Zu seinem eigenen Herzen einkehren

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Einheit ist, wenn sich der Mensch mit all seinen Kräften von innen gesammelt fühlt in der Einheit seines Herzens. Einheit bringt inneren Frieden und Ruhe des Herzens. Einheit des Herzens ist ein Band, das Leib und Seele, Herz und Sinn und alle äußeren und inneren Kräfte in der Einigung der Minne zusammenzieht und umschließt.
Aus dieser Einheit des Herzens kommt die Innerlichkeit. Denn niemand kann innerlich sein, er sei denn gesammelt in sich.
Innerlichkeit ist, wenn der Mensch inwendig zu seinem eigenen Herzen eingekehrt ist, damit er das Einwirken oder Einsprechen Gottes zu verstehen und zu fühlen vermag. Innerlichkeit ist ein fühlbares Feuer der Minne, das der Geist Gottes angefacht hat und das den Menschen von innen antreibt.

Jan van Ruysbroek (1293 – 1381)

Alle eins im ewigen Bild

Foto: © wak

Das Bild Gottes
ist in allen Menschen
wesentlich und persönlich
vorhanden.
Jeder besitzt es
ganz, vollständig und ungeteilt
und alle zusammen besitzen
doch nur ein Bild.
Auf diese Weise
sind wir alle eins,
innig vereint
in unserem ewigen Bilde,
welches das Bild Gottes
und der Quell all unseres Lebens
in uns ist.

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

So wohnen wir alle in Gott

Foto: © wak

 

In der Einung
empfängt ein jeder Gott
und alle Liebenden;
und er wird zusammen mit Gott
von jedem Liebenden empfangen.
Und so wohnen wir alle in Gott,
und Gott in uns allen,
und ein jeder mit Gott in den Anderen.

Jan van Ruusbroec (1293–1391)

Wir kommen von Gott

Foto: © wak

Die Selbsterkenntnis lehrt uns,
woher wir kommen,
wo wir sind
und wohin wir gehen.

Wir kommen von Gott und sind in der Verbannung.
Und da die Kraft unserer Liebe
uns zu Gott zieht,
sind wir uns dieser Verbannung bewusst.

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

Quell all unseres Lebens

ruusbroecFoto: wikimedia / gemeinfrei

Jan van Ruusbroec

 

Das Bild Gottes
ist in allen Menschen
wesentlich und persönlich
vorhanden.
Jeder besitzt es
ganz, vollständig und ungeteilt
und alle zusammen besitzen
doch nur ein Bild.
Auf diese Weise
sind wir alle eins,
innig vereint
in unserem ewigen Bilde,
welches das Bild Gottes
und der Quell all unseres Lebens
in uns ist.

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

Jeder mit Gott in den Anderen

In der Einung
empfängt ein jeder Gott
und alle Liebenden;
und er wird zusammen mit Gott
von jedem Liebenden empfangen.
Und so wohnen wir alle in Gott,
und Gott in uns allen,
und ein jeder mit Gott in den Anderen.

Jan van Ruusbroec  (1293–1391)

Nackte Sehnsucht

Entleertes, bilderloses Denken, ein klares Schauen im göttlichen Lichte und eine reine Entrückung des Geistes vor das Antlitz Gottes: diese drei zusammen bilden und erzielen das wahrhaft schauende Erleben, darin niemand sich irren kann. Der reine Geist nämlich neigt sich beständig zu dem verklärten Verstand und folgt ihm mit nackter Sehnsucht zu seinem Ursprung .

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

Sehnsucht zum Ursprung

Entleertes, bilderloses Denken, ein klares Schauen im göttlichen Lichte und eine reine Entrückung des Geistes vor das Antlitz Gottes: diese drei zusammen bilden und erzielen das wahrhaft schauende Erleben, darin niemand sich irren kann. Der reine Geist nämlich neigt sich beständig zu dem verklärten Verstand und folgt ihm mit nackter Sehnsucht zu seinem Ursprung .

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

Selbsterkenntnis

Die Selbsterkenntnis lehrt uns, woher wir kommen, wo wir sind und wohin wir gehen. Wir kommen von Gott und sind in der Verbannung. Und da die Kraft unserer Liebe uns zu Gott zieht, sind wir uns dieser Verbannung bewusst.

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)

Sehnsucht zum Ursprung

Entleertes, bilderloses Denken, ein klares Schauen im göttlichen Lichte und eine reine Entrückung des Geistes vor das Antlitz Gottes: diese drei zusammen bilden und erzielen das wahrhaft schauende Erleben, darin niemand sich irren kann. Der reine Geist nämlich neigt sich beständig zu dem verklärten Verstand und folgt ihm mit nackter Sehnsucht zu seinem Ursprung.

Jan van Ruusbroec (1293 – 1381)