Worte, die heilen können – Bibliotherapie aus buddhistischem Geist

Foto: © wak

Buddhistische Sutren, Mantren, Koans und Zen-Geschichten – inwiefern können Worte heilende Begleiter und Helfer sein auf dem weglosen Weg und damit auch auf dem Weg, sich selbst zu heilen? Nachfolgend ein unorthodoxer Blick auf jene “Arsenale der Seelenmedizin”, auf die heute die Bibliotherapie zurückgreift. Auch über das gesprochene oder geschriebene Wort können wir uns selbst erkennen, gestalten und entfalten. Und es können sich uns ungeahnte Lösungen unserer Lebensprobleme auftun

Der Name „Bibliotherapie“ ist aus den griechischen Worten für Buch (biblion) und Heilung (therapeia) zusammengesetzt. Der Begriff wird dem Pfarrer Samuel McChord Crothers zugeschrieben, der ihn 1916 in einem Artikel über diese therapeutische Methode verwendete. Heute ist sie im Bereich der Gestalttherapie angesiedelt. Was Bibliotherapie meint, hat eigentlich bereits eine lange Tradition. Schon Griechen und Römer betrachteten ihre Bibliotheken als „Arsenale der Seelenmedizin“, und Aristoteles sagte in seiner Poetik, dass die Tragödie einen kathartischen – also geistig-seelisch reinigenden – Effekt auf das Publikum hat. Im Kairoer Al-Mansur Hospital empfahl man schon 1272 Lesungen des Korans als Teil der allgemeinmedizinischen Behandlung. Und 1810 wurde die heilende Wirkung des Lesens von Benjamin Rush auch für psychisch Kranke empfohlen.

Innere Beteiligung

Die Bibliotherapie geht von vier Annahmen aus, die den Menschen und seine Persönlichkeit betreffen:

  • der Mensch ist seinem Wesen nach schöpferisch;
  • sein Leben vollzieht sich aus dem Dialog heraus;
  • gestalteter sprachlicher Ausdruck ist eine Grundeigenschaft des menschlichen Wesens und Teil seiner Entwicklung;
  • das emotionale Leben ist zentral für seine Gesundheit.

Warum Bibliotherapie wirkt, hat bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts L. Rosenblatt so zusammengefasst: „Über die Bücher kann der Leser seine eigene Natur erforschen, er kann in sich selbst Gedanken- und Gefühlskräfte entdecken, er kann klarere Perspektiven erlangen, Ziele und einen Sinn für Richtung entwickeln, die äußere Welt ergründen, andere Persönlichkeitsstrukturen und andere Lebenswege erforschen. Befreit von den Fesseln von Zeit und Raum, kann er die ganze Breite der sozialen und zeitlichen Alternativen durchstreifen, die andere imaginiert und geschaffen haben.“

Als konkrete Einsatzmöglichkeiten der Bibliotherapie werden heute unter anderem Lebenshilfe, Unterstützung der Individuation, Bewältigung von Ängsten aller Art, Selbsterkenntnis sowie die Überwindung von Krisen genannt.

Vor allem die innere Beteiligung des Lesers ist für Bibliotherapie von großer Bedeutung. Das zeigt beispielsweise Clemens Kuby, dessen Film und Buch „Unterwegs in die nächste Dimension“ der Frage nachgeht, auf welchem Prüfstand die Wirkkraft von Spiritualität sichtbar wird. Seine Antwort darauf ist: Heilen. Und er gibt eine einleuchtende Erklärung dafür, die sich auf die Erkenntnisse von Gehirnforschung und Neurophysiologie stützt: „Die wichtigste Eigenschaft des Gehirns ist es, die eigene Wirklichkeit zu erschaffen. Dafür nimmt es über 90 Prozent der Informationen aus dem eigenen Fundus und nicht über die Sinnesorgane von außen auf. Also muss das, was für wahr gehalten wird, bei jedem etwas anderes sein. Das Gehirn weist den an sich bedeutungsfreien neuronalen Prozessen die Bedeutung erst zu.“ Und damit geht es für den Menschen auch darum, jene Prozesse auszulösen, die zur (Selbst)-Heilung führen können.

