Höhen und Tiefen ohne Regel und Recht

Die Habgier ist die Mutter der Ungleichheit, erbarmungslos und menschenfeindlich. Ihretwegen gerät das Leben der Menschen aus der geordneten Bahn. Die einen müssen sich vor Übersättigung erbrechen, als ob sie die Nahrung, mit der sie sich überfüllt haben, von sich speien müssten; die anderen sind, von Hunger und Mangel bedrängt, am Rande des Abgrunds. Das ist die Folge der unersättlichen Habsucht. Hätte sie nicht ins Leben die Ungleichheit eingeführt, so gäbe es nicht diese Höhen und Tiefen ohne Regel und Recht, noch würde das Auf und Nieder soviel Verdruss und Tränen in unser Leben hineintragen.

Asterios von Amaseia (ca. 330 – um 410) / Zeitgenosse von Johannes Chrysostomos

Weder Furcht noch Ungewissheit…

Foto: © wak

 

Wo Liebe ist und Weisheit,
da ist weder Furcht noch Ungewissheit;

wo Geduld und Demut,
weder Zorn noch Aufregung;

wo Armut und Freude,
nicht Habsucht und Geiz;

wo Ruhe und Besinnung,
nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit.

Franz von Assisi (ca. 1181/1182 – 1226)

Blick auf die ursprüngliche Gleichheit

Foto: © wak

Seit die Habsucht den Adel der Natur zerstört hat und sich sogar des Gesetzes zur Förderung der Herrschaft des Stärkeren über die Schwachen bedienen kann, ist die Gleichheit des Menschengeschlechts zerstört. Du aber blick auf die ursprüngliche Gleichheit, nicht auf die schließliche Zerreißung.

Gregor von Nazianz (um 329 – 390)

Liebe, Weisheit, Freude, Besinnung…

Wo Liebe ist und Weisheit,
da ist weder Furcht noch Ungewissheit;

wo Geduld und Demut,
weder Zorn noch Aufregung;

wo Armut und Freude,
nicht Habsucht und Geiz;

wo Ruhe und Besinnung,
nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit.

Franz von Assisi (ca. 1181/1182 – 1226)

Religion der Liebe

CdF_WeissenburgErinnerungstafel an Charles de Foucauld in Wissembourg/Weissenburg im Elsass

…wo man im Gegenteil doch so viel Gutes tun sollte und könnte, verschlimmert man den so beklagenswerten moralischen und intellektuellen Zustand dieser Völker und sieht in ihnen nur ein Mittel für materiellen Gewinn. Was die Eingeborenen an uns Christen, die eine Religion der Liebe bekennen, was sie an den ungläubigen Franzosen, welche die Brüderlichkeit von den Dächern schreien, in Wirklichkeit sehen, ist Nachlässigkeit, Ehrgeiz oder Habsucht und leider fast bei allen Gleichgültigkeit, Abneigung und Härte.

Charles de Foucauld ( 1858 – 1916) in einem Brief an Abbé Huvelin, 1. Januar 1908

 

Mehr über Leben und Wirken hier:

http://www.charlesdefoucauld.de/index.php/cdf-leben-und-wirken/lebenslauf

und hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Foucauld

Liebe, Weisheit und mehr

Wo Liebe ist und Weisheit,
da ist weder Furcht noch Ungewissheit;
wo Geduld und Demut,
weder Zorn noch Aufregung;
wo Armut und Freude,
nicht Habsucht und Geiz;
wo Ruhe und Besinnung,
nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit.

Franz von Assisi (ca. 1181/1182 – 1226) in einer „Mahnung an die Brüder“