Auftun und Hineingehen ist ein Moment

Foto: © wak

Du brauchst ihn nicht zu suchen, nicht da und nicht dort: Er ist nicht entfernter als vor der Türe des Herzens, da steht er und harrt und wartet, wen er bereit findet, der ihm auftue und ihn einlasse. Du brauchst ihn nicht in der Ferne zu rufen: Ihn kommt das Warten, bis du auftust, härter an als dich. Er bedarf deiner tausend Mal mehr als du seiner: Das Auftun und das Hineingehen ist nur ein Moment.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Kehre dich nach innen

Foto: © wak

Kehre dich nach innen,
bis dorthin, wo nichts besteht,
und achte darauf,
dass du nichts einlässt.

Dringe in deine Tiefe ein,
bis dorthin, wo kein Gedanke besteht,
und achte darauf, dass sich keiner erhebt.

Wo nichts ist, ist Fülle,
wo nichts mehr zu sehen ist,
die Schau des Seins,
wo nichts mehr erscheint,
die Erscheinung des wahren Selbst.

Gnanananda (um 1900 – 1974)

In Dein eigenes Herz hineingehen

Foto: © wak

Wenn Du Dir erlaubst, ruhig zu werden, wenn Du Dich auf Deinen Atem einlässt, dann findest Du Dich selbst im Herzen.
Gewöhnst Du Dich an diese Praxis, dann kannst Du einfach auf Deiner Meditationsmatte sitzen und in Dein eigenes Herz hineingehen, in das feinstoffliche Herz, den innersten Kern Deines Seins.

Gurumayi Chidvilasananda (*1955)

Gefunden habe ich das Zitat hier: Vincenzo Kavod Altepost: Grundlegende Gutheit – Innere Freude. Ein beschenktes Leben. lulu.com, 2017, 344 Seiten, 20 € Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Gleichzeitig ganz und zerbrochen sein

Foto: © wak

Beim Heilwerden geht es darum, unsere Herzen zu öffnen, nicht sie zu verschließen. Es geht darum, die Stellen in uns, die Liebe nicht einlassen wollen, weich zu machen.

Heilung ist ein Prozess. Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her zwischen den Mißhandlungen der Vergangenheit und der Fülle der Gegenwart und bleiben immer öfter in der Gegenwart. Es ist das Schaukeln, das die Heilung bewirkt, nicht das Stehenbleiben an einer der beiden Stellen.

Der Sinn des Heilwerdens ist nicht für immer glücklich zu werden, das ist unmöglich. Der Sinn der Heilung ist, wach zu sein und (das eigene) Leben zu leben, nicht bei lebendigem Leibe zu sterben. Heilung hängt damit zusammen, gleichzeitig ganz und zerbrochen zu sein.

Geneen Roth

Mehr über Geneen Roth hier: http://www.hayhouse.com/authorbio/geneen-roth oder hier: http://geneenroth.com/

Sich auf das Nichtstun einlassen…

Sich auf das Nichtstun einlassen,
für Stunden, für Tage,
sich auf das Nichts einlassen,
ohne etwas zu wissen oder zu wollen,
und berührt zu werden
in der Erfahrung des Offenen.

Rani

Mehr hier:

Rani Kaluza
http://www.doingnothing.de
http://www.facebook.com/doingnothingretreats

Die Tiefe erleben

Dieses Leben ist nicht alles – dahinter ist ein größeres Leben verborgen. Aber eben dahinter! Das kann man nicht gegen dieses Leben finden, doch man stößt darauf, indem man sich tief in dieses Leben einlässt.
Es gleicht einem Meer, voller Wellen. Gleich unter den Wellen verbirgt es sich. Wer aus Angst vor Turbulenzen oder wegen des Durcheinanders die Wellen scheut, hält sich auch vom Meer, vom Ozean, von der eigenen Tiefe fern! Für den, der hineinspringt, verschwinden die Wellen. Er erlebt die Tiefe, die absolute Stille des Ozeans.

Osho (1931-1990)