Lebendiges Licht

Foto: © wak

 

Das Licht, das ich sehe, ist nicht räumlich, sondern viel strahlender als eine Wolke, die die Sonne trägt und ich vermag seine Höhe, Länge und Breite nicht zu ermessen. Und es wird mir als Schatten des Lebendigen Lichts bezeichnet. Und wie Sonne, Mond und Sterne im Wasser erscheinen, so strahlen Schriften, Worte, Tugenden und manche Werke der Menschen – in ihm dargestellt – für mich wieder …. Und in demselben Licht erblicke ich zuweilen – nicht oft – ein anderes Licht, das mir als Lebendiges Licht bezeichnet wird. Allerdings bin ich noch viel weniger imstande, auszusagen, wie ich es sehe, als beim vorhergehenden, und doch wird mitunter, während ich es schaue, alle Traurigkeit und aller Schmerz aus meiner Erinnerung genommen, so dass ich mich wie ein einfaches Mädchen verhalte und nicht wie eine ältere Frau.

Hildegard von Bingen (ca. 1098 – 1179)

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Mantren: universale Prinzipien

Das Wort “Mantra” bedeutet “ausgedacht”, erdacht vom Geist; und der Rishi* ist der Seher dieser Gedanken. Sie sind weder der Besitz bestimmter Personen noch der exklusive Besitz irgendeines Mannes oder irgendeiner Frau, wie bedeutend er oder sie auch sein mögen; nicht einmal der exklusive Besitz der größten Geistpersönlichkeiten – der Buddhas oder Christuswesen -, die die Welt hervorgebracht hat.

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Mantras sind ebenso der Besitz der Allerniedrigsten wie sie der Besitz eines Buddha sind, ebenso der Besitz des kleinsten Wurmes, der über die Erde kriecht, wie jener des Christus, denn sie sind universale Prinzipien. Sie wurden nie erschaffen. Diese Prinzipien haben immer existiert; und sie werden weiter existieren. Sie sind nicht-erschaffen – ungeschaffen durch irgendwelche Gesetze, die uns die Naturwissenschaft heute lehrt. Sie bleiben verdeckt und werden entdeckt, existieren jedoch durch alle Ewigkeit in der Natur.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Lebendiges Licht

lichterFoto: © wak

 

Das Licht, das ich sehe, ist nicht räumlich, sondern viel strahlender als eine Wolke, die die Sonne trägt und ich vermag seine Höhe, Länge und Breite nicht zu ermessen. Und es wird mir als Schatten des Lebendigen Lichts bezeichnet. Und wie Sonne, Mond und Sterne im Wasser erscheinen, so strahlen Schriften, Worte, Tugenden und manche Werke der Menschen – in ihm dargestellt – für mich wieder …. Und in demselben Licht erblicke ich zuweilen – nicht oft – ein anderes Licht, das mir als Lebendiges Licht bezeichnet wird. Allerdings bin ich noch viel weniger imstande, auszusagen, wie ich es sehe, als beim vorhergehenden, und doch wird mitunter, während ich es schaue, alle Traurigkeit und aller Schmerz aus meiner Erinnerung genommen, so dass ich mich wie ein einfaches Mädchen verhalte und nicht wie eine ältere Frau.

Hildegard von Bingen (ca. 1098 – 1179)

Mantra – erdacht vom Geist

Das Wort „Mantra“ bedeutet „ausgedacht“, erdacht vom Geist; und der Rishi* ist der Seher dieser Gedanken. Sie sind weder der Besitz bestimmter Personen noch der exklusive Besitz irgendeines Mannes oder irgendeiner Frau, wie bedeutend er oder sie auch sein mögen; nicht einmal der exklusive Besitz der größten Geistpersönlichkeiten – der Buddhas oder Christuswesen -, die die Welt hervorgebracht hat.

Mantras sind ebenso der Besitz der Allerniedriststen wie sie der Besitz eines Buddha sind, ebenso der Besitz des kleinsten Wurmes, der über die Erde kriecht, wie jener des Christus, denn sie sind universale Prinzipien. Sie wurden nie erschaffen. Diese Prinzipien haben immer existiert; und sie werden weiter existieren. Sie sind nicht-erschaffen – ungeschaffen durch irgendwelche Gesetze, die uns die Naturwissenschaft heute lehrt. Sie bleiben verdeckt und werden entdeckt, existieren jedoch durch alle Ewigkeit in der Natur.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

*  Seher oder mythischer Weiser

Freut mich…

… wenn ich – was vorkommt – positive Resonanz auf „mystikaktuell“ bekomme.

So wie diese hier:

frechfrommfrau

Zu lesen stand bei Frech.Fromm.Frau:
>>Zur Zeit ist es wieder stiller auf diesem Blog. Gelegenheit, auf einen anderen zu verweisen, der mich immer wieder inspiriert und fasziniert. Er befasst sich mit der Mystik und stellt unter diesem Gesichtspunkt kurze Impulse aus ganz unterschiedlichen Traditionen und Religionen ein. Sein Name: Mystik aktuell.
Rüberklicken, lesen, verkosten.>>
Mehr hier:

Mutter Gottes in der Sonne

 

MutterGottesinderSonne

Mutter Gottes in der Sonne, Köln um 1390

Im Kölner Schnütgen-Museum fand ich jetzt diese Mariendarstellung, die mir sehr gut gefiel. Im Internet fand ich dann Erläuterungen dazu:

Diese Bildvorstellung hat ihre Wurzeln in der Vision der »Ara Coeli« in der Legenda aurea des Jacobus de Voragine. Dort wird unter Berufung auf Papst Innozenz III. von einer Weissagung der Sibylle auf Veranlassung des Kaisers Augustus berichtet, wonach ihr ein goldener Kreis oder Strahlenkranz um die Sonne erschien >und mitten in dem Kreis die allerschönste Jungfrau, die stand über einem Altar und hielt ein Kind auf ihrem Schoß«; der Ort dieser Weissagung hieß danach Sancta Maria Ara Coeli. Zusammen mit Apokalypse 12,12; »Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet« wurde die Prophezeiung mit Maria gleichgesetzt und als Typus zur Geburt Christ im 15. Jahrhundert etwa in den Tres riches his des Duc de Berry und den Illustrationen des Speculum humane salvationis aufgenommen.

Den kompletten Text von Klaus Arnold finden sie hier:
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/k/keh01006535.txt

Jesu letzte Worte am Kreuz

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“

„Fürwahr, ich sage es dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

„Frau, hier, siehe deinen Sohn und du, siehe deine Mutter.“

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

„Mich dürstet!“

„Es ist vollbracht!“

„Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist!“

Musikalisch umgesetzt hat sie Joseph Haydn in: „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuze“ (Op. 51). Haydn hatte den Wunsch, dass dieses Werk „dem Unerfahrensten den tiefsten Eindruck in seiner Seel erwecket“.

http://www.farao-classics.de/deutsch/katalog/abtodilo.html

Das Foto entstand vor einigen Monaten im Kloster Dalheim:

http://www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim/museum/klostergeschichte/