 Als Buddha krank war…

Buddha spricht bereits in seiner ersten Predigt in Benares von der „heiligen Wahrheit vom Leiden“, das es zu überwinden gilt, vom Leiden, das durch Geburt, Krankheit, Alter, Gram, Trennung entstanden ist. Der Mensch kann aber, wenn er das Leiden erkennt, durch das Beschreiten des achtfachen Pfades (rechte Ansicht, rechter Entschluss, rechte Rede, rechtes Verhalten, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit und rechte Meditation) davon befreit werden.

Schon eine frühe Geschichte buddhistischer Tradition berichtet von einer Heilung. Als Buddha einmal krank war, bekam er Besuch. Er bat seinen Besucher, dass er ihm die sieben Erleuchtungsglieder rezitiert:

  • Achtsamkeit
  • Untersuchung der Dinge,
  • Streben,
  • Freude,
  • Ruhe,
  • meditative Versenkung,
  • Gleichmut.

Nachdem er gut zugehört hatte und nicht nur die Rezitation seines Gastes, sondern auch die Lehre lobte, geschah es – da „… war der Erhabene von dieser Krankheit genesen.“ Soweit die Überlieferung.

Von der Magie des Wortes

Mit großer Wertschätzung spricht Lama Anagarika Govinda von der „Magie des Wortes und der Macht der Sprache“. Gerade die irrationale Eigenschaft der Worte ist es, „die unsere tiefsten Gefühle erregt, unser innerstes Wesen erhebt und es mitschwingen lässt mit anderen.“ In dem „Augenblick, wo wir eine Erscheinung in ihrer ganzen Tiefe und Fülle sehen und verstehen, verliert sie ihre Furchtbarkeit. Die Kräfte der Tiefe – wie alle Kräfte der Natur – sind von sich aus weder zerstörerisch noch aufbauend: Wir selber sind es, die sie zu dem einen oder anderen machen bzw. ihnen diese Bewertung unterschieben. Wichtig ist, was wir sehend erkennen, d.h. nicht intellektuell konstruieren, sondern ganzheitlich erfahren und erleben.“

Als ein Vermittler der heilenden Kraft von Worten wird Manjusri – „der von lieblicher Schönheit“ – gesehen. Er wird als Bodhisattva der Weisheit verehrt. Dem Heilssucher, so heißt es, hilft er dadurch, dass er ihm das Verständnis der buddhistischen Schriften verleiht und die Gedächtniskraft, sie im Wortlaut auswendig zu behalten. Mit dem Flammenschwert, einem seiner beiden Attribute, zerstört Manjusri die Unwissenheit und bringt so Licht in die Finsternis. Mit dem Buch, seinem zweiten Attribut, schafft er Geistesaktivität und ermöglicht neuen Anfang. Manjusri lobt im Bhaisajya-guru-Sutra den Buddha mit der Anrufung:

„O Herr, Meister des Heilens, Buddha im Lapislazuli-Glanz.“

Er weckt damit nicht nur die göttlichen Heilkräfte des Buddha, sondern auch dessen schützende Fähigkeiten. Doch was hat es genauer auf sich mit Koans, Zen-Geschichten, Mantren und Sutren?

