C.G. Jung über religiöse Erfahrung

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Religiöse Erfahrung ist absolut. Man kann darüber nicht diskutieren. Man kann nur sagen, dass man niemals eine solche Erfahrung gehabt habe. Wer sie hatte, wird sagen: ‚Ich bedauere, aber ich hatte sie‘. Und damit wird die Diskussion zu Ende sein. Es ist gleichgültig, was die Welt über die religiöse Erfahrung denkt; derjenige, der sie hat, besitzt den großen Schatz einer Sache, die ihm zu einer Quelle von Leben, Sinn und Schönheit wurde, und die der Welt und der Menschheit einen neuen Glanz gegeben hat.

C. G. Jung (1875 – 1961) in: Zur Psychologie westlicher und östlicher Religion, Band II, Olten 1971, S. 116

Einen neuen Glanz geben

Religiöse Erfahrung ist absolut. Man kann darüber nicht diskutieren. Man kann nur sagen, dass man niemals eine solche Erfahrung gehabt habe. Wer sie hatte, wird sagen: ‚Ich bedauere, aber ich hatte sie‘. Und damit wird die Diskussion zu Ende sein. Es ist gleichgültig, was die Welt über die religiöse Erfahrung denkt; derjenige, der sie hat, besitzt den großen Schatz einer Sache, die ihm zu einer Quelle von Leben, Sinn und Schönheit wurde, und die der Welt und der Menschheit einen neuen Glanz gegeben hat.

C. G. Jung (1875 – 1961) in: Zur Psychologie westlicher und östlicher Religion, Band II, Olten 1971, S. 116

Mit Schmerz tun Wir kund…

“Fürwahr, mit Schmerz tun Wir kund, daß in dieser Zeit einer aus deutschen Landen, Eckhart mit Namen, und, wie es heißt, Doktor und Professor der Heiligen Schrift, aus dem Orden der Predigerbrüder, mehr wissen wollte als nötig war, und nicht entsprechend der Besonnenheit und nach der Richtschnur des Glaubens, weil er sein Ohr von der Wahrheit abkehrte und sich Erdichtungen zuwandte. Verführt nämlich durch jenen Vater der Lüge, der sich oft in den Engel des Lichtes verwandelt, um das finstere und häßliche Dunkel der Sinne statt des Lichtes der Wahrheit zu verbreiten, hat dieser irregeleitete Mensch, gegen die helleuchtende Wahrheit des Glaubens auf dem Acker der Kirche Dornen und Unkraut hervorbringend und emsig beflissen, schädliche Disteln und giftige Dornsträucher zu erzeugen, zahlreiche Lehrsätze vorgetragen, die den wahren Glauben in vieler Herzen vernebeln, die er hauptsächlich vor dem einfachen Volke in seinen Predigten lehrte und die er auch in Schriften niedergelegt hat.”

So steht es in der Bulle “In agro dominico” vom 27. März 1329, mit der Papst Johannes XXII. herging und 28 Lehrsätze von Meister Eckhart verurteilte.

Die Dominikaner selbst sagen 1992 im Dokument einer eigens eingesetzten Kommission, „dass eine ‘Rehabilitierung’ Eckharts im juristischen Sinne sich erübrigt, da Eckhart ja nicht verurteilt wurde“. Klarer noch ist der Straßburger Erzbischofs Josef Doré, der am 31. 3. 2006 sein „Bedauern“ darüber aussprach, „dass gegen Ende von Meister Eckharts Leben das Predigen in der Volkssprache schärfstens verurteilt wurde, als ob das einfache Volk kein Recht darauf hätte, die Botschaft des Evangeliums in einer Sprache zu empfangen, die ihm verständlich ist“. Aus seinem „Bedauern“ leitet er den Aufruf ab: „Möge uns Meister Eckhart durch sein Beispiel dazu anregen, unermüdlich eine Synthese anzustreben zwischen auch noch so anspruchsvoller intellektueller Forschung und ihrer Übersetzung in eine Sprache, die von der großen Mehrheit verstanden wird, eine Synthese zu suchen zwischen solidester Kenntnis, was den Glauben betrifft, und aufmerksamer Führung der Christenheit“.

Mehr dazu hier
http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm

Und hier:

http://www.meister-eckhart.org/meister-eckhart/20-zur-verurteilung-eckharts

Aber: wäre es nicht richtiger, wie Gustav Landauer zu sagen: „Meister Eckhart ist zu gut für historische Würdigung; er muss als Lebendiger auferstehen“?

Siehe hier:

http://meistereckhart750.wordpress.com/2010/06/10/das-vorwort-gustav-landauers/

Gib Hoffnung völlig auf

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand.
Was gibt es zu hoffen?
Sprenge die Fesseln der Hoffnung,
stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden.
Bedaure nicht, was du tust.
Gibt alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Der höchste Zustand

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand.
Was gibt es zu hoffen?

Sprenge die Fesseln der Hoffnung,
stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden.

Bedaure nicht, was du tust.
Gib alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)