Schweigen: Ort der Leere und Erfüllung

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Das Schweigen wird der Mystik ebenso sehr zum Ort der Leere wie der Erfüllung. Die Einübung in das Schweigen ist nicht das bloße Heraustreten aus dem öffentlichen Gespräch, sondern auch ein Leerwerden, ein Freiwerden vom inneren Reden, vom Lärm des Denkens, der das Wort, das uns gegeben ist, nicht hören lässt. In gesteigerter Form kann die, Unsagbarkeit, sogar, jenseits der Grenze des Sagenkönnens, auf eines verweisen, wo sich das Sprechen verbietet: auf eines, das unantastbar ist, das nicht gesagt, vor der Sprache geschützt werden soll.

Emil Angehrn (*1946)

Oratorium für den Planeten des Lebens

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Vielleicht: eine stille Mitte im Orkan der Materie.
Und – in der stillen Mitte der Materie Gottes Weisheit
Und die Weisheit hatte eine Vision: irgendwo im gewaltigen All
eine kleine Oase des Lebens,
wo Gespräch und Liebe erblühen.

Kurt Marti (1921 – 2017)

Sich entschieden

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Ich habe mich außer für das Engagement, den möglichen Kampf eingeschlossen, dafür entschieden, zu schlafen, zu essen, menschliche Gespräche zu führen, Musik zu hören und so weiter. Ich denke nicht, dass der Welt geholfen wäre, fiele ihr Schicksal ganz in die Hände von Unausgeschlafenen, Hungerschwachen, Glücklosen.

Walter Dirks (1901 – 1991)