Koans – Anstöße zur Erkenntnis

Wörtlich bedeutet Ko-an Urkunde oder gesetzliche Verordnung. Im übertragenen Sinn ist damit aber gemeint: „Ort, an dem die Wahrheit ist.“ Heute wird mit Koan vor allem die Anekdote eines Meisters, eine Feststellung oder Frage gemeint. Koans sind ein Mittel, den „Geist für die Wahrheit des Zen“ zu eröffnen. Die Meditation über ein Koan führt dazu, den Intellekt zu überschreiten und die nichtduale Natur der Wirklichkeit zu erfahren. Koans werden dem Zen-Schüler vom Lehrer gegeben, um ihn zur Erkenntnis zu bringen und ihm zu helfen, sein Verständnis zu vertiefen. Das immer wieder neue Fragen des Schülers löst jenen inneren Zweifel aus, der dazu führt, Hergekommenes und Überholtes nicht mehr gelten zu lassen und damit die Öffnung für grundlegend neue Erfahrungen zu ermöglichen, die als Erleuchtung bezeichnet wird. Nachfolgend eines der ältesten Koans, der Dialog zwischen dem sechsten Patriarchen und dem Mönch Ming: Der Patriarch antwortete auf die Frage des Mönchs Ming, was Zen sei: „Wenn dein Geist nicht im Zwiespalt von Gut und Böse weilt, was ist dann dein ursprüngliches Antlitz, bevor du geboren warst?“ Mit dieser Frage wird der Mönch aufgefordert, seinem inneren Selbst zu begegnen. Ein anderes Koan berichtet von Meister Hakuin: Hakuin klatschte in die Hände. Nachdem er sich schweigend erhoben hatte, fragte er „Hörst du die Stimme der einen Hand?“ In der Praxis wird heute ein Stamm von rund 500 Koans verwandt, die für die innere Schulung als besonders geeignet angesehen werden. Insgesamt gibt es eine Sammung von etwa 1.700 klassischen Koans.

Selbstentdeckung durch Zen-Geschichten

Auch Zen-Geschichten gehören zum literarischen Repertoire, das im Rahmen von Bibliotherapie genutzt werden kann. Denn Zen-Geschichten sind Geschichten über Selbstentdeckungen, die dem Ziel dienen, das Bewusstsein zu öffnen. Nimmt man sie ernst, kommt man zum Zen ohne Umwege. Denn Zen zeigt sich „im täglichen Leben, als Bewusstsein in Aktion“, wie Paul Reps schreibt. „Die eigentliche Absicht der Zen-Geschichten besteht nicht darin, Ereignisse der Vergangenheit zu dokumentieren, sondern eine aktuelle Wirkung auf den Leser auszuüben. Das ist ihre historische Dimension“, sagt Thomas Cleary, der ebenfalls eine Sammlung von Zen-Geschichten veröffentlicht hat. Ein charakteristisches Beispiel ist wohl diese Geschichte: Ein junger Mann suchte einen Zen-Meister auf. „Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Befreiung erlangt habe?“ „Vielleicht zehn Jahre“, entgegnete der Meister. „Und wenn ich mich besonders anstrenge, wie lange dauert es dann?“, fragte der Schüler. „In dem Fall kann es zwanzig Jahre dauern“, erwiderte der Meister. „Ich nehme aber wirklich jede Härte auf mich. Ich will so schnell wie möglich ans Ziel gelangen“, beteuerte der junge Mann. „Dann“, erwiderte der Meister, „kann es bis zu vierzig Jahre dauern.“

