Rosa mystica…

Kirchenfenster von Josef Albers im Bottroper „Quadrat“    Foto: ©wak

Rosa mystica ora pro nobis

Du geheimnisvolle Rose, bitte für uns!

Der gebürtige Bottroper Josef Albers (1888 – 1976) hat dieses Fenster 1917 während des Ersten Weltkrieges geschaffen und damit die helfende und fürbittende Symbolkraft der Gottesmutter Maria aufgegriffen.

Mehr zur Geschichte und Deutung des Fensters hier: http://www.st-michael-bottrop.de/index.php/festzeitschrift-menueeintrag/120-kirchenfenster-rosa-mystica.html

Eine Studie dazu ist jetzt in der Essener Villa Hügel zu sehen: https://josefalbers.villahuegel.de/ausstellung

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Aus dem Menschen selbst entstehen und verschwinden

Nicht näher bezeichnete Skulptur von Milarepa     Fotos: © wakBild und Texttafel in der Ausstellung „Der Berg ruft“ im Oberhausener Gasometer

Bin ich es? „Abendmahl – Finde Judas“

Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung

Installation eines Tryptichons während der Ausstellungseröffnung    Foto: © wak

„Bin ich es?“ So fragten Jünger Jesus beim Abendmahl. „Bin ich es?“ und wieder. „Abendmahl – Finde Judas“ hat der Kölner Fotograf Michael Müller-Münker seine 13 Triptychen genannt, die in Köln-Dünnwald an drei verschiedenen Orten gezeigt werden.

Handschuhe, die scheinbar achtlos auf den Boden geworfen wurden, Stühle in ganz verschiedenen Formen und Formationen, Gabeln im Dreck, Einkaufswagen, wie im Niemandsland abgestellt, Bäume, die in den Himmel ragen – um nur ganz wenige Beispiele der ausdrucksstarken Triptychen zu nennen. Am Ende des Weges ist dann jener zu sehen, der in der Mitte einen Spiegel platziert hat…

Mit „Abendmahl – Finde Judas“ lädt Michael Müller-Münker ein, sich Zeit zu nehmen, hinter dem Alltäglichen das zu sehen, das hinter allem zu entdecken ist.

Bis zum 10. Dezember ist die Ausstellung hier zu sehen:

Café mittendrin, Berliner Straße 944, 51069 Köln
(Mo – Fr. 9 – 18 Uhr)
Tersteegenkirche, Amselstraße 22, 51069 Köln
St. Hermann-Joseph, Von-Diergardt-Straße 40, 51069 Köln
(jeweils vor und nach den Gottesdiensten/Messen)

 

Die Wallfahrt nach Kevlaar

Schluckbildchen der Kevelaerer Madonna (um 1780)  Foto: © wak

Auf dem Druckbogen sind vier gleiche Darstellungen des Kevelaerer Gnadenbildes zu sehen. Sie wurden mit dem Kupferstich der Madonna berührt, geweiht, verkauft und von den Pilgernden gegessen. So sollten die Heilkräfte der Muttergottes im Körper der Pilgerinnen und Pilger wirken.
Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Der geteilte Himmel“ im RuhrMuseum in Essen.

Siehe auch: Heinrich Heine, Die Wallfahrt nach Kevlaar

https://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/BdL/Kevlaar.html

Meister Eckhart – künstlerisch umgesetzt

Auf eine Ausstellung des Erfurter Raben-Ateliers macht die Evangelische Predigergemeinde aufmerksam:

raben

 

In der Pressemitteilung heißt es:

„Gute Worte, Gedanken und geistlichen Beistand brachte Meister Eckhart um 1300 den Erfurter Beginen und erhielt dafür Brot und Wein. Bei Brot und Wein versuchte die Künstlergruppe des Raben-Ateliers Erfurt dem Leben und Wirken dieses bedeutenden Erfurters nachzuspüren. Nicht nur die Beginen im Mittelalter, sondern auch die Mitglieder dieser Gruppe kamen aus dem Staunen nicht heraus.

„.. das Leben ist offen für viele Sehweisen“ (Meister Eckhart). Mit seinen modernen Ge­danken, die aus dem Mittelalter stammen, brachte er die Teilnehmer des Raben-Ateliers auf den Gedanken, sich künstlerisch zu seiner Person, seinem Leben und seinen Gedanken zu äußern: für sich „weiter zu denken“, diese mit dem Pinsel und dem Stift festzuhalten. Dabei folgten die neun Teilnehmer mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen den Worten von Meister Eckhart und ließen sich von ihnen und dem Menschen, der sie äußerte, faszinieren.

Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind in einer Ausstellung in der Hauptbibliothek am Domplatz vom 4. Mai bis 31. Oktober 2015 zu sehen.“

 

Erleuchtung und mehr

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SPARSHA – BERÜHRUNG DER SINNE
Ritual und zeitgenössische Kunst aus Indien
2 Nov 2014———1 Feb 2015

http://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/sinnliche-weisheit-hinduistisches-ritual-und-zeitgenoessische-kunst-aus-indien/

Dringende Empfehlung, sich diese Ausstellung anzusehen…

Auf den Spuren Buddhas

Obschon von Religion und Ideologien emanzipiert, unterliegt die westliche Kunst der Versuchung, Transzendenz anzustreben: Das Sichtbare weist nach abendländischem Verständnis
in die Dimension des Göttlichen oder des Sublimen. Dazu steht der Buddhismus im krassen Gegensatz: Die buddhistische Lehre zielt nicht auf eine göttliche Offenbarung, sondern auf die jedem durch Meditation mögliche, individuelle Schau, die die Natur des eigenen Geistes und die aller Dinge erkennen lässt. Der Buddhismus ist eine Religion ohne Gott.

Die Ausstellung „Buddhas Spur“ im Museum Bochum zeigt elf Künstler aus Asien, in deren Werken sich die »Spur Buddhas« finden lässt; sie verweist auf mögliche Wechselwirkungen zwischen der Gegenwartskunst und der
buddhistischen Kultur. Dabei ist keine der gezeigten Positionen als moderne buddhistische Kunst misszuverstehen. Philosophische und ästhetische Bezüge zu buddhistischem Gedankengut verstehen sich als individueller Beitrag zur internationalen, kulturübergreifenden Gegenwartskunst. Historische Exponate in der Ausstellung, weitgehend aus Privatsammlungen, eröffnen dem Betrachter Raum für inhaltliche und formale Assoziationen und lassen sich zu den zeitgenössischen Arbeiten individuell in Beziehung setzen.
Ein sogenannter Fußabdruck Buddhas, eine frühe Form der Versinnbildlichung Buddhas, gab der Ausstellung den Titel. Schon an diesem Kultobjekt wird eine den Buddhismus kennzeichnende paradoxe Spannung sichtbar: Die Fußspur bezeugt die Abwesenheit und hat doch die Potenz des Anwesendseins.

(Aus der Ausstellungsinformation)

Bereits vor einigen Jahren war Bochum auf den Spuren Buddhas: Die sehr gute Ausstellung »Zen und die westliche Kunst« wies vor elf Jahren den Einfluss der Zen-Philosophie auf die europäische und amerikanische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nach.

Alles Wichtige zur Ausstellung hier:

http://www.bochum.de/C12571A3001D56CE/vwContentByKey/W28KRAGL851BOLDDE/$FILE/Buddhas_Spur_flyer.pdf