Es gibt im Grunde nur Gebete…

Die lebensgroße Skulptur des Südtiroler Künstlers Bruno Walpoth zeigt in der Abtei Gerleve den heiligen Josef, der in den Tempel eine Taube bringt. Foto: © wak

Es gibt im Grunde nur Gebete,
so sind die Hände uns geweiht,
dass sie nichts schufen, was nicht flehte;
ob einer malte oder mähte,
schon aus dem Ringen der Geräte
entfaltete sich Frömmigkeit.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

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Das edelste und köstlichste Ding…

Foto: © wak

Das edelste und köstlichste Ding, von dem man sprechen kann, ist die Liebe; man kann nichts Nützlicheres lernen. Gott verlangt weder grosse Vernunft noch tiefe Gedanken, noch grosse Übungen der Frömmigkeit, wenn man auch gute Übungen nie aufgeben soll. Aber allen Übungen gibt erst die Liebe Wert und Würde.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: http://www.viacordis.net

Mystische Verschmelzung

Die umarmende Geschlechtsliebe ist die innigste und reifste erotische Liebesart,
die mystische Frömmigkeit ist die innigste und reifste Religiosität.
Die mystische Verschmelzung von Mann und Weib ist ein Gleichnis dafür, dass wir fähig sind, den Austritt aus der Individualität und den Aufstieg in die Fülle der Ganzheit anschaulich zu erleben.
Die mystische Verschmelzung von Mensch und Gott ist die vollendetste Ausprägung der Liebesreligion.

Walter Schubart  (1897 – † nach 1941 ) in „Religion und Eros“, S. 143