Mantren – Türöffner zur Wirklichkeit

Aus der Sanskrit-Wurzel „man“ für denken und der Silbe „tra“, was Mittel, oder Werkzeug, oder bewirkende Kraft bedeutet, setzt sich das Wort Mantra zusammen. Richard B. Applegate bezeichnet Mantren als „Werkzeug für den Geist“. Durch das rezitieren von Mantren „erweckt der Gläubige die in ihren Schwingungen enthaltenen magischen heilswirksamen Kräfte in seinem eigenen Bewusstsein“, sagt das „Lexikon des Buddhismus“. Mantren werden als “die lautliche Realisation von Gottheiten angesehen und durch die Wandlung heilswidriger Verdunkelungen sollen sie der Harmonisierung von Körper und Geist dienen.“ In der Rangfolge gleich nach der Meditation ist „die Wiederholung des Mantras wahrscheinlich die wirksamste aller spirituellen Techniken, die als Teil der gesamten Bemühungen um ein geistiges Leben eingesetzt werden. Die Meditation setzt beständige Anstrengungen und Willenskraft voraus. Das Mantra erfordert nichts dergleichen“, betont Eknath Easwaran. Denn er weiß: „Auf dem Weg des Mantras wird der ganze Mensch berührt und nicht nur der Verstand. Das Verstehen, das ein Mantra auslösen kann, ist viel umfassender als intellektuelles Begreifen. Alle Frequenzen, die Ihren Organismus, Ihre Gefühlswelt und Ihr Bewusstsein ausmachen – vom physischen Körper über den Emotionalkörper bis hin zum Höheren Selbst – werden im Idealfall durch das Mantra angeregt und ins Gleichgewicht gebracht.“ Inhaltliche Schwierigkeiten mit der allzu komplex erscheinenden Struktur von Sanskrit-Texten muss man seiner Meinung nach nicht haben. „Das Rezitieren von Sanskrit-Mantras zeigt auch dann seine positiven Effekte, wenn wir den Inhalt und die Symbolik der Wörter nicht bis ins Detail deuten und mit dem Verstand erfassen können.“

Das wohl älteste und am weitesten verbreitete Mantra ist das aus Tibet stammende: „Om mani padme hum“ beziehungsweise „Om mani peme hung“, das „Juwel im Lotos“ heißt. Dieses Mantra, das die Kraft des Mitgefühls (Bodhisattva Avalokiteshvara / Chenresi) verkörpert, ist ein Ausdruck für die Liebe zu allen Lebewesen und drückt den Wunsch nach Befreiung und Erlösung aus, dem Wohl aller zu dienen.

Ein anderes bedeutendes Mantra ist das „Om ah hum“, mit dem die drei Ebenen der Wirklichkeit dargestellt werden. die universelle Wirklichkeit, die ideale und die individuelle. Nach Lama Anagarika Govinda entsprechen sie dem Scheitel-, dem Kehlkopf- und dem Herz-Chakra. Andere Deutungen sehen im „Om“ den Buddha des grenzenlosen Lichts und des Erbarmens (Amithaba), bei „ah“ den Bodhisattva des Mitgefühls Avalokiteshvara und mit „hum“ Padmasambhava, der den tibetischen Buddhismus begründete und wie ein Buddha verehrt wird.

„Om ah hum“ will dabei helfen, Polarisierungen zu überwinden und das Unbegrenzte im Begrenzten zu sehen, das Heilige im Alltäglichen.

Sutren – Lehrer der Aufmerksamkeit

Die Rezitation der Sutren hat ebenfalls eine aktive, dynamische Dimension. Die inhaltliche Bedeutung der Sutren hat bei der Rezitation keine allzu wesentliche Funktion. Es ist dagegen vor allem die Schulung von Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen, die der Rezitierende lernt. Das Ergebnis ist frappierend. Denn beim Rezitieren wird die tiefe innere Verbindung erkannt, die innere und äußere Welt eins werden lässt.

Als Beispiel hier ein Ausschnitt aus dem Herz-Sutra:

“Wenn unser wahres Selbst sich furchtlos prüft und Achtsamkeit übt, entdeckt es, dass unsere Überzeugungen, Charaktermängel und Krankheiten leer und ohne wirkliche Existenz sind… Alles ist gut. Deshalb solltest du die Wahrheit über die Gesundung des wahren Selbst kennen, die Wahrheit, die lehrt, dass niemals eine Wahrheit zu finden war, die Wahrheit, die lehrt, dass niemals eine Wahrheit zu verlieren war, die transzendente und weltliche Wahrheit, die Wahrheit, die allein bestätigt, gegen die alles andere Leugnung ist. Die Wahrheit, die du so lange vor dir selbst verborgen hast und die du jetzt eingestehen kannst: Wahres Selbst! Ich kenne dich jetzt!”

Das sind Sätze, die es nicht nur ermöglichen, enormen Druck wegzunehmen, sondern die auch Genesung, Gesundung möglich werden lassen.

