Notwendigkeit Gott neu zu suchen

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Der Mensch ist nicht lange zufrieden mit dem, was ihm diese Zeit als Nahrung bietet. Es müssen sich schließlich Hunger und Durst einstellen, die einige Menschen dazu zwingen werden, nach tieferer Befriedigung zu suchen. Schon jetzt gibt es hier und da Menschen auf der Erde, die aufgehört haben, ein Leben leben zu wollen, das keine Ewigkeit in sich birgt. Sie fühlen die Notwendigkeit, Gott neu zu suchen. Es gibt innerhalb und außerhalb der Kirchen viele solcher Menschen. Das, was sie verbindet, ist, dass Worte und Abstraktionen nichts mehr für sie bedeuten. Vergangene Auffassungen haben nur dann Bedeutung für sie, wenn sie entweder mit ihrer Vorstellung vom Leben übereinstimmen oder aber Basis für eine Weiterentwicklung sind und dadurch ihr Leben kraftvoller machen. Am besten bleiben wir gleich bei denen, die sich, ohne sich in das Gewand einer bestehenden Religion zu hüllen, auf einen einsamen Streifzug begeben; bei denen, die die Fülle des Lebens nicht in Tempeln, Synagogen oder Kirchen suchen, sondern unter Gottes offenem Himmel, bei welchem Wetter auch immer. Mitten in ihrer täglichen gehetzten Existenz haben sie einen Augenblick umher geschaut und das Leben aufs Neue mit derselben tiefen Verwunderung wie der primitive Mensch gesehen. Sie schauen nach dem Leben um sie herum, belauschen seine Schwingungen in sich selbst und fragen sich: »Wer bin ich und woher komme ich? Wohin gehe ich?« Aber sie bekommen keine Antwort.

Johannes Anker Larsen (1874 – 1957) in einem Vortrag in Amersfoort 1927. Zunächst erschienen hier: Vom wirklichen Leben. Drei Vorträge gehalten in Amersfoort, Berlin und Zürich erschienen im mym- Verlag, Berlin, 2004

 

Der vollständige Vortrag ist hier nachzulesen, weitere Vorträge werden noch folgen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 7 | August 2020 | TITELTHEMA: KUNST

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

 

Nicht getrennt

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Alle Menschen sind im Grunde Buddhas, gleich wie Wasser und Eis: Es gibt kein Eis getrennt vom Wasser, gesondert von den Geschöpfen keine Buddhas. Nicht wissend wie nahe ihnen die Wahrheit, suchen die Geschöpfe sie in der Ferne – welch Jammer! Sie gleichen denen, die im Wasser nach Wasser schrein vor Durst.

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)

Es spielt keine Rolle aus welcher Quelle sie Wasser schöpfen

Foto: © wak

 

Ich habe immer wieder betont,
dass es keine Rolle spielt,
aus welcher Quelle
Sie das Wasser schöpfen,
solange es rein ist
und solange das Wasser
den Durst der Menschen löscht.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

 

 

Die eigene Seele finden

Ich lache, wenn ich höre, der Fisch dürstet im Wasser. Du siehst nicht, dass Zuhause die Wirklichkeit ist, und du wanderst von Wald zu Wald lustlos! Hier ist die Wahrheit! Gehe hin, wo immer du willst, nach Benares oder Mathura – wenn du die eigene Seele nicht findest, bleibt dir die Welt unwirklich.

Kabir (1440-1518)

Im Grunde Buddhas

Alle Menschen sind im Grunde Buddhas, gleich wie Wasser und Eis: Es gibt kein Eis getrennt vom Wasser, gesondert von den Geschöpfen keine Buddhas. Nicht wissend wie nahe ihnen die Wahrheit, suchen die Geschöpfe sie in der Ferne – welch Jammer! Sie gleichen denen, die im Wasser nach Wasser schrei’n vor Durst.

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)

Das Nahe nicht sehen

Wie traurig,
dass die Menschen
das Nahe nicht sehen
und die Wahrheit
in der Ferne vermuten –
wie jemand,
der umgeben von Wasser,
laut aufschreit vor Durst –
wie ein Kind aus reichem Hause,
das unter den Armen wandelt

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)

Den Durst der Menschen löschen

Ich habe immer wieder betont,
dass es keine Rolle spielt,
aus welcher Quelle
Sie das Wasser schöpfen,
solange es rein ist
und solange das Wasser
den Durst der Menschen löscht.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

Nächstes Posting am 17. Oktober

Fisch dürstet im Wasser

Ich lache, wenn ich höre,
der Fisch dürstet im Wasser.

Du siehst nicht, dass Zuhause die Wirklichkeit ist,
und du wanderst von Wald zu Wald lustlos!

Hier ist die Wahrheit!
Gehe hin, wo immer du willst, nach Benares oder Mathura –
wenn du die eigene Seele nicht findest,
bleibt dir die Welt unwirklich.

Kabir (1440-1518)

Alle Menschen sind Buddhas

Alle Menschen sind im Grunde Buddhas, gleich wie Wasser und Eis: Es gibt kein Eis getrennt vom Wasser, gesondert von den Geschöpfen keine Buddhas. Nicht wissend wie nahe ihnen die Wahrheit, suchen die Geschöpfe sie in der Ferne – welch Jammer! Sie gleichen denen, die im Wasser nach Wasser schrein vor Durst.

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)