Geistige Umarmung

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Wer sein Herz öffnet, darf nichts auf der Welt ausschließen. Befreiung und Erleuchtung werden allein im Hier und Jetzt gefunden. Wenn wir Gott lieben wollen, müssen wir auch alle seine Geschöpfe lieben lernen – uns selbst mit all unseren Fehlern und Komplexen eingeschlossen.
Diese geistige Umarmung bildet ein Mandala oder einen Erwachenskreis, in dem sich uns alle Aspekte des gegenwärtigen Lebens erschließen.

Jack Kornfield (* 1945) in: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen. Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert. München 2010, S. 198

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Ufer der Zugehörigkeit

Foto: © wak

Wenn die Flammen des Leidens uns verbrennen, leiden wir nicht nur für uns selbst. Obwohl wir uns wie ein Niemand fühlen und eingesperrt im grauen Nichts eingeschlossen sind, waren wir der menschlichen Intimität, so absurd es auch erscheinen mag, vielleicht niemals so nahe wie jetzt. Wenn wir die Kraft empfangen, am Ort des Leidens mutig auszuhalten, vermitteln wir anderen die Gaben, die zur Heilung ihrer Qual beitragen. Durch den Nebel der Verlassenheit zeichnet sich ein neues Ufer der Zugehörigkeit ab.

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit

Beginen: Inmitten des Volkes ein einsiedlerisch-abgeschlossenes Leben

Detail der Abteikirche in Heisterbach  Foto: © wak

„Wir wissen, dass solche Frauen … in weltlicher Weise unter Weltlichen leben, vielen in Klöstern Eingeschlossenen sind sie dennoch an Liebeswerken überlegen: Unter Weltleuten Geistliche, unter Prunksüchtigen enthaltsam, führen sie inmitten des Volkes ein einsiedlerisch-abgeschlossenes Leben“.

Caesarius Heisterbach (ca. 1180 – 1240) über die Beginen

Mehr über ihn hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Caesarius_von_Heisterbach

Mehr zu Beginen und Beginenmystik hier:
https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/08/13/beginen-mystische-autonomie-und-radikale-liebe-mystikkreis-koeln-am-2-september-2018/

Sein Herz öffnen

Wer sein Herz öffnet, darf nichts auf der Welt ausschließen. Befreiung und Erleuchtung werden allein im Hier und Jetzt gefunden. Wenn wir Gott lieben wollen, müssen wir auch alle seine Geschöpfe lieben lernen – uns selbst mit all unseren Fehlern und Komplexen eingeschlossen.

kreiserwachenFoto: © Marlies Schwochow +

Diese geistige Umarmung bildet ein Mandala oder einen Erwachenskreis, in dem sich uns alle Aspekte des gegenwärtigen Lebens erschließen.

Jack Kornfield (* 1945) in: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen. Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert. München 201o, S. 198

Offen sein für das Mysterium

raimonpanikkar

Wir haben die Göttlichkeit zu einem Idol gemacht. Der christliche Gott wurde zu einem Idol. Ich als Theologe kann es nicht genug sagen und betonen: Wir können Gott nicht auf unser Konzept von Gott reduzieren. Wir sollten offen sein für das Mysterium. Dieses ist sozusagen offen für alle Themen. Es kann nicht eingeschlossen werden. Ich kann nicht sagen: Das Mysterium ist hier oder dort. Ein Mysterium ist genau deswegen ein Mysterium. Weil es keinen Inhalt hat.

Raimon Panikkar (1918 – 2010)

 

 

Neues Ufer der Zugehörigkeit

Wenn die Flammen des Leidens uns verbrennen, leiden wir nicht nur für uns selbst. Obwohl wir uns wie ein Niemand fühlen und eingesperrt im grauen Nichts eingeschlossen sind, waren wir der menschlichen Intimität, so absurd es auch erscheinen mag, vielleicht niemals so nahe wie jetzt. Wenn wir die Kraft empfangen, am Ort des Leidens mutig auszuhalten, vermitteln wir anderen die Gaben, die zur Heilung ihrer Qual beitragen. Durch den Nebel der Verlassenheit zeichnet sich ein neues Ufer der Zugehörigkeit ab.

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit