Seelisches Wachstum aufzeigen

Da der Mythos der Persönlichkeit alles göttliche, das in uns ist, in sich begreift, da das innere Geschehen bei der Menschwerdung, von dem die Kunst Schatten ist, sich nach Gesetzen vollzieht, die ins Kosmische gewandt, die großen Mystiker zu finde, zu erforschen und zu lehren bestrebt waren, ist es nicht verfehlt, eine künstlerische Vereinigung nach einem dieser Mystiker, dem heimischen zudem, zu benennen, die nicht Marktware schaffen, die nur seelisches Wachstum aufzeigen will.

Der Mythos der Persönlichkeit – Zur Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes. Artikel in Neuer Görlitzer Anzeiger vom 5. 6. 1921, von H.R. Zimmermann, Berlin (z.Zt. Görlitz)

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: Die erste Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes

Heft 5,  Mai 2021

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Ewald Vetters Altar

Altar von Ewald Vetter (1894–1981)

 

… Bei der körperstarken Wesenheit der Darstellung auf den beiden Flügeln bringt das Mittelbild durch seine Transzendenz Zwiespalt in die Komposition. Unsere Augen suchen immer wieder die beiden Schächer. Hier fühlen wir die irdische Sensation, die uns packt, während unsere Seele durch die umarmende Lichtsphäre des Mittelbildes übermächtig ins Unirdische gezogen wird. Religiös bedeutet das für uns das Weh des Dualismus, unter dem wir in heutiger Zeit besonders leiden; künstlerisch liegt darin eine Zerrissenheit, die beunruhigt, und die trotz des Themas der Erlösung die Seele des Beschauers doch nicht ganz erlöst. …

Zeitschrift für christliche Kunst, 34 Jahrgang, Heft 1-3, S. 37 – 40, 1921, L. Schwan Druckerei und Verlag, Düsseldorf

Der vollständige Beitrag „Ewald Vetters Altar“ von Egid Beitz ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

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Bedeutung für die Menschheit

Filmplakat Nostalghia von Andrej Tarkowskij, 1983

 

Filmtherapie wird dann wirksam, wenn sich der Filmemacher auf einer inneren Suche befindet oder mit einer inneren Frage oder einem Problem beschäftigt ist, das eine Bedeutung für die Menschheit hat. Die Arbeit am Film ist für den Filmemacher und seine Mitarbeiter ein Prozess der Heilung, dessen Ergebnis schließlich wie ein Medikament auf die Menschlichkeit der Zuschauer wirkt. Alles hängt von der inneren Intention des Filmemachers während der Arbeit ab.

Anghelo Taylor, einer der Verfasser des „Filmtherapie-Manifests“ in dem Beitrag: „Film als Mittel des künstlerischen Ausdrucks, der Heilung und der Selbst-Entwickung“ von Prof. Raffi Ladysz / Arts and Hearts Association (AHA!)

Unter dem Aspekt Film als Therapie wird auf die Arbeiten von Robert Bresson, Andrej Tarkowskij, Krzystof Kieslowski und Ingmar Bergman hingewiesen.

Der komplette Text  ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

HEFT 2 | Februar 2021
TITELTHEMA: Jacob Böhme (2)

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

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In der Nachfolge Christi an die Quelle gelangen

Emma Schlangenhausen, Bergpredigt, 1920, Holzschnitt

Wir möchten mit dem Jakob-Böhme-Bund die künstlerischen Entwicklungen darstellen, die die Künstler-Apostel im Schwingungsfeld eines Leuchtenden des Urlichts vollzogen haben. Und das bringt uns auch Jacob Böhme nah, der anders als Jesus oder Bô Yin Râ kein „Leuchtender des Urlichts“ war. Er zeigte der Menschheit vielmehr auf, dass ein Mensch aus eigener Kraft mit der rechten Einstellung in der Nachfolge Christi an die „Quelle“ gelangen kann. Böhmes geistige Offenheit und die ungeheure Tiefe seiner Aussagen über die Göttliche Wirklichkeit ist wohl auch dadurch begründet, dass er durch kein Gelübde zur Zurückhaltung bestimmter geistiger Erkenntnisse verpflichtet war.

Der historische Jakob-Böhme-Bund und der Jacob-Böhme-Bund der Gegenwart (Teil 4) von Organisation zur Umwandlung des Kinos

 

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 11 | Januar 2021
TITELTHEMA: FILM

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Bô Yin Râ über Gustav Meyrink

Man wird dem Gesamtwerk des dahingegangenen Dichters nur dann gerecht, wenn man die in seinen Romanen und Erzählungen stofflich mitverwendeten Lehren nur auf die Gestalten bezieht, denen er diese Lehren in den Mund legt. Er selbst aber wollte sich niemals etwa als Lehrer okkulter oder mystischer Anschauungen, sondern als freier Künstler beurteilt sehen, dem jede Stoffbenützung erlaubt ist, durch die er in künstlerischer Gestaltung sein Werk bereichern kann.

Aus „Im Spiegel“ von Bô Yin Râ Erschienen in: Magische Blätter, XIV. Jahrgang, S. 44 – 47, Richard Hummel Verlag, Leipzig, 1933

 Jetzt aktuell nachzulesen in: Magische Blätter. Monatsschrift für geistige Lebensgestaltung.CI. Jahrgang, Mai 2020, Heft 4, S. 36

Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/

Magie der Stille

James Lee Byars Untitled (Sigmund Freud), 1989 Bronze, vergoldet ~ Foto: © wak

James Lee Byars (1932 – 1997) begann 1957 seine intensive Auseinandersetzung mit dem Zen-Buddhismus. Seine Erkenntnisse übertrug er in ein künstlerisches Schaffen, das eine Symbiose aus Konzeptkunst, Minimalismus und Fluxus darstellt. Früh versuchte Byars existenzielle Begriffe zur Anschauung zu bringen, die dem Betrachter das Erleben von Stille und Leere ermöglichen sollen. …. Vollkommenheit, Schönheit und Immaterialität zählen zu den zentralen Begriffen des „Magiers der Stille“. (Aus der Homepage des Skulpturenparks Köln).

