Ein Tor in unserer Wesensmitte…

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„O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes“ (Römer 11,33)

Ein Tor in unserer Wesensmitte tut sich auf und wir scheinen durch dieses Tor in unermessliche Tiefen zu fallen, die zwar grenzenlos, aber dennoch uns ganz zugänglich sind. In dieser einen stillen und atemlosen Berührung scheint die ganze Ewigkeit unser geworden zu sein.

Gott berührt uns und diese Berührung ist Leere und macht uns ganz leer. Er bewegt uns mit einer Einfachheit, die uns einfach macht. Alle Vielfalt, alle Kompliziertheit, alles Paradoxe, alle Vielzahl hören auf. Unser Geist schwebt in der Luft eines Verstehens, einer Wirklichkeit, die dunkel und heiter ist und in sich alles enthält.

Thomas Merton (1915 – 1968)

 

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Von dreierlei Meistern

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Das Wort „der Meister“ bezeichnet dreierlei: den Ewigen Meister, den leibhaftigen Meister, den inneren Meister.

Der Ewige Meister, das ist eine Imago des Lebens, das geschaut wird in einem Urbild, einer Idee, einem Archetypus.

Der leibhaftige Meister ist die Verwirklichung dieser Idee in der geschichtlichen Wirklichkeit.

Der innere Meister ist das in einem Menschen als Verheißung, Erfahrung und Auftrag erwachte Potential zur Verwirklichung des Ewigen Meisters in leibhaftiger Gestalt.

„Der Meister“ – sei es als Idee, leibhaftige Wirklichkeit oder innerer Auftrag – „meint“ immer das menschgewordene LEBEN, das überweltliche, sich selbst fortzeugende Leben, in der Welt offenbar geworden in menschlicher Gestalt.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Vom doppelten Ursprung des Menschen. Freiburg/Br. S. 226

Dreierlei Meister

Das Wort „der Meister“ bezeichnet dreierlei: den Ewigen Meister, den leibhaftigen Meister, den inneren Meister.

Der Ewige Meister, das ist eine Imago des Lebens, das geschaut wird in einem Urbild, einer Idee, einem Archetypus.

Der leibhaftige Meister ist die Verwirklichung dieser Idee in der geschichtlichen Wirklichkeit.

Der innere Meister ist das in einem Menschen als Verheißung, Erfahrung und Auftrag erwachte Potential zur Verwirklichung des Ewigen Meisters in leibhaftiger Gestalt.

„Der Meister“ – sei es als Idee, leibhaftige Wirklichkeit oder innerer Auftrag – „meint“ immer das menschgewordene LEBEN, das überweltliche, sich selbst fortzeugende Leben, in der Welt offenbar geworden in menschlicher Gestalt.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Vom doppelten Ursprung des Menschen. Freiburg/Br. S. 226

Symphonie Gott

Dieses Leben ist eine einmalige, unverwechselbare Note in der “Symphonie Gott”. Ich bin da, um diese Symphonie Gott in dieser Struktur, an diesem Platz, zu dieser Zeit, in diesem Augenblick als diese Note zum Klingen zu bringen. Darum bin ich Mensch geworden.

Willigis Jäger (* 1925)

Darum bin ich Mensch geworden

Dieses Leben ist eine einmalige, unverwechselbare Note in der „Symphonie Gott“. Ich bin da, um diese Symphonie Gott in dieser Struktur, an diesem Platz, zu dieser Zeit, in diesem Augenblick als diese Note zum Klingen zu bringen. Darum bin ich Mensch geworden.

Willigis Jäger (* 1925)