Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit dem lebendigen Gott

Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit dem
lebendigen Gott,
ein Geschöpf zu sein im Haus des Gottes des Lebens.

Wie eine Katze, die auf einem Stuhl eingeschlafen ist,
friedlich, in Frieden
und eins mit dem Herrn des Hauses, mit der Herrin,
daheim, daheim im Haus des Lebendigen,
schlafend am Herd und gähnend am Feuer.

Schlafend am Herd der lebendigen Welt,
gähnend daheim vor dem Feuer des Lebens
und die Gegenwart des lebendigen Gottes fühlend
wie eine unerschütterliche Gewissheit,
eine tiefe Ruhe im Herzen,
Gegenwart
des Herrn, der am Tisch sitzt
in seinem eigenen größeren Sein
im Hause des Lebens.

D.H. Lawrence (1885 – 1930)

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Die Tiefe erleben

Dieses Leben ist nicht alles – dahinter ist ein größeres Leben verborgen. Aber eben dahinter! Das kann man nicht gegen dieses Leben finden, doch man stößt darauf, indem man sich tief in dieses Leben einlässt.
Es gleicht einem Meer, voller Wellen. Gleich unter den Wellen verbirgt es sich. Wer aus Angst vor Turbulenzen oder wegen des Durcheinanders die Wellen scheut, hält sich auch vom Meer, vom Ozean, von der eigenen Tiefe fern! Für den, der hineinspringt, verschwinden die Wellen. Er erlebt die Tiefe, die absolute Stille des Ozeans.

Osho (1931-1990)

Tröstung des Geistes

Die Tröstung des Geistes
ist wahr, vollkommen und angemessen.

Sie ist wahr,
weil der Geist die Tröstung
dort erweist, wo sie angemessen ist,
nämlich für die Seele.

Sie ist vollkommen,
weil sie in jeder Bedrängnis tröstet.

Sie ist angemessen,
weil er dort,
wo eine stärkere Bedrängnis herrscht,
eine größere Tröstung verleiht.

Bonaventura von Bagnoreggio / eigentlich Johannes Fidanza (1221 – 1274)

Absolute Stille des Ozeans

Dieses Leben ist nicht alles – dahinter ist ein größeres Leben verborgen. Aber eben dahinter! Das kann man nicht gegen dieses Leben finden, doch man stößt darauf, indem man sich tief in dieses Leben einlässt.
Es gleicht einem Meer, voller Wellen. Gleich unter den Wellen verbirgt es sich. Wer aus Angst vor Turbulenzen oder wegen des Durcheinanders die Wellen scheut, hält sich auch vom Meer, vom Ozean, von der eigenen Tiefe fern! Für den, der hineinspringt, verschwinden die Wellen. Er erlebt die Tiefe, die absolute Stille des Ozeans.

Osho (1931-1990)

Ein Geschenk – keine Last

Wenn wir den Guru als jemanden sehen, der höheres, überlegenes Wissen besitzt, der größer ist als wir, der so außerordentlich mitfühlend ist, uns wirklich seine Aufmerksamkeit zu schenken, dann wird die Übertragung verhindert.
Wenn wir das Gefühl haben, ein mickriges kleines Wesen zu sein, dem ein goldener Becher gereicht wird, dann werden wir von dem Geschenk überwältigt und wissen nicht, was wir damit anfangen sollen. Unser Geschenk wird zu einer Last, weil unsere Beziehung misslich und bedrückend ist.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)

Die Seele weiß alles

Die Seele weiß alles.
Nichts Neues kann sie überraschen.
Nichts ist größer als sie.
Lass andere furchtsam sein,
die Seele aber fürchtet nichts.
Sie lebt ihren eigenen Gesetzen zufolge.
Sie ist größer als der Raum und älter als die Zeit.

Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

Inneres Universum

Das innere Universum, das wahre, ist unendlich viel größer als das äußere, das lediglich eine Schattenprojektion des wirklichen ist. Diese Welt ist weder wahr noch unwahr, sie ist der Schatten der Wahrheit. Die Materie ist lediglich ein zum Ausdruck gebrachter Gedanke.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)