Unser Sein lebt im Herzen des deinen

Gott, wir sind eins mit dir. Du hast uns mit dir eins gemacht. Du hast uns zugesagt, dass du in uns wohnst, wenn wir einer den anderen annehmen.

Hilf uns, die Offenheit füreinander zu wahren und für sie zu kämpfen mit all unserer Kraft.

Hilf uns begreifen, dass wir einander nicht verstehen können, wenn wir einander ablehnen.

Gott, wenn wir einer den anderen annehmen, vorbehaltlos und vollständig, mit weit geöffnetem Herzen, nehmen wir dich selber auf, empfangen wir dich, beten wir dich an, bist du es, den wir lieben mit unserem ganzen Sein.

Denn unser Sein lebt im Herzen des deinen, und unser Geist hat seine Wurzeln in deinem Geist.

Erfülle uns mit Liebe, und lass diese Liebe uns unter einander verbinden, wenn auch die Wege, die wir gehen, verschieden sind. Vereine uns in diesem Geist, der dich gegenwärtig macht in der Welt, der dich zum Zeugen jener Wirklichkeit macht, die nicht mehr überschritten werden kann: zum Zeugen der Liebe.

Die Liebe hat alles überwunden, die Liebe siegt.

Thomas Merton (1915–1968)

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Für Paris beten

Pray for Paris

Gefunden habe ich das Logo hier, wo es noch weit mehr Informationen gibt:

http://intra-tagebuch.blogspot.de/2015/11/nicht-nur-beten-fur-paris.html

Kleiner Schritt zum Frieden

RaumderStille_BT

Einen „Raum der Stille“ gibt es im Brandenburger Tor in Berlin. Auf der Homepage des Projektes heißt es:

Mit dem Raum der Stille werden zwei Ziele verfolgt: Er soll allen Vorbeikommenden, Gästen und Stadtbewohnern Gelegenheit bieten, einzukehren, eine Weile in Stille Platz zu nehmen, sei es, um zu entspannen, sei es, um an diesem geschichtsträchtigen Ort mit seinen düsteren, aber auch hoffnungsvollen Erinnerungen sich zu besinnen, zu meditieren, zu beten. Weil hier alle zum stillen und friedlichen Verweilen eingeladen sind, kommt dem Raum auch eine symbolische Bedeutung zu, und das ist das zweite Ziel: Der Raum der Stille soll eine ständige Aufforderung zu Geschwisterlichkeit und Toleranz unter den Menschen, zwischen den Nationalitäten und Weltanschauungen sein, eine ständige Mahnung gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit – ein kleiner Schritt hin zum Frieden, entsprechend dem Gebet der Vereinten Nationen:

„Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht mehr von Krieg gepeinigt, nicht mehr von Hunger und Furcht gequält, nicht sinnlos nach Rasse, Hautfarbe und Weltanschauung getrennt werden. Gib uns Mut und Kraft, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen ‚Mensch‘ tragen.“

 

Mehr dazu hier:

http://www.raum-der-stille-im-brandenburger-tor.de/index.htm

Kosmische Energien

Beten
aktiviert ein Naturgesetz
auf einer höheren Ebene.

Wer für jemanden betet,
wer für jemanden
mit Liebe und Wohlwollen da ist,
aktiviert Energien
des Heilens und Helfens.
Es sind nicht personale Energien.
Es sind kosmische Energien,
die zu den evolutionären Strukturen gehören.

Willigis Jäger (*1925)

hoffen.beten.glauben

DSC_0001Installation im LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster

 

hoffen ….. was das Zeug hält

beten ….. auf Teufel komm raus

glauben ….. ohne Sinn und Verstand

Georg Herold (*1947 in Jena)

 

Mehr hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Herold

 

 

Ins Meer der Liebe mich versenken

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesus offenbart,
ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch auch ich geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Gerhard Teerstegen (1697-1769) 

 

Zum vollständigen Text und zur Geschichte des Textes mehr hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bete_an_die_Macht_der_Liebe

Ich persönlich hatte (als ehemaliger Zivildienstleistender) den Text militärisch belastet im Hinterkopf. Aber eigentlich ist er dafür zu bedeutsam.

 

 

Das göttliche Sein umfassen

Jeder Mensch hat seine eigenen, ihm heiligen Vorstellungen von wahrer Religion und von der höchsten Wirklichkeit. Das von uns Menschen erschaffene Gottes-Ideal ist wie ein Magnet, der uns über unsere Begrenztheiten hinweg zu heben vermag und uns so zur Vollkommenheit führt. Aber keine unserer Vorstellungen von Gott kann das göttliche Sein ganz umfassen. Es kann sein, daß man sich die letzte, allumfassende Wirklichkeit nicht anders als ein abstraktes Sein vorstellen kann, dem man sich auf dem Wege der Meditation anzunähern versucht, und es gibt geistige Traditionen, die sich ganz auf diesen Weg der Reinigung und Ausdehnung des Bewußtseins konzentrieren.

Es gibt andere Menschen oder andere Entwicklungsstufen im Leben, in denen das göttliche Sein ein Gegenüber ist, ein Du, dem man sich dankend und bittend, demütig und verherrlichend nähern möchte. Hazrat Inayat Khan sagt: „Zweifellos wäre es ein großer Irrtum, zu behaupten, daß Gott nur eine Person ist; aber es wäre ein noch größerer Irrtum, wenn jemand Gott Seine Persönlichkeit absprechen würde.“ Die meisten Religionen haben ihren Schwerpunkt in dieser Beziehung von Mensch und Gott, deren kostbarste Erscheinungsform das Gespräch der Seele mit Gott ist, das Beten. Hazrat Inayat Khan hat seinen Murids mehrere großartige, inspirierende Gebete hinterlassen, aber niemand ist genötigt, Gebete zu sprechen, so wie auch jedem Murid freigestellt ist, dem Universellen Gottesdienst fernzubleiben.

Das Ziel des geistigen Weges, wie ihn die Mystiker sehen, ist das Einswerden mit dem göttlichen Sein. Diese Erfahrung kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Spätestens in dieser letzten Erfahrung heben sich dann die scheinbaren Gegensätze von abstrakt und personal, von Meditation und Gebet wieder auf. Für den Sufi ist das Herz der Ort, in welchem das Unvereinbare vereint und Gott gefunden werden kann.

Pir Vilayat Inayat Khan (1916 – 2004)