Gäbe es nichts Neues, so würde nichts Altes

Foto: © wak

 

Soll man nicht ungelehrte Leute lehren,
so wird niemals wer gelehrt,
und so kann niemand dann lehren und schreiben.
Denn darum belehrt man die Ungelehrten,
dass sie aus Ungelehrten zu Gelehrten werden.
Gäbe es nichts Neues, so würde nichts Altes.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in: Das Buch der göttlichen Tröstung

Vom Zeitlichen ins Ewige

Anatol Herzfeld: MEMENTO MORI | Foto: © wak

 

Als ob es die Toten gäbe!
Es gibt keine Toten,
es gibt nur Lebende –
auf unserer Erde
und im Jenseits.
Den Tod gibt es.
Aber er ist nur ein Moment,
ein Augenblick,
eine Sekunde,
ein Schritt:
der Schritt vom Vorläufigen
ins Endgültige,
der Schritt vom Zeitlichen
ins Ewige.

Michel Quoist (1921-1997)