Worte – die Wahrheitsleitern

Ekai warnte schon früh: „Worte können nicht alles beschreiben. Des Herzens Botschaft lässt sich nicht in Worte fassen. Wer Worte wörtlich nimmt, ist verloren. Wer mit Worten zu erklären versucht, kann keine Einsicht ins Leben gewinnen.“ Und er warnt damit davor, Worte zu Bewusstseinsfallen werden zu lassen. Zu achten ist also darauf, nicht die Worte an sich, sondern die Worte in ihrer Be-Deutung ernst zu nehmen. Gelingt dies, können aus einer Folge von Buchstaben aus dem Alphabet Worte der Transzendenz werden, Worte des Überschreitens der Grenzen unserer Erfahrungen und unseres diesseitigen Bewusst-Seins. Und heilende Worte werden so zu einer Leiter des wirklichen, weil spirituellen Lebens, zu einer Lebens-Leiter: „Man muss eine Leiter erschaffen“, sagt Osho. „Man geht höher oder tiefer, was letztendlich das Gleiche ist. Wenn du höher gehst, gehst du tiefer. Wenn du tiefer gehst, gehst du höher. Aber du beginnst, dich in einer ganz neuen Dimension zu bewegen.“

© Werner Anahata Krebber

Literatur:

Ash, Mel: Das Zen der Gesundung. Spirituelle und therapeutische Techniken auf dem Weg von Abhängigkeit zur Freiheit. München 1997;
Birnbaum, Raoul: Der Heilende Buddha. Eine Einführung in das psychosomatische Heilsystem des Buddhismus. Bern/München 1982;
Easwaran, Eknath: Mantram. Hilfe durch die Kraft des Wortes. Freiburg/Br 52000;
Krebber, Werner: Der Weg zum Selbst. Vom Weg in die Zukunft auf den Spuren der Mystik. In: connection special 68 “Der neue Mensch”, Niedertaufkirchen 2003;
Krebber, Werner: Worte die das Herz öffnen. Vorboten und Wegweiser zur Heilung. In: connection special 72 “Aufbruch in den Religionen”, Niedertaufkirchen 2004;
Oehme, Anja: Möglichkeiten und Grenzen bibliotherapeutischer Arbeit für den Literaturunterricht unter Berücksichtigung von Prävention bzw. Abbau von Verhaltensstörungen. Online: http://www.foepaed.net/index.php/volltexte2/67-bibliotherapie;
Lipsett, Peter R.: Wege zur Transzendenzerfahrung. Münsterschwarzach 1992;
Petzolt, Hilarion; Orth, Ilse (Hg.) Poesie und Therapie. Über die Heilkraft der Sprache. Paderborn 1985;
Reps, Paul: Ohne Worte – ohne Schweigen. 101 Zen-Geschichten und andere Zen-Texte aus vier Jahrtausenden. Bern/München/Wien 1976;
Schumann, Hans Wolfgang: Handbuch Buddhismus. Die Zentralen Lehren: Ursprung und Gegenwart. Kreuzlingen/München 2000

Advertisements

Interkultureller Kalender 2019

Screenshot des Interkulturellen Kalenders aus Berlin. Ihn gibt es in der Version einer graphischen Darstellung – wie hier – oder auch als Leseversion.

Verzeichnet sind die religiösen Feste aus Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus, von Sikhs und von Baha’i

https://www.berlin.de/lb/intmig/_assets/service/kalender/interkult_kal_2019_web.pdf

https://www.berlin.de/lb/intmig/_assets/service/kalender/interkult_kal_2019_leseversion_bf.pdf

12. August 2018 – Thomas Merton im Mystik-Kreis Köln

„In gewissem Sinne sind wir immer Reisende, und wir reisen, als wüssten wir nicht, wohin wir gehen. In einem anderen Sinn sind wir schon angekommen. Wir können uns Gott in diesem Leben nie ganz zu eigen machen, und deshalb reisen wir, reisen in der Dunkelheit. Doch durch die Gnade ist er bereits unser, und darum sind wir in diesem Sinne schon angekommen und leben im Licht. Doch ach! Wie weit muss ich gehen, um dich zu finden, in dem ich längst angekommen bin!“ – Thomas Merton

Um Thomas Merton geht es bei der Veranstaltung Mystik hier und jetzt – Thomas Merton: Mönch, Poet, Rebell am 12. August 2018 in Köln.

