Rainer Maria Rilke: Herbst

 

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Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke, 11.9.1902, Paris

Die Seele des Menschen dürstet nach Schönheit

Die Seele des Menschen
dürstet nach Schönheit;
wir suchen sie in allem:
in Landschaft,
Musik,
Kunst,
Kleidung,
Möbeln,
Gärten,
Freundschaft,
Liebe,
Religion
und in uns selbst.

John O’Donohue ( 1954 – 2008)