Mit dem Atem das Positive nähren

Wir können unsere Achtsamkeit mit dem Atem verbinden. Dadurch schaffen wir uns in kurzer Zeit einen Anker, eine neue zentrierende Gewohnheit, die uns im täglichen Leben genau da hilft, wo Transformation nötig ist. Diese Achtsamkeit richtet sich auf die Gesamtheit des Erfahrens in diesem Moment: auf das Positive und – sofern gerade vorhanden – mit liebevollem Blick auch auf das Negative, das sich in diesem liebevollen Licht verwandeln kann. Diese Fokussierung auf den Atem kann ganz einfach auch im Alltag zwischendurch praktiziert werden. So ist auf sanfte Weise Wandel möglich.

Pyar Rauch (*1960)

Das ganze Interview, das Marlies Burghardt mit Pyar geführt hat, kann unter dem Titel „Transformation – Das Positive nähren“ hier nachgelesen werden:

https://www.sein.de/transformation-das-positive-naehren/

Heilung des Herzens

Der Koran ist ein Buch über die Heilung des Herzens, wie es ausdrücklich im Koran geschrieben steht. Islam ist ein Pfad, eine Methode (din), welche Menschen bei der Entwicklung von einem Zustand des Krankseins (soghm) des Herzens zu einem Zustand des heilen Herzens (selm) hilfreich sein kann. Die Lehren des Islams sind eine Einladung an jeden Menschen, Gott um Frieden, Heilsein, Gesundsein für jedes Geschöpf auf Erden zu bitten. Salâm (Frieden im Herzen) ist der bedeutendste Name Gottes.

Seyed Mostafa Azmayesh (*1952)

Das vollständige Interview, das Helmut N. Gabel geführt hat und aus dem dieses Zitat stammt, können Sie hier nachlesen:

http://karamat.eu/artikel/wie-wir-mit-hilfe-des-korans-die-werte-unserer-zivilisation-erhalten-koennen.html

Meister Eckhart, Johannes Tauler und Martin Luther

lutherpfingstenErinnerungstafel in der Leipziger Thomaskirche

Frage: Welchen Einfluss hatte Eckhart auf die mystischen Wurzeln Martin Luthers?

Volker Leppin: Meister Eckhart hatte einen indirekten Einfluss. Er starb noch während ein Inquisitionsverfahren gegen ihn lief. Nachdem er posthum 1329 vom Papst verurteilt worden war, konnten seine Werke nicht so leicht verbreitet werden. Aber viele seiner Predigten sind in eine Ausgabe von Johannes Tauler eingegangen, seines Schülers. Diese Predigtsammlung wurde um 1500 mehrfach gedruckt. Ein Exemplar hiervon hat Luther in den Jahren 1515/16 intensiv studiert. Bestimmte Gedanken, die später prägend für Luther werden, die entwickeln sich im Zuge dieser Lektüre Taulers und darin indirekt auch Meister Eckharts.

Dr. Volker Leppin (*1966) ist evangelischer Theologe und Professor für Kirchengeschichte an der Universität Tübingen.

Das ganze Interview mit ihm ist hier nachzulesen:

https://www.evangelisch.de/inhalte/132810/17-03-2016/meister-eckharts-mystik-und-sein-einfluss-auf-luther 

 

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich auf diesem Weg ein gutes Pfingstfest!

Werner Anahata Krebber

Beginne die Übung mit dir selbst

Um Tonglen geht es in der nachfolgenden Passage. Tonglen ist eine alte Technik, die von ungeheurer Aktualität und Dichte ist. Ausführlich berichtet beispielsweise Pema Chödrön von ihr. Dabei ist nicht daran gedacht, sich irgendwann hinzusetzen und sich darüber Gedanken zu machen, Tonglen in der dann eingeplanten Zeit zu praktizieren. Tonglen zu praktizieren – nimmt man es ernst – heißt: vierundzwanzig Stunden, jeden Tag der Woche.

“Tonglen dreht manche modernen esoterischen Wunschmärchen einfach um. Es ist eine Methode, die vor ungefähr 900 Jahren – vielleicht schon früher – entwickelt und durch Atisha, einen tibetischen Meister, bekannt wurde. Das Wort bedeutet einfach ‘austauschen’. In manchen New-Age- oder Esoterik-Kursen oder auch Psychologie-Seminaren lernt man: Wie schütze ich mich vor schlechter Energie oder schlechten Gefühlen oder wie lasse ich Licht in mich rein und blase das Dunkle raus und solche Dinge. Tonglen ist das glatte Gegenteil. Ich nehme, was auch immer mir begegnet an unangenehmem Gefühl oder Erfahrung in mich rein, und was in mir ist an Freude und Stille und schönen Dingen, atme ich aus. Wobei ganz wichtig ist: ‘Beginne die Übung mit dir selbst!’ Das heisst, dass ich zunächst einmal, wenn in mir irgendein unangenehmes, dunkles Gefühl ist, nicht versuche, dieses loszuwerden, sondern es reinzulassen und zu mir selber hin Freude und Friedlichkeit auszuatmen. Wenn’s mit mir geht in einer Situation, dann kann ich als Nächstes die Leute um mich rum mitnehmen, und dann mehr und mehr und mehr … Das ist Tonglen, ein schönes Werkzeug.”

Pyar Rauch in einem Interview mit Charlotte van Stuijvenberg (Lichtwelle, Hinterkappelen CH).

Mehr zu Tonglen von Pyar hier:

http://www.pyar.de/Textseiten%202009/tonglen.htm