Mehr hier: http://www.skulpturenparkkoeln.de/de/ausstellungkoelnskulptur/koelnskulptur-4.html

Stille und Öffnung

Screenshot der Homepage http://www.haukejohannagerdes.de/

… Die Bewusstseinsschicht, die Hauke Johanna Gerdes in uns ansprechen will, liegt im geistigen Raum, ihre Bilder verlangen, dass wir bereit sind, uns mit unseren Empfindungen zu öffnen. Ihre künstlerischen Arbeiten fordern ein vorübergehendes „Leersein“, einen Zustand der Stille und damit einer Öffnung, wie etwa bei einer Meditation. Denn es geht um eine Wahrnehmung, die in die Transformation eines Bereiches des Erfassbaren reicht, der recht flüchtig ist und sich den Augen gerne entzieht. So kann es für den Betrachter manchmal etwas Zeit brauchen, bis die Arbeiten sich der Empfindung aufschließen und sich in der Betrachtung verwandeln. Dann aber tritt plötzlich, wie aus heiterem Himmel, seelisch tief Erlebtes zutage. Die Gesamtheit eines Moments kann wahrnehmbar werden. Das Unbekannte kann den Blick, sowie das Bewusstsein weiten und zu einem großen Glück werden.

Klaus Weingarten in seinem Text „Das Leben tritt von selbst hervor“ über Hauke Johanna Gerdes. Der ganze Text kann hier nachgelesen werden: http://www.haukejohannagerdes.de/text_neu.html

Mehr Arbeiten von ihr sind hier zu sehen: http://www.haukejohannagerdes.de/

Magische Blätter: Jacob-Böhme-Bund / Organisation zur Umwandlung des Kinos

In einer künstlerischen Aktion der Organisation zur Umwandlung des Kinos soll ab dem Frühjahr 2020, hundert Jahre nach der Entstehung der Monatsschrift MAGISCHE BLÄTTER, der redaktionelle, organisatorische und finanzielle Rahmen für eine Wiederauferstehung der MAGISCHEN BLÄTTER geschaffen werden – als Grundlage für ein Gesamtkunstwerk. Diese Aktion ist ein Aspekt der Arbeit des neuen, 2020 begründeten Jacob-Böhme-Bundes.

1920 gründete Joseph Schneiderfranken gemeinsam mit dem Maler Fritz Neumann-Hegenberg in Görlitz den „Jakob-Böhme-Bund“ als eine Vereinigung bildender Künstler – mit der erklärten Intention, sich dem hohen Geist des Görlitzer Visionärs Jacob Böhme künstlerisch und menschlich zu verbinden. Durch diesen Impuls entstand im gleichen Jahr der Verlag Magische Blätter, der von dem Verleger Richard Hummel in Leipzig ins Leben gerufen wurde. Bô Yin Râ widmet in seinem Lehrwerk HORTUS CONCLUSUS der Person und der außergewöhnlichen Bewusstseinslage des schlesischen Sehers in dem Buch WEGWEISER ein eigenes Kapitel.

Die über zwei Jahrzehnte in Deutschland vom Verlag veröffentlichte Monatsschrift für geistige Lebensgestaltung MAGISCHE BLÄTTER war das Forum eines intensiven geistigen Austausches zu Jacob Böhme, der deutschen Mystik und der sakralen Kunst, mit dem Ziel, in der Gegenwart auf künstlerischen Wegen geistige Erkenntnisse zu vermitteln.

Die erste Ausgabe der MAGISCHEN BLÄTTER (1920 bis 1927) erschien im Februar 1920, genau vor 100 Jahren, und wurde später mit dem Titel „Die Säule der Magischen Blätter“ (1927 bis 1941) unter Beibehaltung der Jahrgangszählung weitergeführt. Die letzte Ausgabe erschien im Februar 1941. Bereits damals war die periodische Schrift Magische Blätter ein verlagstechnisches Himmelfahrtskommando. 70 Jahre nach dem Tod von Bô Yin Râ ist nun das Urheberrecht an die Allgemeinheit übergegangen – der erstmalige Zeitpunkt überhaupt, an dem die Bedingungen für einen rechtlich legitimierten Austausch gegeben sind.

Wir wollen Prozesse abbilden, die aus den Impulsen der Werke von Bô Yin Râ und Böhme in die Gegenwart hineinwirken und sich auch in die Zukunft auswirken werden. Dabei wollen wir eine Brücke zu den kommenden Generationen bauen. Die Monatsschrift darf eine Entwicklungszeit durchlaufen, wobei wir zu Beginn mehr auf den Wiedererkennungswert der MAGISCHEN BLÄTTER setzen, uns also an das Originallayout anlehnen werden. An den Veränderungsprozessen sollen die Leser*innen aktiv teilnehmen.

Jeweils drei Ausgaben werden zu einer Quartalsausgabe zusammengefasst und als Buch veröffentlicht.

Die Gesamtidee ist, alle 100 Jahre den Böhme-Bund für die Dauer von vier Jahren auferstehen zu lassen. Dabei soll MAGISCHE BLÄTTER als Publikationsorgan unterstützend dienlich sein.

Verlag und Schriftleitung der Magischen Blätter 

Mehr hier:  https://verlagmagischeblaetter.eu/