Rani Kaluza: Doing Nothing

Doing Nothing

Über die hohe Kunst des Nicht Tun

Rani Kaluza

Verlag: Kamphausen Media

Hardcover, 184 Seiten, 115 x 210 mm, mit vielen atmosphärischen Farbfotos und humorvollen Illustrationen von Friedrich Mayer.

ISBN: 9783958835351

€ 18.00

Inhalt:

Einführung
Da Sein (Fünf Tage Nicht Tun im Retreat)
Geweihte Zeit
Das Lied des Nicht Tun
Äußeres Nicht Tun (Sitzen – Liegen – Gehen)
Inneres Nicht Tun (Schweigen / Denken)
Drei Schritte ins Nichts (Schritt 1 – Fühlen)
Die Knochen des Nicht Tun (Nicht Wollen – Nicht Wissen)
Die Zehn Finger des Nicht Tun
Lücken (Das Nichts im Alltag entdecken)
Die Kinder des Nicht Tun (Freundlichkeit – Hingabe – Glückseligkeit)
Doing Nothing und Tiere
Doing Nothing im Retreat
Praktische Hinweise
Allein in der Wildnis
Das Herz des Nicht Tun (Stille)
Der Altar des Nicht Tun (Raum)
Drei Schritte ins Nichts (Schritt 2 – Sich öffnen und zeigen)
Die Angst vor dem Nichts
Ist Doing Nothing Meditation?
Die Früchte des Nicht Tun
Drei Schritte ins Nichts (Schritt 3 – Die Übung aufgeben)

Hier kann das Buch bei der Autorin – auch signiert – bestellt werden:

http://doingnothing.de/das-buch/

Das Gipfelerlebnis im Tal des Alltags verwirklichen

Foto: © wak

Jede Religion entspringt einem Gipfelerlebnis. Dies gilt für ihr innerstes Wesen, aber auch für ihre Entstehung und Entfaltung in der Geschichte. Lehre, Ethik und Ritual, drei Säulen jeder religiösen Tradition, lassen sich auf das mystische Erlebnis zurückführen. Die Lehre ist letztlich der Versuch, seinen Inhalt verstandesmässig zu deuten; die Ethik gibt Anweisungen, wie die beglückende Allzugehörigkeit, die wir auf dem Gipfel erleben, auch im Tal des Alltags willig verwirklicht werden kann; im Ritual feiert die Religion den Gefühlsgehalt mystischer Erfahrung und erreicht ihn sogar in ihren geglücktesten Formen. In Gemüt, Willen und Verstand, entfaltet sich also die Mystik geistig und leiblich in jeder Religion – will sich zumindest so verwirklichen.

David Steindl-Rast in seinem Vorwort zu Abraham H. Maslow: Jeder Mensch ist ein Mystiker. Wuppertal 2014, S. 10

Stille kommt wenn das Suchen endet

Foto: © wak

Stille ist nicht der Raum zwischen zwei Gedanken
oder die Zeit zwischen zwei Geräuschen.
Stille ist nicht das Ergebnis eines Bemühens.
Sie kommt nur,wenn das Suchen endet.
Stille entsteht, wenn der Inhalt des Bewusstseins ganz verstanden ist
und darüber hinausgegangen wird.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

Offen sein für das Mysterium

raimonpanikkar

Wir haben die Göttlichkeit zu einem Idol gemacht. Der christliche Gott wurde zu einem Idol. Ich als Theologe kann es nicht genug sagen und betonen: Wir können Gott nicht auf unser Konzept von Gott reduzieren. Wir sollten offen sein für das Mysterium. Dieses ist sozusagen offen für alle Themen. Es kann nicht eingeschlossen werden. Ich kann nicht sagen: Das Mysterium ist hier oder dort. Ein Mysterium ist genau deswegen ein Mysterium. Weil es keinen Inhalt hat.

Raimon Panikkar (1918 – 2010)