Als Mönch, Poet und Rebell war Thomas Merton (1915 – 1968) eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Katholizismus des 20. Jahrhunderts. Er hat die Praxis christlicher Kontemplation und Mystik mit vielen Ausführungen bereichert. Als Partner im interreligiösen Dialog zwischen Buddhisten und Christen nahm er eine führende Rolle ein. Seine über 60 Bücher wurden weltweit zu Bestsellern. Als Novizenmeister von Ernesto Cardenal war seine poetische Kraft ebenso stark gefragt wie seine aktive Rolle in der Friedensbewegung der Vereinigten Staaten gegen den Krieg in Vietnam. In seiner Autobiographie „Der Berg der sieben Stufen“ hat er seinen Weg in das Kloster der Trappisten in Gethsemane beschrieben. In der „Weisheit der Stille“ ging er den Fragen um Mystik, Zen und Buddhismus nach. In seinem Buch „Christliche Kontemplation“ zeigte er wegweisend seine Sicht des spirituellen Weges. Mit der Tradition der Wüstenväter befasste er sich ebenso wie mit der Mystik in Taoismus, Hinduismus oder bei den Sufis.

Spannungsvoll und anregend, am 12. August von ihm zu hören und ihn selbst zu Wort kommen zu lassen.

Damit Rani Kaluza und ich, Werner A. Krebber,  planen können, Anmeldungen bitte bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Herzliche Einladung zu Thomas Merton im Mystik-Kreis hier und jetzt

12. August Thomas Merton: Mönch, Poet und Rebell

Als Mönch, Poet und Rebell war Thomas Merton (1915 – 1968) eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Katholizismus des 20. Jahrhunderts. Er hat die Praxis christlicher Kontemplation und Mystik mit vielen Ausführungen bereichert. Als Partner im interreligiösen Dialog zwischen Buddhisten und Christen nahm er eine führende Rolle ein. Seine über 60 Bücher wurden weltweit zu Bestsellern. Als Novizenmeister von Ernesto Cardenal war seine poetische Kraft ebenso stark gefragt wie seine aktive Rolle in der Friedensbewegung der Vereinigten Staaten gegen den Krieg in Vietnam. In seiner Autobiographie „Der Berg der sieben Stufen“ hat er seinen Weg in das Kloster der Trappisten in Gethsemane beschrieben. In der „Weisheit der Stille“ ging er den Fragen um Mystik, Zen und Buddhismus nach. In seinem Buch „Christliche Kontemplation“ zeigte er wegweisend seine Sicht des spirituellen Weges. Mit der Tradition der Wüstenväter befasste er sich ebenso wie mit der Mystik in Taoismus, Hinduismus oder bei den Sufis.

Spannungsvoll und anregend, am 12. August von ihm zu hören und ihn selbst zu Wort kommen zu lassen.

Damit wir planen können, Anmeldungen bitte bis zum 5. August bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

 

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Infos auch hier:

https://www.facebook.com/events/238832836917272/

 

Organisatorisches:

Achtung: Ausnahmsweise treffen wir uns dieses mal am zweiten Sonntag im Monat; sonst an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt, bitte vorher anmelden. – Kostenbeitrag 15,– Euro

Mystik hier und jetzt: Thomas Merton (1915 – 1968) – Mönch, Poet und Rebell – 12. August 2018

