Bild

Das Auge, mit dem ich Gott sehe…

Werbeanzeigen

Weder Entfernung noch Fremdheit

Es ist zwischen Gott und der Seele
weder Entfernung noch Fremdheit,
daher ist die Seele
nicht nur gleich mit Gott –
sondern sie ist dasselbe wie Er.

Meister Eckhart (1260–1328)

Wo alle Dinge eins sind

Erkenntnis kommt von Vergleichen. Weil also die Seele eine Möglichkeit hat, alle Dinge zu erkennen, darum ruht sie nimmer, bis sie in das erste Bild kommt, wo alle Dinge eins sind, und da ruht sie, das ist in Gott. In Gott ist keine Kreatur von anderm Rang als die andre. Die Meister sagen: Wesen und Erkenntnis sind ein und dasselbe.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Völlig gelassen sein

Drei Dinge sind es, die uns daran hindern, das ewige Wort zu hören. Das erste ist Stofflichkeit, das zweite Mannigfaltigkeit, und das dritte ist Zeitlichkeit. Wäre der Mensch über diese drei Dinge hinausgeschritten, dann wohnte er in der Ewigkeit und im Geiste und in der Einheit und in der Wüste, und dort hörte er das ewige Wort. Nun spricht unser Herr: “Niemand hört mein Wort noch meine Lehre, er habe denn sich selbst gelassen.” Denn wer Gottes Wort hören will, der muss völlig gelassen sein. Das, was da hört und das, was da gehört wird im ewigen Wort, das ist ein und dasselbe.

Meister Eckhart (1260 – 1328)