Es spielt keine Rolle aus welcher Quelle sie Wasser schöpfen

Foto: © wak

 

Ich habe immer wieder betont,
dass es keine Rolle spielt,
aus welcher Quelle
Sie das Wasser schöpfen,
solange es rein ist
und solange das Wasser
den Durst der Menschen löscht.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

 

 

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Radikaler Wandel von Geist und Herz

Jiddu Krishnamurti Bildquelle: wikimedia/gemeinfrei

 

Wenn deine Meditation
nur eine persönliche Angelegenheit ist,
etwas, woran du persönlich Freude hast,
dann ist es keine Meditation.

Meditation
schließt einen vollkommenen,
radikalen Wandel
von Geist und Herz ein.

Jiddu Krishnamurti (1897 – 1986)

Für sich selbst erkennen

Man muss für sich selbst erkennen,
nicht durch irgend jemanden.
Wir kennen die Führung von Lehrern,
Erlösern und Meistern.
Wenn du wirklich erkennen willst,
was Meditation ist,
musst du jede Führung ganz und gar verwerfen.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

Meditation ist keine Flucht aus der Welt

Meditation ist keine Flucht aus der Welt. Es ist kein isolierendes, sich abkapselndes Tun, sondern vielmehr die Einsicht in die Welt und wie es auf ihr zugeht. Die Welt hat wenig zu bieten, abgesehen von Nahrung, Kleidung, Obdach und Vergnügen mit seinem grossen Kummer.

Meditation heisst wegwandern von dieser Welt; man muss ein totaler Aussenseiter sein. Dann hat die Welt eine Bedeutung, und die Schönheit von Himmel und Erde ist dauerhaft. Dann ist Liebe nicht Vergnügen. Von dort geht jedes Handeln aus, das nicht Ergebnis von Spannung, Widerspruch, Streben nach Selbstverwirklichung oder Machtdünkel ist

Jiddu Krishnamurti (1895-1986) in „Meditationen“. Zürich 1989

Die Wahrheit ist ein pfadloses Land

krishnamurtiBildquelle: wikimedia / gemeinfrei

 

Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist, und Sie können sich ihr auf keinem Pfad nähern, durch keine Religion, durch keine Sekte. Das ist meine Ansicht, an der ich absolut und bedingungslos festhalte.
Die Wahrheit, die grenzenlos, unbedingt, unnahbar ist, auf welchem Pfad auch immer, kann nicht organisiert werden; auch sollte keine Organisation gebildet den, um Menschen auf einen besonderen Pfad zu führen oder zu nötigen. Wenn Sie das als erstes verstehen, dann werden Sie sehen, wie unmöglich es ist, einen Glauben zu organisieren. Glaube ist eine rein individuelle Angelegenheit, und Sie können und dürfen ihn nicht organisieren. Wenn Sie es tun, dann stirbt er, erstarrt er; er wird zur Konfession, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgenötigt wird.
Das ist es aber, was überall auf der Welt jeder zu tun versucht. Die Wahrheit wird geschmälert und zum Spielzeug für die Schwachen, für diejenigen, die nur einen Augenblick unzufrieden sind.
Die Wahrheit kann nicht heruntergeholt werden; vielmehr muss der einzelne sich die Mühe machen, zu ihr hinaufzusteigen. Sie können den Gipfel des Berges nicht ins Tal herunterholen. Wenn Sie den Gipfel des Berges erreichen wollen, müssen Sie das Tal durchqueren und die steilen Felsen hinaufklettern, ohne sich vor den gefährlichen Klippen zu fürchten.

Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)

Das Lebendige selbst sein

Wenn Sie aber erkennen, dass die Wahrheit etwas lebendiges ist, das in Bewegung ist, das keine bleibende Stätte hat, das in keinem Tempel, keiner Moschee oder Kirche zu finden ist, wohin Sie keine Religion, kein Lehrer, kein Philosoph führen kann – dann werden Sie auch erkennen, dass dieses Lebendige das ist, was Sie in Wirklichkeit selbst sind.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)