Richtig Mensch werden

Bô Yin Râ: Unio Mystica

Es wird folglich das Leben dieses Lebenslehrers nur insofern zu betrachten sein, als es beispielhaft, als es paradigmatisch, als es gewissermaßen Krugform gewesen ist, in der sich das Wasser des Lebens ansammeln konnte, um durch das Mittel des Wortes und farbiger Gestaltung den darnach dürstenden Menschen unserer und künftiger Zeitläufte dargeboten zu werden. Mithin wird von diesem Leben nur mittelbar und andeutungsweise, von seinem Sinne jedoch unmittelbar die Rede sein müssen, damit
den Menschen der köstliche Wert dieser Lebensfrucht einleuchte und der Wunsch in ihnen wach werde, sie zu pflücken  und dadurch erst richtig Mensch und bewußt und glücklich zu werden.

Aus: Aufgabe. Einführungskapitel aus „Bô Yin Râ – Leben und Werk“ von Rudolf Schott

Der vollständige Text des Einführungskapitels von Rudolf Schott, das er im Frühjahr 1950 formulierte, ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH IX
CIII. Jahrgang, März 2022, Heft 3 / Thema: Theosophie

Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

Bestellt werden kann die Ausgabe hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Zu den Kunstdrucken mit Arbeiten von Bô Yin Râ hier mehr:

Kraftschwingung sakraler Bilder

Kraftfelder wirken auf den Betrachter unbewusst oder bewusst. Diese „Strahlung“ macht die Sakralkunst aus. Die allgemeine Kunstrezeption bewegt sich weitgehend auf der Wahrnehmungsebene der farbigen Leinwand; es wird diesen Kraftfeldern nicht wirklich Aufmerksamkeit geschenkt, und es ist generell fraglich, ob die moderne Kunstrezeption überhaupt über Sensoren für das Sakrale in der Kunst verfügt. Die Kraftschwingung sakraler Bilder lässt sich nicht nur durch die Betrachtung des Bildes selbst wahrnehmen, sondern es ist möglich, sich dem Kraftfeld durchaus bei geschlossenen Augen auszusetzen.

Aus: Der historische Jakob-Böhme-Bund und der Jacob-Böhme-Bund der Gegenwart (8)

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VIII
CII. JAHRGANG WINTER 2021/2022

Januar 2022: Sakralkunst

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Ein Lied der Jahrtausende

Ramana Maharshi (1879 – 1950) / Foto: Archiv

Shri Ramanas Gedanken sind schön zu lesen. Es ist reinstes Indien, das uns darin entgegentritt, mit seinem Hauch der weltentrückten und -entrückenden Ewigkeit, ein Lied der Jahrtausende, und, wie der Gesang der Grillen in der Sommernacht, aus Millionen Wesen wiedertönend. Diese Melodie ist aufgebaut über dem einen, großen Motiv, das ohne Ermüdung, seine Monotonie in tausend farbige Reflexe verhüllend, sich im indischen Geiste ewig verjüngt, und dessen jüngste Inkarnation eben Shri Ramana selbst ist.

Einführung von C. G. Jung (1875 – 1961) zu Heinrich Zimmer: Der Weg zum Selbst. Lehre und Leben des indischen Heiligen Shri Ramana Maharshi aus Tiruvannamalai. Zürich 1944