Martin Buber, der große Maggid und die Chassidim

… Die Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen ändern das Gesicht der Welt. Nicht durch Bekämpfen des Bösen, sondern durch Stärkung der Macht des Guten ist das Ziel zu erreichen. Fühlst du den Haß deines Nebenmenschen, so kannst Du den Ausgleich nur durch deine vermehrete Liebe herbeiführen. …

Martin Buber, Der große Maggid und seine Nachfolge. Buchbesprechung von E. L.

Zuerst erschienen hier: Magnum Opus, 1. Jahrgang, 1926, S. 350-351, Magnum Opus -Verlag, Freiburg in Baden

Die vollständige Rezension des Buches ist hier nachzulesen. Darauf folgen einige Passagen aus den Erzählungen der Chassidim und eine Erläuterung zu den Chasidim:

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH X
CIII. Jahrgang, Juni 2022, Heft 6 / Thema: DIE DEUTSCH-JÜDISCHE SYMBIOSE – EINHEIT IM SCHÖPFERISCHEN

Bestellt werden kann die Ausgabe hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/publikationsreihe/magische-bl%C3%A4tter-buchreihe

Einen radikalen Wandel herbeiführen

Foto: (c) wak

… Mystik und Revolution sind zwei Aspekte desselben Versuchs, einen radikalen Wandel herbeizuführen. Mystiker können nicht verhindern, dass sie zu Gesellschaftskritikern werden, denn in der Selbstreflexion werden sie die Wurzeln einer kranken Gesellschaft entdecken. In ähnlicher Weise können Revolutionäre nicht vermeiden, sich mit ihrer eigenen menschlichen Verfassung auseinanderzusetzen, denn inmitten ihres Kampfes für eine neue Welt werden sie feststellen, dass sie auch gegen ihre eigenen reaktionären Ängste und falschen Ambitionen kämpfen.

Henri Nouwen (1932 – 1996) Den oben gekürzten Gedanken fand ich hier: https://henrinouwen.org/meditation/the-way-of-change/

Wir bedürfen des Brotes…

Foto: Archiv

Wir bedürfen des Brotes. Wir sind Wesen, die ihre Energie fortwährend von aussen hernehmen, denn in dem Maße, wie wir sie empfangen, verbrauchen wir sie in unseren Anstrengungen. Wird unsere Energie nicht täglich erneuert, werden wir kraftlos und unfähig, uns zu regen.
Ausser der eigentlichen Nahrung, im buchstäblichen Sinn des Wortes, sind alle Anreize Energiequellen für uns. Das Geld, die Beförderung, das Ansehen, die Auszeichnungen, die Berühmtheit, die Macht, die Wesen, die wir lieben, alles, was uns zum Handeln befähigt, ist wie Brot.
Dringt eine dieser Verhaftungen tief genug in uns ein, bis zu den Lebenswurzeln unserer fleischlichen Existenz, so kann die Entbehrung uns zerbrechen und sogar den Tod herbeiführen. Man nennt dies: vor Kummer sterben. Das gleicht dem Hungertod.
All diese Gegenstände der Verhaftung stellen, zusammen mit der eigentlichen Nahrung, unser irdisches Brot dar. Es hängt völlig von den Umständen ab, ob es uns gewährt wird oder versagt bleibt.
Und was die Umstände betrifft, sollen wir nichts erbitten, ausser dass sie dem Willen Gottes gemäss seien. Wir sollen das irdische Brot nicht erbitten.
Es gibt eine transzendente Energie, deren Quell im Himmel entspringt, die in uns einströmt, sobald wir es begehren. Dies ist wirklich unsere Energie; sie vollbringt Taten durch unsere Seele und unseren Leib.
Diese Nahrung sollen wir erbitten.

Simone Weil (1909 -1943), Betrachtungen über das Vaterunser, 1941/42

Gefunden habe ich diesen Text hier: http://blog.nootheater.de/2012/12/18/buch-der-freunde-vii/

Transzendente Energie, deren Quell im Himmel entspringt

Wir bedürfen des Brotes. Wir sind Wesen, die ihre Energie fortwährend von aussen hernehmen, denn in dem Maße, wie wir sie empfangen, verbrauchen wir sie in unseren Anstrengungen. Wird unsere Energie nicht täglich erneuert, werden wir kraftlos und unfähig, uns zu regen.
Ausser der eigentlichen Nahrung, im buchstäblichen Sinn des Wortes, sind alle Anreize Energiequellen für uns. Das Geld, die Beförderung, das Ansehen, die Auszeichnungen, die Berühmtheit, die Macht, die Wesen, die wir lieben, alles, was uns zum Handeln befähigt, ist wie Brot.
Dringt eine dieser Verhaftungen tief genug in uns ein, bis zu den Lebenswurzeln unserer fleischlichen Existenz, so kann die Entbehrung uns zerbrechen und sogar den Tod herbeiführen. Man nennt dies: vor Kummer sterben. Das gleicht dem Hungertod.
All diese Gegenstände der Verhaftung stellen, zusammen mit der eigentlichen Nahrung, unser irdisches Brot dar. Es hängt völlig von den Umständen ab, ob es uns gewährt wird oder versagt bleibt.
Und was die Umstände betrifft, sollen wir nichts erbitten, ausser dass sie dem Willen Gottes gemäss seien. Wir sollen das irdische Brot nicht erbitten.
Es gibt eine transzendente Energie, deren Quell im Himmel entspringt, die in uns einströmt, sobald wir es begehren. Dies ist wirklich unsere Energie; sie vollbringt Taten durch unsere Seele und unseren Leib.
Diese Nahrung sollen wir erbitten.

Simone Weil  (1909 -1943),  Betrachtungen über das Vaterunser, 1941/42

 

Gefunden habe ich diesen Text hier:

http://blog.nootheater.de/2012/12/18/buch-der-freunde-vii/