Gottes Herz ist Jacob Böhmens Element

Abbildung des Kupferstichs aus dem „Jakob Böhme Lesebuch“

Im Wasser lebt der Fisch, die Pflanze in der Erden,
Der Vogel in der Luft, die Sonn’ am Firmament,
Der Salamander muss im Feu’r erhalten werden,
Und Gottes Herz ist Jacob Böhmens Element.

Widmungvon Angelus Silesius für Jakob Böhme

In der ursprünglichen Version heißt die letzte Zeile:
Im Herzen Jesu ich als meinem Element.

Angelus Silesius / Johannes Scheffler (1624–1677). Cherubinischer Wandersmann, Viertes Buch, 32. Eines jeden Element. Sämtliche poetische Werke in drei Bänden. Band 3, München 1952, S. 113.

Beginen und Pandemien

Marguerite Porete (1250/1260 – 1. Juni 1310)

… Während Pandemien wurden die Beginen häufig dazu aufgerufen, sich um die Kranken und Sterbenden zu kümmern. Sie eröffneten Krankenhäuser und Pflegezentren für die Bedürftigen und einige gaben sogar ihr Leben in diesem Dienst, nachdem sie selbst erkrankt waren. Der Kern ihres Glaubens war die tiefe Hingabe an Gott und das Streben nach Vollkommenheit durch regelmäßiges Gebet, Askese, mystische Forschung und klösterlich geprägte Praktiken. Sein Leben zu riskieren und mit denen zu leiden, die am meisten leiden, war die höchste Berufung und Erfüllung für die eigene Seele, eine, die das Leben Jesu widerspiegelte. …

Bild und Text fand ich hier: https://knowyourmothers.ghost.io/marguerite-porete-the-beguines/

Mehr zu Beginen und ihrer Geschichte findet sich hier:

Hofmann / Krebber: Die Beginen – Geschichte und Gegenwart. Topos Taschenbuch 530

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showFullRecord&currentResultId=tit+all+%22Die+Beginen%22+and+per%3D%22Hofmann%22%26any&currentPosition=0

Im Herzen dieser Kirche ist das mystische Element…

Foto: © wak

Im Herzen dieser Kirche ist das mystische Element,
das sie am Leben hält, das Erbe Jesu.
Zu diesem mystischen Kern
immer wieder vorzudringen –
das ist die letzte Grenzerfahrung der christlichen Mystik.

David Steindl-Rast (*1926)

 

 

Erfahrung des Absoluten

Die Erfahrung des Absoluten,
die in der Tradition der indischen Mystik
so machtvoll bezeugt wird,
ist in ihrer ganzen Fülle enthalten
in den Worten Jesu:
„Ich und der Vater sind eins“.

Henri Le Saux, (1910-1973)