Als Mönch, Poet und Rebell war Thomas Merton (1915 – 1968) eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Katholizismus des 20. Jahrhunderts. Er hat die Praxis christlicher Kontemplation und Mystik mit vielen Ausführungen bereichert. Als Partner im interreligiösen Dialog zwischen Buddhisten und Christen nahm er eine führende Rolle ein. Seine über 60 Bücher wurden weltweit zu Bestsellern. Als Novizenmeister von Ernesto Cardenal war seine poetische Kraft ebenso stark gefragt wie seine aktive Rolle in der Friedensbewegung der Vereinigten Staaten gegen den Krieg in Vietnam. In seiner Autobiographie „Der Berg der sieben Stufen“ hat er seinen Weg in das Kloster der Trappisten in Gethsemane beschrieben. In der „Weisheit der Stille“ ging er den Fragen um Mystik, Zen und Buddhismus nach. In seinem Buch „Christliche Kontemplation“ zeigte er wegweisend seine Sicht des spirituellen Weges. Mit der Tradition der Wüstenväter befasste er sich ebenso wie mit der Mystik in Taoismus, Hinduismus oder bei den Sufis.

Spannungsvoll und anregend, am 12. August von ihm zu hören und ihn selbst zu Wort kommen zu lassen.

Damit wir planen können, Anmeldungen bitte bis zum 5. August bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

 

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Infos auch hier:

https://www.facebook.com/events/238832836917272/

 

Organisatorisches:

Wir treffen uns normal an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt, bitte vorher anmelden. – Kostenbeitrag 15,– Euro

Mystik-Kreis zu „Die Wolke des Nichtwissens“

1. Juli 2018 – 10 – 15 h „Die Wolke des Nichtwissens“

„Die Wolke des Nichtwissens“, entstanden in englischer Volkssprache im späten 14. Jahrhundert, ist ein „Klassiker“ der mystischen Literatur – und gleichzeitig noch immer aktuell. Kern dieser mystischen Anleitung ist die Einsicht, dass Gott mit menschlichen Kategorien nicht erfasst werden kann. In der „Wolke des Nichtwissens“ befinden wir uns im „mystischen Schweigen.“

Das Werk bietet dem zur Kontemplation berufenen Leser eine praktische Anleitung auf dem kontemplativen Weg, indem der Autor ihn lehrt, von allen Bildern und Gedanken leer zu werden und unter der „Wolke des Vergessens“ zu begraben. Greift der Autor, wahrscheinlich ein Kartäuser, einerseits unter anderem auf die negative Theologie des Dionysos Areopagita zurück, formuliert er andererseits manche Passagen so, wie Johannes vom Kreuz rund 200 Jahre später. Eine breite neue Aktualität hat der Text in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gefunden, als Parallelen der „Wolke“ mit Aussagen des Zen-Buddhismus diskutiert wurden.

Damit wir planen können, Anmeldungen bitte bis zum 25. Juni bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Infos auch hier:

https://www.facebook.com/events/171462530190722/?acontext=%7B%22source%22%3A22%2C%22action_history%22%3A%22%5B%7B%5C%22surface%5C%22%3A%5C%22timeline%5C%22%2C%5C%22mechanism%5C%22%3A%5C%22surface%5C%22%2C%5C%22extra_data%5C%22%3A%5B%5D%7D%5D%22%2C%22has_source%22%3Atrue%7D&source=22&action_history=%5B%7B%22surface%22%3A%22timeline%22%2C%22mechanism%22%3A%22surface%22%2C%22extra_data%22%3A%5B%5D%7D%5D&has_source=1&fref=mentions

 

Hier noch ein paar Informationen zum Mystik-Kreis:

Mystik ist der Grundzug jeder Religion. Jeder mystische Weg ist ein Weg aus einem allzu engen konfessionellen Religionsverständnis heraus. Das muss nicht ein Abschied von der Religion an sich bedeuten, wohl aber sprengt und übersteigt die Mystik alles, was die Religion verdinglichen und festschreiben will.

Und damit Mystik nicht im Kopf bleibt, sondern in die lebendige Praxis kommt, müsste jene Sicht wohl um diese Gedanken ergänzt werden: Die tiefste Form des Miteinander-Teilens geschieht in und durch mystische Weisheit, durch Lehren, Einsichten, Methoden des  spirituellen Lebens  und  deren Früchte.

