Einen Platz finden…

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Zumindest einen Raum oder eine Ecke solltest Du für Dich haben, wo dich niemand findet, niemand stört, niemand beachtet. Dort solltest Du die Freiheit haben, dich von der Welt zu lösen und dich loszulassen, indem du alle feinen Saiten und Fasern der Spannung löst, die dein Schauen, dein Hören, dein Denken in der Gegenwart anderer Menschen bindet. Hast du einen solchen Platz gefunden, sei zufrieden damit und sei nicht verwirrt, wenn dich ein guter Grund davon wegruft. Liebe ihn und kehre zu ihm zurück, sobald du kannst.

Thomas Merton (1915 – 1968) in: Zeiten der Stille. Freiburg 1992, S. 27

Nimm Gott ohne Eigenschaft

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Gott ist gut, Gott ist weise, Gott ist unendlich,
Gott ist gerecht – das alles ist so unsinnig,
als wenn ich das Schwarze weiß nennen würde.
Du bist es, was du über deinen Gott denkst,
und lästerst ihn, wenn du ihn damit behängst.
Nimm ihn ohne Eigenschaft als überseiendes Sein
und eine überseiende Nichtheit.

Meister Eckhart (1260-1328)

Jesus aber verbarg sich…

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Da hoben sie Steine auf,
um sie auf ihn zu werfen.
Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel.

Johannes-Evangelium 8,59

Gesehen in der Kunst-Station St. Peter in Köln. Mehr dazu hier: http://www.sankt-peter-koeln.de/wp/kunst-station/ubersicht/

 

Ihn in meinem Herzen kennen

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Gott ist für uns notwendig,
damit wir existieren können,
während wir notwendig für Ihn sind,
damit Er Sich für Sich Selbst manifestiert.
Ich gebe Ihm auch Leben,
indem ich Ihn in meinem Herzen kenne.

Ibn Arabi (1165 – 1240)

Suchet Ihn in allen Seelen

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Suchet Ihn in allen Seelen,
gut oder schlecht,
weise und töricht,
attraktiv und unattraktiv;
In den Tiefen eines jeden ist Gott.

Hazrat Inayat Khan (1882 -1927)

Gefunden habe ich diesen Gedanken hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Wirken und Werden sind eins

Das Wirken und das Werden sind eins. Wenn der Zimmermann nichts erwirkt, wird auch nichts aus dem Haus. Wo die Axt daniederliegt, liegt auch das Werden danieder. Gott und ich, wir sind eins in diesem Wirken; er wirkt, und ich werde. Das Feuer verwandelt das in Feuer, was ihm zugefügt wird und macht es zu seiner Natur. Nicht das Holz verwandelt das Feuer in Holz, sondern das Feuer verwandelt das Holz in Feuer. So werden wir in Gott verwandelt, damit wir ihn erkennen sollen, wie er ist.

Meister Eckhart (1260–1328)