Ein verschlossener Garten bist Du…

hortusconclususIllustration eines alten Gebetszettels             Foto (c) wak

 

Meine Schwester, liebe Braut, du bist ein verschlossener Garten, eine verschlossene Quelle, ein versiegelter Born .Deine Gewächse sind wie ein Lustgarten von Granatäpfeln mit edlen Früchten, Zyperblumen mit Narden,  Narde und Safran, Kalmus und Zimt, mit allerlei Bäumen des Weihrauchs, Myrrhen und Aloe mit allen besten Würzen. Ein Gartenbrunnen bist du, ein Born lebendiger Wasser, die vom Libanon fließen.

Hoheslied 4,12

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Religion der Liebe

Welche Herrlichkeit!
Ein Garten inmitten der Flammen!
Mein Herz hat sich für jegliche Form geöffnet:
Es ist eine Weide für Gazellen,
und ein Kloster für christliche Mönche,
und ein Tempel für Götzenbilder,
und die Kaaba der Pilgernden,
und die Tafeln der Tora, und das Buch des Korans.
Ich folge der Religion der Liebe:
Welchen Weg die Kamele der Liebe auch einschlagen,
das ist meine Religion und mein Glaube.

Ibn Arabi (1165–1240)

Die Suche gilt Ihm

Die Wünsche dieser Welt, alle Zuneigung und Zärtlichkeit, die wir für Menschen und Dinge hegen, für Mutter, Vater, Geschwister, Freunde, Himmel, Gärten, Paläste, Speisen, Künste und Wissenschaften, sind in Wirklichkeit Schleier. Hinter allem steht in Wahrheit die Sehnsucht nach Gott. Wenn die Menschen aus dieser Welt scheiden und den Geliebten unverhüllt vor sich sehen, erkennen sie, dass alle Suche allein Ihm galt.

Dschalal ad-din Rumi (1207 – 1273)

Die Seele des Menschen dürstet

Die Seele des Menschen dürstet nach Schönheit;
wir suchen sie in allem:
in Landschaft,
Musik,
Kunst,
Kleidung,
Möbeln,
Gärten,
Freundschaft,
Liebe,
Religion
und in uns selbst.

John O’Donohue ( 1954 – 2008)

 

Die Seele des Menschen

Die Seele des Menschen dürstet nach Schönheit;
wir suchen sie in allem. In

Landschaft,
Musik,
Kunst,
Kleidung,
Möbeln,
Gärten,
Freundschaft,
Liebe,
Religion
und in uns selbst.

John O’Donohue ( 1954 – 2008)

Wahrer Gärtner

O Herr Jesus, ohne dich
vermögen wir nichts zu vollbringen.
Du nämlich bist der wahre Gärtner,
Schöpfer, Pfleger und Hüter deines Gartens,
den du mit deinem Wort pflanzt,
mit deinem Geist bewässerst,
mit deiner Macht wachsen lässt.

Guerric von Igny (um 1070/80 – 1157). Der Zisterzienser war ein Zeitgenosse von Bernhard von Clairvaux.

Eins und doppelt

Dieses Baum’s Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwey, die sich erlesen,
Dasz man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwiedern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dasz ich Eins und doppelt bin?

Im „West-oestlichen Divan“ veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe dieses Gedicht „Gingo Biloba“, das er 1815 schrieb .