Magische Blätter: Jacob-Böhme-Bund / Organisation zur Umwandlung des Kinos

In einer künstlerischen Aktion der Organisation zur Umwandlung des Kinos soll ab dem Frühjahr 2020, hundert Jahre nach der Entstehung der Monatsschrift MAGISCHE BLÄTTER, der redaktionelle, organisatorische und finanzielle Rahmen für eine Wiederauferstehung der MAGISCHEN BLÄTTER geschaffen werden – als Grundlage für ein Gesamtkunstwerk. Diese Aktion ist ein Aspekt der Arbeit des neuen, 2020 begründeten Jacob-Böhme-Bundes.

1920 gründete Joseph Schneiderfranken gemeinsam mit dem Maler Fritz Neumann-Hegenberg in Görlitz den „Jakob-Böhme-Bund“ als eine Vereinigung bildender Künstler – mit der erklärten Intention, sich dem hohen Geist des Görlitzer Visionärs Jacob Böhme künstlerisch und menschlich zu verbinden. Durch diesen Impuls entstand im gleichen Jahr der Verlag Magische Blätter, der von dem Verleger Richard Hummel in Leipzig ins Leben gerufen wurde. Bô Yin Râ widmet in seinem Lehrwerk HORTUS CONCLUSUS der Person und der außergewöhnlichen Bewusstseinslage des schlesischen Sehers in dem Buch WEGWEISER ein eigenes Kapitel.

Die über zwei Jahrzehnte in Deutschland vom Verlag veröffentlichte Monatsschrift für geistige Lebensgestaltung MAGISCHE BLÄTTER war das Forum eines intensiven geistigen Austausches zu Jacob Böhme, der deutschen Mystik und der sakralen Kunst, mit dem Ziel, in der Gegenwart auf künstlerischen Wegen geistige Erkenntnisse zu vermitteln.

Die erste Ausgabe der MAGISCHEN BLÄTTER (1920 bis 1927) erschien im Februar 1920, genau vor 100 Jahren, und wurde später mit dem Titel „Die Säule der Magischen Blätter“ (1927 bis 1941) unter Beibehaltung der Jahrgangszählung weitergeführt. Die letzte Ausgabe erschien im Februar 1941. Bereits damals war die periodische Schrift Magische Blätter ein verlagstechnisches Himmelfahrtskommando. 70 Jahre nach dem Tod von Bô Yin Râ ist nun das Urheberrecht an die Allgemeinheit übergegangen – der erstmalige Zeitpunkt überhaupt, an dem die Bedingungen für einen rechtlich legitimierten Austausch gegeben sind.

Wir wollen Prozesse abbilden, die aus den Impulsen der Werke von Bô Yin Râ und Böhme in die Gegenwart hineinwirken und sich auch in die Zukunft auswirken werden. Dabei wollen wir eine Brücke zu den kommenden Generationen bauen. Die Monatsschrift darf eine Entwicklungszeit durchlaufen, wobei wir zu Beginn mehr auf den Wiedererkennungswert der MAGISCHEN BLÄTTER setzen, uns also an das Originallayout anlehnen werden. An den Veränderungsprozessen sollen die Leser*innen aktiv teilnehmen.

Jeweils drei Ausgaben werden zu einer Quartalsausgabe zusammengefasst und als Buch veröffentlicht.

Die Gesamtidee ist, alle 100 Jahre den Böhme-Bund für die Dauer von vier Jahren auferstehen zu lassen. Dabei soll MAGISCHE BLÄTTER als Publikationsorgan unterstützend dienlich sein.

Verlag und Schriftleitung der Magischen Blätter 

Mehr hier:  https://verlagmagischeblaetter.eu/

 

Herz im Meer verloren

Wenn das Meer der Unendlichkeit seine Wogen zu regen beginnt, wie sollten die Bilder dauern, die auf seiner Fläche gezeichnet waren? Diese Bilder sind die gegenwärtige Welt und die kommende Welt. Wer erklärt, sie seien nicht, erwirbt ein großes Verdienst. Wessen Herz sich in diesem Meere verloren hat, ist darin für immer verloren und bleibt in der Ruhe.

Das Buch Manteq-ot-teir („Vogelgespräche“) von Farideddin ‚Attâr Neyshapuri (1136 – 1229) berichtet von der Reise der dreißig Vögel durch die sieben Täler

http://www.irania.eu/Gedichte/attar.html