Blick auf die ursprüngliche Gleichheit

Foto: © wak

Seit die Habsucht den Adel der Natur zerstört hat und sich sogar des Gesetzes zur Förderung der Herrschaft des Stärkeren über die Schwachen bedienen kann, ist die Gleichheit des Menschengeschlechts zerstört. Du aber blick auf die ursprüngliche Gleichheit, nicht auf die schließliche Zerreißung.

Gregor von Nazianz (um 329 – 390)

Werbeanzeigen

Ich bin, der ich bin

Wo Gleichheit ist, ist keine Einheit, denn Gleichsein „raubt“ die Einheit; und wo Einheit ist, da ist keine Gleichheit, denn in der Gleichheit ist noch Unterschied und Vielheit enthalten. Wo Gleichheit ist, kann es keine Einheit geben. Ich bin mir nicht „gleich“, ich bin ein und derselbe, der ich bin.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Der größte Segen

„Was ist das Ziel, auf das die Menschheit zustrebt?“ wurde Ramana Maharshi (1870 – 1950) von einem Schüler gefragt.
Er antwortete: „Wahrhafte Gleichheit und Brüderlichkeit sind ihr wahres Ziel, denn dann kann Frieden auf Erden herrschen und die ganze Erde ein Haushalt, eine Familie sein.“
Noch stutzend fragte der Schüler nach: „Ein erhabenes Ziel. Aber wie kann der Menschheit dazu verholfen werden, wenn die Großen Menschen, die Wissenden und Weisen, schweigend in ihren Höhlen sitzen?“
Ramana beruhigte ihn mit den Worten: Ich habe oft gesagt, das Erlangen des Selbst ist der größte Segen für die Gemeinschaft.“

Ich bin, der ich bin

Wo Gleichheit ist, ist keine Einheit, denn Gleichsein „raubt“ die Einheit; und wo Einheit ist, da ist keine Gleichheit, denn in der Gleichheit ist noch Unterschied und Vielheit enthalten. Wo Gleichheit ist, kann es keine Einheit geben. Ich bin mir nicht „gleich“, ich bin ein und derselbe, der ich bin.

Meister Eckhart (1260 – 1328)