In Harmonie mit den zehntausend Dingen sein

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Den Weg studieren bedeutet, sich selbst studieren.
Sich selbst studieren bedeutet, sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen bedeutet, in Harmonie mit den zehntausend Dingen sein…

Die Spuren des Erwachens ruhen im Verborgenen, und die im
Verborgenen ruhenden Spuren des Erwachens entfalten sich
über einen langen Zeitraum.»

Dogen Zenji (1200 – 1253)

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Erfahrung, dass alles heilig ist

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Eine Fokussierung auf die Wahrheit der Mystik bedeutet somit keine Infragestellung von Religion, vielmehr ermöglicht sie eine Neubelebung religiöser Weltdeutung. Die Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Gott, Kosmos und Transzendenz, muss keineswegs Säkularisierung bedeuten; Sie kann im Gegenteil zu der Erfahrung führen, dass alles heilig ist — eine Erfahrung, die glücklicherweise nicht legendären Gestalten wie etwa dem indischen Mystiker Ramakrishna vorbehalten ist, sondern heute von zahlreichen Menschen gemacht wird.

Joseph Campbell (1904 – 1987) in: Reflections on the Art of Living

Die Wahrheit in sich selbst erblicken

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Die Stille bedeutet mehr
als tausend Leben,
und diese Freiheit ist mehr wert
als alle Reiche der Welt.

Die Wahrheit in sich selbst erblicken,
für einen Augenblick,
gilt mehr als alle Himmel,
mehr als alle Welten,
mehr als alles, was es gibt.

Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273)

Die Wahrheit in sich selbst erblicken

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Die Stille bedeutet mehr
Als tausend Leben,
und diese Freiheit ist mehr wert
als alle Reiche der Welt.
Die Wahrheit in sich selbst erblicken,
für einen Augenblick,
gilt mehr als alle Himmel,
mehr als alle Welten,
mehr als alles, was es gibt.

Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273)

Mystik ist eine Reise

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Mystik ist eine Reise und ihre Texte sind Reiseführer, Beschreibungen eines Weges, des Rückweges der Seele zu sich oder zu ihren Gründen, zu dem, was das Sein bedeutet. Es ist eine Wegbeschreibung und Führung, kein Begriff, kein Urteil, kein Schluss, keine Identifikation oder Differenzierung.

Stephan Grätzel (*1953) in: Die Vollendung des Denkens. Vorlesungen zu Philosophie und Mystik, London 2005. S. 121

Wirklicher Kontakt mit dem was uns unmittelbar umgibt

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Wir brauchen eine neue geistige Grundhaltung, und das bedeutet zuallererst die Wiederentdeckung der alten und ursprünglichen Weisheit. Und wirklichen Kontakt mit dem, was uns unmittelbar umgibt.

Thomas Merton 1966 in einem Brief an Thich Nhat Hanh

Ich weiß es nicht

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Einmal kamen Altväter zum Altvater Antonios, und unter ihnen war auch der Altvater Joseph. Antonios wollte sie prüfen, legte ihnen ein Wort der Schrift vor und begann sie, von den Jüngeren angefangen, zu fragen, was das Wort bedeute. Jeder gab Antwort, je nach seinem Vermögen. Der Greis sagte zu jedem: „Du hast es noch nicht gefunden.“ Zuletzt von allen sprach er zum Altvater Joseph: „Was sagst denn du, dass dieser Spruch bedeute?“ Seine Antwort war: „Ich weiß es nicht.“ Da sprach der Altvater Antonios: „Wahrhaftig, Altvater Joseph hat den Weg gefunden, indem er sagte: ‚Ich weiß es nicht.’“

Gefunden habe ich diesen Text hier: http://www.kontemplation.at/cms/?id=128