Einen neuen Weg finden

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Wenn wir nicht in der Lage sind, einen neuen Weg zu finden, um unsere wahre Natur zu entdecken, könnte die Menschheit zum Verschwinden verurteilt sein. Noch nie in der Geschichte sahen wir uns derart vielen verhängnisvollen Gefahren auf einmal ausgesetzt wie heute. Wir haben die Kontrolle über die Lage verloren. Die ökonomischen, politischen und militärischen Systeme, die wir entwickelt haben, kehren sich gegen uns selbst und zwingen sich uns auf, und wir werden in zunehmendem Maß „entmenschlicht“

Thich Nhat Hanh (*1926)

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Berge sind Berge, Flüsse sind Flüsse

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Bevor ich für dreißig Jahre Zen studiert hatte, sah ich Berge als Berge und Flüsse als Flüsse.
Als ich ein besseres Verständnis entwickelt hatte, kam ich an den Punkt, wo ich sah, dass Berge nicht Berge sind und Flüsse nicht Flüsse.
Aber jetzt, wo ich in der Ruhe beheimatet bin, sage ich: Berge sind wirklich Berge und Flüsse wirklich Flüsse.

Hsing-ssu / Seigen Gyoshi (660 – 740)

Alle Lehren haben auch etwas Gutes…

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Kümmert euch nicht um Lehren, Dogmen, Sekten, Kirchen oder Tempel; sie zählen wenig, wenn wir sie mit der Essenz der Existenz in jedem Menschen – der Spiritualität – vergleichen; und je mehr diese im Menschen entwickelt ist, desto stärker wird er. Eignet euch dies an und kritisiert niemanden, denn alle Lehren und Glaubensüberzeugungen haben auch etwas Gutes…

Ramakrishna Paramahamsa (1836 – 1886)

Essenz der Existenz

Bildquelle: wikimedia / gemeinfrei

Kümmert euch nicht um Lehren, Dogmen, Sekten, Kirchen oder Tempel; sie zählen wenig, wenn wir sie mit der Essenz der Existenz in jedem Menschen – der Spiritualität – vergleichen; und je mehr diese im Menschen entwickelt ist, desto stärker wird er. Eignet euch dies an und kritisiert niemanden, denn alle Lehren und Glaubensüberzeugungen haben auch etwas Gutes…

Ramakrishna Paramahamsa (1836 – 1886)

Die Trendwende hat begonnen

Das alte Paradigma lautete: Wir sind Wesen, die Geist entwickelt haben, durch Verfehlung aber von Gott abgekommen sind.
Das neue Paradigma lautet: Wir sind nie aus Gott herausgefallen. Was wir Gott nennen, entfaltet sich wie ein Fächer in der Evolution. Wir sind eine Epiphanie Gottes. Wir können unsere wahre Natur nur nicht erkennen. Wir sind nicht abgefallen von dieser ersten Wirklichkeit, wie die “Ursünde” uns das deuten will. Wir haben nur vergessen, dass wir aus dieser Wirklichkeit kommen und nie herausfallen können. Wir halten uns für den Strand, der nach dem Meer lechzt. Wir sind das Meer, das mit dem Strand spielt. In dieser Erkenntnis liegt die Zukunft unserer Spezies.

Die Trendwende in den Religionen hat begonnen.

Willigis Jäger (* 1925)

Seligkeit und Frieden

Macht niemanden verantwortlich! Kommen schlechte Zeiten, dann wisst, dass Gott mit euch spielt, und seid froh darüber. Auf Glück folgt Leid. Je höher entwickelt die Seele, um so schneller folgen sie aufeinander. Was wir wollen, ist weder Glück noch Leid. Beide lassen uns unser wahre Wesen vergessen. Beide sind Ketten, eine aus Eisen, die andere aus Gold. Hinter beiden ist der Atman*, der weder Glück noch Leid kennt. Dies sind Zustände, und Zustände verändern sich dauernd. Doch das Wesen der Seele ist Seligkeit und Frieden – unwandelbar. Wir brauchen sie nicht zu erlangen, wir besitzen sie.

* (Der Teil des Menschen, der unsterblich und ewig ist.)

Swami Vivekananda (1863 – 1902)