Finden des geistigen Selbst

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Asiaten wissen, daß die wahrhaft Eingeweihten und Berufenen – denen man in Europa sozusagen nie und in Asien höchst selten begegnet – allein durch ihre stets aufrecht erhaltene Verbindung ihres irdischen Bewußtseins mit der geistigen Welt eine eminent wichtige Aufgabe für die gesamte Menschheit erfüllen, indem sie geistige Kräfte und Schwingungen für ihre weniger empfänglichen Mitmenschen gleichsam übersetzen und umformen, und ihnen damit das Finden des eigenen geistigen Selbst nicht nur erleichtern, sondern überhaupt erst ermöglichen.

Otto Hellmut Lienert (1897 – 1965) in seinem Beitrag: „Joseph Anton Schneiderfranken – Bô Yin Râ“

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IX
CIII. Jahrgang Frühling 2022

Februar 2022: Sakralkunst (2)

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Mühe seine Ohren zu verstopfen

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Im Grunde bedarf es keiner Anstrengung,
um für die innere Stimme empfänglich zu werden.

Eher kostet es Mühe,
seine Ohren derart zu verstopfen,
dass man sie nicht mehr hört.

Bernhard von Clairvaux (* um 1090 – 1153)

Für die innere Stimme empfänglich werden

Im Grunde bedarf es keiner Anstrengung, um für die innere Stimme empfänglich zu werden. Eher kostet es Mühe, seine Ohren derart zu verstopfen, dass man sie nicht mehr hört.

Bernhard von Clairvaux (* um 1090 – 1153)

Erfüllt werden und leer sein

Kein Gefäß kann zweierlei Trank in sich fassen. Soll es Wein enthalten, so muß man notgedrungen das Wasser ausgießen; das Gefäß muß leer und ledig werden. Darum: sollst du göttliche Freude und Gott aufnehmen, so mußt du notwendig die Kreaturen ausgießen.

Sankt Augustinus sagt: „Gieß aus, auf dass du erfüllt werdest. Lerne nicht lieben, auf dass du heben lernst. Kehre dich ab, auf dass du zugekehrt werdest.“

Kurz gesagt: Alles, was aufnehmen und empfänglich sein soll, das soll und muß leer sein. Die Meister sagen: Hätte das Auge irgendwelche Farbe in sich, wenn es wahrnimmt, so würde es weder die Farbe, die es hätte, noch eine solche, die es nicht hätte, wahrnehmen; weil es aber aller Farben bloß ist, deshalb erkennt es alle Farben.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Leer sein

Alles, was aufnehmen und empfänglich sein soll, das soll und muß leer sein. Die Meister sagen: Hätte das Auge irgendwelche Farbe in sich, wenn es wahrnimmt, so würde es weder die Farbe, die es hätte, noch eine solche, die es nicht hätte, wahrnehmen; weil es aber aller Farben bloß ist, deshalb erkennt es alle Farben.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Was aufnehmen soll muss leer sein

Kein Gefäß kann zweierlei Trank in sich fassen. Soll es Wein enthalten, so muß man notgedrungen das Wasser ausgießen; das Gefäß muß leer und ledig werden. Darum: sollst du göttliche Freude und Gott aufnehmen, so mußt du notwendig die Kreaturen ausgießen.

Sankt Augustinus sagt: „Gieß aus, auf dass du erfüllt werdest. Lerne nicht lieben, auf dass du heben lernst. Kehre dich ab, auf dass du zugekehrt werdest.“

Kurz gesagt: Alles, was aufnehmen und empfänglich sein soll, das soll und muß leer sein. Die Meister sagen: Hätte das Auge irgendwelche Farbe in sich, wenn es wahrnimmt, so würde es weder die Farbe, die es hätte, noch eine solche, die es nicht hätte, wahrnehmen; weil es aber aller Farben bloß ist, deshalb erkennt es alle Farben.

Meister Eckhart (1260 – 1328)