Tayata Om Bekandze… – Medizinbuddha-Mantra

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Tayata
Om Bekandze Bekandze
Maha Bekandze
Radza Samudgate Soha

Dies ist ein sehr wichtiges Mantra. Man sagt, es gebe acht Medizinbuddhas, doch dieses Mantra ist das wichtigste von ihnen. Seine Bedeutung ist folgende: TAYATA, wie auch OM, bedeutet das Potenzial des Universums. BAIKAZEYA ist die natürliche Medizin. MAHA ist groß, daher MAHA BAIKAZEYA – große natürliche Medizin. RAZA ist der König, der Herrscher dieser großen natürlichen Medizin. SAMUN GATE SOHA bedeutet: Bitte übertrage mir alle diese großen Kräfte.

In: Rangdro Tobkyi Dorje: Tibetisches Mantraheilen. Die Heilkraft tibetischer Yogis. Darmstadt 2006, S. 73

In einer Übersetzung heißt es:

Mögen all die vielen Lebewesen,
die krank sind,
schnell von ihrer Krankheit erlöst sein.
Und mögen all die Krankheiten dieser Wesen
Niemals wieder auftreten.

Stille: Erfahrung sich erfüllenden Lebens

 

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Es lebt im Menschen ein geheimes Wissen darum, daß die rechte Stille, nach der die Seele sich sehnt, mehr ist als nur das wohltuende Fehlen von Lärm, mehr auch als ein bloßes Gegengewicht an Ruhe gegen Unruhe und Überforderung seines Leibes, auch mehr als die bloße Voraussetzung alles Lebens im Geiste oder als die Bedingung seelischer Gesundheit. Es ist ein Wissen, daß echte Stille grundsätzlich mehr ist als die Voraussetzung oder Bedingung glückhaften Lebens, daß sie vielmehr gleichbedeutend ist mit der Erfahrung sich erfüllenden Lebens selbst! Auch in unserer Zeit ist die Urerfahrung des Menschen noch nicht vollends verschüttet, daß er immer, wo er wahrhaft glücklich ist, still wird, und daß umgekehrt dort, wo er vermag, wahrhaft stille zu werden, das wahre Glück ihm erst aufgeht.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Japan und die Kultur der Stille. Was die Tradition des Ostens uns geben kann. O. Barth-Verlag, 1950

Ich lobe den Tanz!

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Ich lobe den Tanz!
denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge
bindet den Vereinzelten
an die Gemeinschaft.

Ich lobe den Tanz
der alles fordert und fördert:
Gesundheit und klaren Geist
und eine beschwingte Seele.

Tanz ist Verwandlung
des Raumes, der Zeit, des Menschen
der dauernd in Gefahr ist
zu zerfallen ganz Hirn
Wille oder Gefühl zu werden.

Der Tanz dagegen fordert
den ganzen Menschen
der in seiner Mitte verankert ist
der nicht besessen ist
von der Begehrlichkeit
nach Menschen und Dingen
und von der Dämonie
der Verlassenheit im eigenen Ich.

Der Tanz fordert
den befreiten, den schwingenden
Menschen
im Gleichgewicht aller Kräfte.

Ich lobe den Tanz!
O Mensch lerne tanzen,
sonst wissen die Engel
im Himmel mit dir
nichts anzufangen!

Autor unbekannt. Fälschlich Augustinus von Hippo (354-430) zugeschrieben

Mystische Befreiung

„Mystische Befreiung heißt: aus der Umlaufbahn um den Kleinplaneten Ego auszubrechen und die Identität mit der Unendlichkeit des Raumes einzusehen. Um das zu erreichen, haben Mystiker aller Kulturkreise zahlreiche Techniken entwickelt, die je nach Temperament und Beharrlichkeit für den Einzelnen mehr oder weniger geeignet sind. Vier davon seien vorgestellt:

– Fokussierung der Aufmerksamkeit
– Offene Achtsamkeit
– Fokussierung des Denkens
– Zurückweisung des egozentrischen Denkens

Alle vier Methoden werden im Rahmen der Meditation eingesetzt. Zwei davon schulen die Wahrnehmung, zwei nutzen das Denken.“

Diese interessanten Gedanken fand ich hier:

http://www.seele-und-gesundheit.de/spiritualitaet/mystik.html

Wahre geistige Gesundheit

Ein Guru überträgt nicht wirklich spirituell Wesentliches auf uns oder durch uns. Ein Guru erinnert uns einfach daran, dass wahre geistige Gesundheit bereits in uns vorhanden ist.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)

Fünf Prioritäten: Ruhe und Aktivität

Ruhe und Aktivität sollen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Bei der Gestaltung des Alltags können folgende Prioritäten helfen:

1. Genügend Schlaf
Nur ein ausgeschlafener Mensch kann in der Meditation hellwach sein und seine Aufgaben im Alltag erfüllen. Wenn Sie also schauen, wie die Meditation in Ihren Tagesablauf passt, streichen Sie nicht den nötigen Schlaf dafür, sondern überlegen Sie, welche unnützen Tätigkeiten oder ungute Gewohnheiten wegfallen können. Pflegen Sie eine gute Abendkultur.

2. Körper / Gesundheit
Geben Sie Ihrem Körper Bewegung und achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Teresa von Avila sagt: „Sei gut zu Deinem Leib, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“.

3. Gebet (Meditation; Self-awareness)
Ein ausgeschlafener und gesunder Körper kann besser beten. Deshalb steht das Gebet erst an 3. Stelle. Morgens ist für viele die beste Zeit für das Gebet. Die Pflichten nehmen einen noch nicht in Beschlag und der Tag bekommt gleich eine geistliche Ausrichtung.

4. Beziehungen
Die Zeiten für Familie, Freunde etc. müssen nicht lang sein. Schenken Sie den Mitmenschen jedoch dabei ihre volle Aufmerksamkeit. Schenken Sie zweckfreie Zeit. Seien Sie absichtslos da und präsent.

5. Arbeit
Auf Grund der Arbeit sollten die anderen Prioritäten nicht vernachlässigt werden. Das heißt zum Beispiel, dass Sie nicht Ihre Gebetszeit kürzen wegen der Arbeit. Seien Sie bei der Arbeit immer ganz bei der Sache.

 

Leicht bearbeitete Version, der hier gefundenen fünf Prioritäten:

http://haus-gries.de/kontemplativ_leben.html

 

Aufmerksam wurde ich auf die „fünf Prioritäten“ bei einem Vortrag von P. Michael Bordt SJ (Hochschule für Philosophie, München) in Gelsenkirchen

Siehe auch hier:

http://www.blueprints.de/glueck/fuenf-prioritaeten-jesuiten.html