren Dinge reagieren. Nur in diesem passiven Zustand kann das Tao sich niederlassen. Und diese Enthaltung ist das Fasten des Herzens.“

Dschuang Dsi  (oder auch Zhuāngzǐ in anderer Transkription. Um 365 v.u.Z. – 290 v.u.Z.)

Freier Mensch

Ihr könnt Freiheit in jedem Moment eures täglichen Lebens praktizieren. Jeder Schritt, den ihr geht, kann euch helfen, eure Freiheit wiederzuerlangen. Jeder Atemzug kann euch helfen, eure Freiheit zu entwickeln und zu kultivieren. Wenn ihr esst, esst als ein freier Mensch. Wenn ihr geht, geht als ein freier Mensch, Wenn ihr atmet, atmet als ein freier Mensch. Dies ist überall möglich.

Thich Nhat Hanh (*1926) zu Strafgefangenen