about the dome – 80 Dombilder von Michael Müller-Münker

Michael Müller-Münker: about the dome wurde jetzt im Kölner Tajet-Garden vorgestellt

 

Warum der Dom? Warum nicht?

Auf 132 quadratischen Seiten sind nicht nur über 80 Dombilder in Farbe und S/W von Michael Müller-Münker zu sehen, sondern es kommen auch 5 Menschen zu Wort, die seinen privaten und beruflichen Weg auf unterschiedlichste Art und Weise kreuzten.

Jeder wohnhafte Kölner kennt ihn, sagt vielleicht Stolz „unser Dom“, und ja – er ist von so vielen Orten aus zu sehen und manch einer grüßt ihn bei seiner Rückkehr aus dem Urlaub mit dem wohligen Gefühl des Nachhausekommens.

Dieses Buch zeigt und beschreibt in Bildtiteln ein paar Einblicke, Durchblicke, Ausblicke, Überblicke, Augenblicke, Rückblicke und lädt zum Sehen, Spüren, Schmunzeln oder auch Wundern ein.

Ein paar Einblicke gibt es hier: http://www.mmmfotos.de/dombuch-4/

Textbeiträge von: Wolfgang Heinen, Francesco Strohmenger, Pater Ralf Winterberg, Dr. Tonio Bödiker, Heidrun Barbie, Dr. Claudia Wendland

Der Bildband about the dome (ISBN: 978-3-00-060740-0) kann hier für 35,00 Euro + 3,00 Versandkosten (innerhalb Deutschlands) unter Angabe von Name und Adresse bestellt werden:

contact@mmmfotos.de

Und in ausgewählt  guten Buchhandlungen natürlich…

 

Werbeanzeigen

Der Hasen und der Löffel drei…

Illustration aus dem u.a. Textdokument aus Paderborn

 

Der Hasen und der Löffel drei,
und doch hat jeder Hase zwei.

Aus Asien und China über Rom soll das Motiv der drei Hasen nach Europa gekommen sein, im spätgotischen Kreuzgang des Doms von Paderborn dann in das „Drei-Hasen-Fenster“. Das Symbol für die Dreieinigkeit Gottes (Vater, Sohn, Heiliger Geist / Trinität) ist ihm wohl erst später zugesprochen worden im Zusammenhang einer christlichen Zahlenmystik. Die ursprüngliche Bedeutung soll unklar sein.

Ausführlicher beschrieben findet sich etwas zur Geschichte hier:

https://www.paderborn.de/freizeit/download/Hasengeschichte.pdf

Im ehemaligen Zisterzienserkloster Haina findet sich das Motiv auf der sogenannten „Hasenglocke“…

Martin Buber: Alles erfahren

juedischerfriedhofinwormsJüdischer Friedhof in Worms                                                            Foto (c) wak

„Ich lebe nicht fern von der Stadt Worms, an die mich auch eine Tradition meiner Ahnen bindet; und ich fahre von Zeit zu Zeit hinüber. Wenn ich hinüberfahre, gehe ich immer zuerst zum Dom. Das ist eine sichtbar gewordene Harmonie der Glieder, eine Ganzheit, in der kein Teil aus der Vollkommenheit wankt. Ich umwandle schauend den Dom mit einer vollkommenen Freude. Dann gehe ich zum jüdischen Friedhof hinüber. Der besteht aus schiefen, zerspellten, formlosen, richtungslosen Steinen. Ich stelle mich darein, blicke von diesem Friedhofgewirr zu der herrlichen Harmonie empor, und mir ist, als sähe ich von Israel zur Kirche auf. Da unten hat man nicht ein Quentchen Gestalt; man hat nur die Steine und die Asche unter den Steinen. Man hat die Asche, wenn sie sich auch noch so verflüchtigt hat. .. Ich habe da gestanden, war verbunden mit der Asche und quer durch sie mit den Urvätern. Das ist Erinnerung an das Geschehen mit Gott, die allen Juden gegeben ist. Davon kann mich die Vollkommenheit des christlichen Gottesraums nicht abbringen, nichts kann mich abbringen von der Gotteszeit Israels. Ich habe da gestanden und habe alles selber erfahren, mir ist all der Tod widerfahren: all die Asche, all die Zerspelltheit, all der lautlose Jammer ist mein; aber der Bund ist mir nicht aufgekündigt worden. Ich liege am Boden, hingestürzt wie diese Steine. Aber gekündigt ist mir nicht. Der Dom ist, wie er ist. Der Friedhof ist, wie er ist. Aber gekündigt ist uns nicht worden.“

Martin Buber (1878 – 1965) in: Theologische Blätter 12(1933) 272f.

 heiligersandGedenktafel am Wormser Judenfriedhof „Heiliger Sand“        Foto (c) wak

Mehr zur Geschichte des Friedhofes „Heiliger Sand“ – ältester erhaltener jüdischer Friedhof in Europa – hier:

http://www.alemannia-judaica.de/worms_friedhof.htm#Zur%20Geschichte%20des%20Friedhofes%20%22Heiliger%20Sand%22