Pfeiler der Hoffnung

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Wenn die innere und äußere Welt zusammentreffen und mit der Sicherheit der Liebe zusammengehalten werden können, dann wird diese jetzige Phase des Übergangs zu einem Aufblühen der Weltseele führen. Im Zentrum dieser Welt müssen Seine Liebenden als Pfeiler der Hoffnung stehen, denn sie kennen die Bedeutung der Vereinigung. Ihre Hoffnung wird die Furcht des Kollektivs ausgleichen, das sich so sehr mit der äußeren Welt identifiziert hat, dass der Gedanke der Vereinigung mit der inneren Welt den Schrecken des Unbekannten zusammen mit der Dunkelheit des Schattens hervorruft. Furcht lässt uns Schutz im Ego suchen, während Hoffnung uns für die Seele öffnet. Furcht betont die Polarisierung, Hoffnung fügt uns zusammen. Hoffnung gibt der Zukunft Raum zur Entfaltung.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953)in: Der Liebesbund. Psychologische und spirituelle Aspekte des mystischen Weges. Interlaken 1993, S. 57

Offen sein für das Mysterium

raimonpanikkar

Wir haben die Göttlichkeit zu einem Idol gemacht. Der christliche Gott wurde zu einem Idol. Ich als Theologe kann es nicht genug sagen und betonen: Wir können Gott nicht auf unser Konzept von Gott reduzieren. Wir sollten offen sein für das Mysterium. Dieses ist sozusagen offen für alle Themen. Es kann nicht eingeschlossen werden. Ich kann nicht sagen: Das Mysterium ist hier oder dort. Ein Mysterium ist genau deswegen ein Mysterium. Weil es keinen Inhalt hat.

Raimon Panikkar (1918 – 2010)

 

 

Die Natur von allem erkennen

Wir dürfen keinesfalls den Fehler machen, anzunehmen, dass die Natur des Geistes sich ausschließlich auf unseren Geist beschränkt.

Tatsächlich ist sie die Natur von allem. Es kann also nicht oft genug betont werden, dass die Natur des eigenen Geistes zu erkennen bedeutet, die Natur von allem zu erkennen.

Sogyal Rinpoche