Still sitzen. Nichts tun.

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Still sitzen. Nichts tun.
Der Frühling kommt,
und das Gras wächst von selbst.

Matsuo Basho (1644 – 1694)

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen

„Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“, hieß es schon bei Notker von St. Gallen im 8. Jahrhundert. Das hat sich bis heute nicht geändert. Gestorben wird 365/366 Tage im Jahr. Und die Verdrängung geschieht ebenso oft. Dem will eine Seite gegensteuern, auf die ich dieser Tage gestoßen bin. Sie hat mich sehr angesprochen, weil ich die gleichen Beobachtungen gemacht habe wie Judith Peller, die „deintodundich“ ins Leben gerufen hat.

deintodundich.Screenshot: http://www.deintodundich.de/

 

Wach auf, erhebe Dich und folge mir!

Erzähle mir, oh Schwan, Deine alte Geschichte!
Woher kommst Du?
Wohin willst Du fliegen?
Wo wirst Du Dich ausruhen, Schwan?
Und was suchst Du?

Auch diesen Morgen, oh Schwan,
wach auf, erhebe Dich und folge mir!

Da gibt es ein Land,
wo kein Zweifel und keine Sorge regieren,
wo der Terror des Todes nicht mehr herrscht.

Dort blüht der Frühlingswald!
Und der duftende Wohlgeruch „Er ist Ich“ ist geboren im Wind:
Dort taucht die Biene tief ins Herz ein
und verlangt nach keiner anderen Freude.

Kabir  (1440 – 1518)

Eine englischsprachige Übertragung von Rabindranath Tagore (1861-1941)  findet sich hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2012/01/15/awake-arise-and-follow-me/