Pilger sein

pilgerseinFoto: © wak

Ist es möglich, dass manche Orte an sich heilig sind, gleich, was sie Menschen bedeuten mögen? Manche Kulturen gehen davon aus. Pilgerorte sind oft Plätze von besonderer Naturschönheit. Dabei spielt vermutlich weniger die Bewunderung für ein Meisterwerk der Schöpferkraft eine Rolle als die menschliche Neigung, in bestimmten geographischen Merkmalen bestimmte Symbole zu sehen. Manche Orte, besonders Berge, Höhlen, Flüsse und Quellen, sind von alters her als Wohnstätten von Göttern betrachtet worden oder als Orte, an denen sich die Welt der Götter und die der Menschen treffen. …Der heilige Ort ist ein Teil der Sehnsucht“.

Jennifer Westwood (1940 – 2008)

Siehe auch hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2012/04/08/pilgern-als-seins-weise/

Dss Foto zeigt einen Blick in die Pilgerkapelle St. Bartholomäus in Bochum-Sevinghausen

Mehr dazu hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pilgerkapelle_St._Bartholom%C3%A4us_(Sevinghausen)

Von Buddhas und gewöhnlichen Wesen

erleuchtet

Wenn sie nicht erleuchtet sind,
sind Buddhas nur gewöhnliche Wesen.

Wenn die Erleuchtung stattfindet,
werden gewöhnliche Wesen sofort zu Buddhas.

Hui Neng (638 – 713)

Buddha-Skulptur  in der Situation Kunst in Bochum-Weitmar

Auf den Spuren Buddhas

Obschon von Religion und Ideologien emanzipiert, unterliegt die westliche Kunst der Versuchung, Transzendenz anzustreben: Das Sichtbare weist nach abendländischem Verständnis
in die Dimension des Göttlichen oder des Sublimen. Dazu steht der Buddhismus im krassen Gegensatz: Die buddhistische Lehre zielt nicht auf eine göttliche Offenbarung, sondern auf die jedem durch Meditation mögliche, individuelle Schau, die die Natur des eigenen Geistes und die aller Dinge erkennen lässt. Der Buddhismus ist eine Religion ohne Gott.

Die Ausstellung „Buddhas Spur“ im Museum Bochum zeigt elf Künstler aus Asien, in deren Werken sich die »Spur Buddhas« finden lässt; sie verweist auf mögliche Wechselwirkungen zwischen der Gegenwartskunst und der
buddhistischen Kultur. Dabei ist keine der gezeigten Positionen als moderne buddhistische Kunst misszuverstehen. Philosophische und ästhetische Bezüge zu buddhistischem Gedankengut verstehen sich als individueller Beitrag zur internationalen, kulturübergreifenden Gegenwartskunst. Historische Exponate in der Ausstellung, weitgehend aus Privatsammlungen, eröffnen dem Betrachter Raum für inhaltliche und formale Assoziationen und lassen sich zu den zeitgenössischen Arbeiten individuell in Beziehung setzen.
Ein sogenannter Fußabdruck Buddhas, eine frühe Form der Versinnbildlichung Buddhas, gab der Ausstellung den Titel. Schon an diesem Kultobjekt wird eine den Buddhismus kennzeichnende paradoxe Spannung sichtbar: Die Fußspur bezeugt die Abwesenheit und hat doch die Potenz des Anwesendseins.

(Aus der Ausstellungsinformation)

Bereits vor einigen Jahren war Bochum auf den Spuren Buddhas: Die sehr gute Ausstellung »Zen und die westliche Kunst« wies vor elf Jahren den Einfluss der Zen-Philosophie auf die europäische und amerikanische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nach.

Alles Wichtige zur Ausstellung hier:

http://www.bochum.de/C12571A3001D56CE/vwContentByKey/W28KRAGL851BOLDDE/$FILE/Buddhas_Spur_flyer.pdf