Einsicht in die Form der Leerheit

Wirklichkeit ist nicht anderes als das, was gerade geschieht, jetzt. Die Dinge ereignen, bewegen und verwandeln sich. Wir können sie nicht in einem Schnappschuss festhalten. Doch das ist es, was alle unsere Ideen und Konzepte sind – eine Sammlung von Schnappschüssen. Genau das müssen wir unmittelbar erkennen. Diese Einsicht ist die Wirklichkeit der Leerheit, während alle Schnappschüsse die Welt der Form bilden. Und das Herzsutra* lehrt, um es noch einmal zu sagen, dass beide Welten gleich sind.

Bernard Glassman (1939 – 2018) in: Das Herz der Vollendung. Unterweisungen eines westlichen Zen-Meisters

* (http://www.zen-guide.de/zen/texte/id/35&titel=Mahaprajnaparamita-Hridaya-Sutra+%28Herzsutra%29)

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Leerheit von Selbst

Die Leerheit des Selbst bedeutet nur die Leerheit von Selbst, nicht das Nicht-Sein von Selbst.
Genauso ist es bei einem Ballon, der innen leer ist, nicht so, dass er deswegen nicht existieren würde.
Dasselbe gilt für die Leerheit der Dharmas: Leerheit bezieht sich nur auf die Leerheit aller Phänomene und nicht auf die Nicht-Existenz aller Phänomene.
Es ist wie bei einer Blume, die nur aus Nicht-Blumen-Elementen besteht. Die Blume ist leer von einer abgetrennten Existenz, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht da wäre.

Thich Nhat Hanh (*1926) in einer Erläuterung zu seiner Neu-Übersetzung des Herz-Sutras

In der Einsicht üben

Bodhisattvas,
die sich in der Einsicht üben,
die uns an das andere Ufer bringt,
sehen keine Hindernisse
mehr in ihrem Geist,
und weil es keine Hindernisse mehr
in ihrem Geist gibt,
können sie alle Angst überwinden,
alle falschen Wahrnehmungen vernichten
und vollkommenes Nirvana verwirklichen.

Thich Nhat Hanh (*1926) in seiner Neuübersetzung des Herz-Sutra

Den ganzen Text gibt es hier:

http://blog.gal-bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/Heart-sutra-final-1-Thays-version-deutsch1.pdf

Die Leerheit von Selbst

Die Leerheit des Selbst bedeutet nur die Leerheit von Selbst, nicht das Nicht-Sein von Selbst.
Genauso ist es bei einem Ballon, der innen leer ist, nicht so, dass er deswegen nicht existieren würde.
Dasselbe gilt für die Leerheit der Dharmas: Leerheit bezieht sich nur auf die Leerheit aller Phänomene und nicht auf die Nicht-Existenz aller Phänomene.
Es ist wie bei einer Blume, die nur aus Nicht-Blumen-Elementen besteht. Die Blume ist leer von einer abgetrennten Existenz, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht da wäre.

Thich Nhat Hanh (*1926) in einer Erläuterung zu seiner Neu-Übersetzung des Herz-Sutras

Die ganze Erläuterung gibt es hier:

http://blog.gal-bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/heart-sutra-thays-comments.German-BI.UR_.pdf

Wirklichkeit der Leerheit

Wirklichkeit ist nicht anderes als das, was gerade geschieht, jetzt. Die Dinge ereignen, bewegen und verwandeln sich. Wir können sie nicht in einem Schnappschuss festhalten. Doch das ist es, was alle unsere Ideen und Konzepte sind – eine Sammlung von Schnappschüssen. Genau das müssen wir unmittelbar erkennen. Diese Einsicht ist die Wirklichkeit der Leerheit, während alle Schnappschüsse die Welt der Form bilden. Und das Herzsutra* lehrt, um es noch einmal zu sagen, dass beide Welten gleich sind.

Bernard Glassman (*1939) in: Das Herz der Vollendung. Unterweisungen eines westlichen Zen-Meisters

* (http://www.zen-guide.de/zen/texte/id/35&titel=Mahaprajnaparamita-Hridaya-Sutra+%28Herzsutra%29)

MAKA HANNYA HARAMITA SHIN GYO

MAKA HANNYA HARAMITA SHIN GYO

KAN JI ZAI BO SA GYO JIN HAN NYA HA RA MI TA JI SHO KEN GO UN KAI KU DO I SAI KU YAKU SHA RI SHI SHIKI FU I KU KU FU I SHIKI SHIKI SOKU ZE KU KU SOKU ZE SHIKI JU SO GYO SHIKI YAKU BU NYO ZE SHA RI SHI ZE SHO HO KU SO FU SHO FU METSU FU KU FU JO FU ZO FU GEN ZE KO KU CHU MU SHIKI MU JU SO GYO SHIKI MU GEN NI BI ZETS SHIN NI MU SHIKI SHO KO MI SOKU HO MU GEN KAI NAI SHI MU I SHIKI KAI MU MU MYO YAKU MU MU MYO JIN NAI SHI MU RO SHI YAKU MU RO SHI JIN MU KU SHU METSU DO MU CHI YAKU MU TOKU I MU SHO TO KO BO DAI SAT TA E HAN NYA HA RA MI TA KO SHIN MU KE GE MU KE GE KO MU U KU FU ON RI I SAI TEN DO MU SO KU GYO NE

HAN SAN ZE SHO BUTSU E HAN NYA HA RA MI TA KO TOKU A NOKU TA RA SAN MYAKU SAN BO DAI KO CHI HAN NYA HA RA MI TA ZE DAI SHIN SHU ZE DAI MYO SHU ZE MU JO SHU ZE MU TO DO SHU NO JO I SAI KU SHIN JITSU FU KO KO SETSU HAN NYA HA RA MI TA SHU SOKU SETSU SHU WATSU GYA TE GYA TE HA RA GYA TE HARA SO GYA TE BO DHI SOWA KA HAN NY A SHIN GYO

(Diese Textfassung fand ich hier: http://www.iphpbb.com/foren-archiv/2/102400/102360/herz-sutra-33655528-5855-118.html )

Ungewöhnliche Zeichen. Ja. In außergewöhnlichen Zeiten. Der Dalai Lama, so ist zu lesen, empfiehlt den japanischen Buddhisten die Rezitation des Herz-Sutras. Andere empfehlen Tonglen,  und ähnliches.

Mir selbst geht es so, dass ich niemandem irgend etwas empfehlen kann und will.

Ich kann nur meine Empathie bekunden – und schweigen.

Eine gute Übersetzung des Herz-Sutras findet sich hier:

http://www.berzinarchives.com/web/de/archives/sutra/level2_lamrim/advanced_scope/voidness_emptyness/heart_sutra.html