Verbunden und gehalten

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Jedes Geschöpf
ist mit einem anderen
verbunden,
und jedes Wesen
wird durch ein anderes
gehalten.

Hildegard von Bingen (um 1098 – 1179)

Den Geist der Stille öffnen

Wenn du deinen Geist der Stille öffnest, in der er seinen Ursprung hat, öffnest du dich deinem wahren Selbst. Bewusste Stille ist schon offen. Du bist schon offen. Lass zu, dass dein Geist aufhört, Informationen zu sammeln, aufhört, sich die Zukunft auszumalen, aufhört, Überlebensstrategien zu entwickeln. Lass deinen Geist einfach von seinem Ursprung gehalten sein. Erkenne, dass die Fähigkeit, dich der Wahrheit deines Seins zu öffnen, immer schon da war.

Gangaji / Antoinette Roberson Varner  (*1942)

Post 1000, Meister Eckhart und mehr…

Vorab: Dies ist Post 1.000.

Deshalb möchte ich mich einem Zitat von Meister Eckhart beginnen:

Wie wunderbar:
draussen stehen wie drinnen,
begreifen und umgriffen werden,
schauen und das Geschaute sein,
halten und gehalten werden:
das ist das Ziel.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Sätze von oder über Meister Eckhart waren es, die für mich im Vorläuferblog aus Anlass des 750. Geburtstages von Meister Eckhart eine Rolle spielten. Danach weitete sich für mich dann mystikaktuell auf den interspirituellen, interkonfessionellen, interreligiösen Aspekt. Um auf jene Essenz aufmerksam zu machen, die Kern des Göttlichen in allen Religionen ist.

Mystikaktuell ist kein kommerzielles Angebot. Die Auswahl der Texte zu diesem Blog ist Teil meiner Morgenmeditation…

Und es sind inzwischen fast 100.000 Zugriffe auf diesen Blog. Das freut mich sehr.

Für einen Blick zurück – und nach vorn – kann man hier noch mal nachlesen:

http://meistereckhart750.wordpress.com/  (Weiterhin als Archiv verfügbar)

Hier noch mal das Editorial von mystikaktuell:
https://mystikaktuell.wordpress.com/mystik-aktuell-editorial/

Und hier so etwas wie ein zweites Editorial:
https://mystikaktuell.wordpress.com/erweiterter-mystikbegriff/

Es ist nicht…

Es ist nicht äußere Wahrnehmung,
es ist nicht innere Erfahrung,
es ist nicht gespanntes Gewahrsein,
es ist nicht Wissen,
es ist nicht Nichtwissen,
noch ist es Wissen selbst.
Es kann weder gesehen noch verstanden werden,
in Grenzen kann es nicht gehalten werden,
unbeschreiblich ist es
und außerhalb des Denkens.
Es ist nicht definierbar,
erfahren kann es nur werden durch eigenes Es-Werden.

Aus den Upanishaden