Denn was innen, das ist außen

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Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten.
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen;
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis!

Freuet euch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles!
Kein Lebend’ges ist ein Eins,
Immer ist’s ein Vieles.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Orient und Okzident

Wer sich selbst und andre kennt
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.
Sinnig zwischen beiden Welten
Sich zu wiegen lass ich gelten;
Also zwischen Ost- und Westen
Sich bewegen, sei’s zum Besten!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) in: West-östlicher Divan, Nachtrag 1825/26

Den Geist empfangen

GeistJohann Wolfang von Goethe (1749 – 1832) im Briefwechsel mit Bettina von Arnim (1785 – 1859). Von Arnim hatte ihn unter dem Titel „Briefwechsel mit einem Kinde“ publiziert. Darin ist die Korrespondenz mit Goethe und mit seiner Mutter.

In diesem Sinne wünsche ich gute Pfingsttage!