Namen wie Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Hildegard von Bingen, Meister Eckhart, Johannes Tauler, Geert Groote, Thomas von Kempen, Bede Griffiths, Thomas Merton und Dorothee Sölle stehen für einen mystischen Strom, der seit 10.000 Jahren wirkt und bis heute nicht zu fließen aufhörte.

In dem Studien- und Praxis-Kreis geht es darum, anhand von Texten aus der mystischen Tradition und kontemplativer Praxis auszuloten, wie aktuell Mystik ist und was sie mit dem konkreten Leben im Hier und Jetzt zu tun hat.

Doing Nothing

Absichtslos sein. Sinn und Zweck nicht kennen müssen. Nur horchen, sehen, spüren. Innen und Außen. Die momentane Befindlichkeit des Körpers, der Gefühle, des Verstandes und die Atmosphäre des Raumes, in dem man gerade sitzt oder liegt und wo nichts passiert.

Nichts tun.

Mühelos, ohne jemanden beeindrucken zu wollen. Sitzend auf einem Stuhl, einer Bank, einem Meditationskissen. Oben auf dem Hochstand eines Waldes oder unten auf dem Stein am Ufer eines Sees.

Sehen, hören, riechen, schmecken, es geschieht von allein. Das Rauschen des Windes draußen in dem Bäumen, die zarte Staubschicht auf einer Vase, Licht auf den Blättern einer Pflanze, das Gefühl von Traurigkeit im Bereich    des Bauches.

Nicht-tun ist keine Meditation im herkömmlichen Sinne und doch ist es eine Praxis – eine sehr kraftvolle sogar. Reines Nicht-Tun ist ein Weg, der sich in vielen spirituellen Traditionen wieder findet, auch in der christlichen Mystik. Hier steht er allen gleichermaßen offen, unabhängig von Glaubensrichtung, Herkunft oder Weltsicht.

 © Rani Kaluza

Wer wir sind:

Werner A. Krebber
* 1954, ist gelernter Buchhändler und hat Theologie und Germanistik studiert. Nach vielen Jahren als Redakteur ist er heute vor allem als Autor und Blogger tätig.
Veröffentlichungen in Büchern, Blogs und Zeitschriften u.a. zu den Themen Beginen und Mystik, Kirche und Welt (Sozialethik, Carl Sonnenschein) Mystik und Spiritualität (Meister Eckhart, Johannes Tauler, Thomas Merton etc.) Kunst und Medien, Sucht und Spiritualität.

mystikaktuell.wordpress.com  |  wernerkrebber.wordpress.com

Rani Kaluza
* 1959, studierte freie Malerei, Autorin, Schneiderin, Malerin. Ihr spiritueller Weg begann 1976 mit einem Buch über Zen. 1988 begegnete sie dem Tibetischen Buddhismus von Chögyam Trungpa. Es folgte intensive Meditations-Praxis, Retreats, u.a. ein zweijähriger Aufenthalt in den USA. 2001 lernte sie den Advaita-Lehrer Samarpan Golden kennen, der sie 12 Jahre als spiritueller Lehrer begleitet hat. Seit 2013 geht Rani einen eigenen spirituellen Weg.

doingnothing.de | facebook.com/doingnothingretreats

 

Organisatorisches:

Wir treffen uns an jedem  ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz.  An diesen Sonntagen wird für  beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt, bitte vorher anmelden. – Kostenbeitrag 15,– Euro

Kosmische Religion

Foto: © wak

Buddhismus hat Eigenschaften, die wir für die Zukunft von einer kosmischen Religion erwarten würden: Er transzendiert einen persönlichen Gott, vermeidet Dogmas und Theologien, beinhaltet den natürlichen Geist und beruht auf einem religiösen Sinn, der nach der Erfahrung aller Dinge strebt, natürlich und spirituell, als bedeutsame Einheit.

Albert Einstein (1879 – 1955)