Advent: Einstellung auf die geistige Mitte

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Unsere Aufgabe als Menschen dieser Erde, unsere Vorbereitung auf den Weg von aussen nach innen und damit unsere Vorbereitung auf  We i h n a c h t e n  als dem Fest der Seele, ist es also nun, diesen Hunger unserer Seele nach geistigem Erleben nicht unbeachtet zu lassen, sondern im Gegenteil ihn immer wieder, wenn möglich jeden Tag eine kurze Zeit der Selbstbesinnung (stillen), der Einstellung auf die geistige Mitte hin zu gewähren. D. h. mit andern Worten: Der Wille des Erdenmenschen mit all seinen tausendfältigen meist nur nach aussen gerichteten Strebungen muß sich immer wieder und immer mehr einordnen in den geistigen Zentralwillen, der ja in jedem von uns, in unserem innersten „Geistes-Ich“, lebendig ist.

„Advent“ von Dr. med. G. W. Vaubel, Griesheim-Darmstadt, 1955

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 11 | Dezember 2020
TITELTHEMA: WEIHENACHT

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Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Selbst ein Stück Welt

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Der Weg, den wir gehen müssen, um zur Gemeinschaft mit der Welt zu kommen, führt nicht nach außen, sondern nach innen. Es muss uns endlich wieder einfallen, dass wir ja nicht bloß Stücke der Welt wahrnehmen, sondern dass wir selbst ein Stück Welt sind. Wer die Blume ganz erfassen könnte, hätte die Welt erfasst. Nun denn: kehren wir ganz in uns selbst zurück, dann haben wir das Weltall leibhaftig gefunden.

Gustav Landauer ( 1870 – 1919) in „Skepsis und Mystik“

Alles ist Er

Rumi

 

In meinem Herzen sind Aussen und Innen,
alles Er.
In meinem Leib sind Seele, Adern und Blut,
alles Er.
Wie sollen an diesem Ort
Glaube und Unglaube Platz finden?
Ohne Wie ist meine Existenz,
denn alles ist Er.

Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273)

Gefunden habe ich dieses Zitat bei Vincenzo Kavod Altepost. Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Den Mut des Herzens mobilisieren

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Mobilisiere den Mut deines Herzens,
wie es die wahrhaft Erwachten tun.

Sage heute ein Wort,
das einer ängstlichen Person Mut gibt.

Wende dich aus der Stille deines Herzens nach aussen,
halte jemandes Hand und verbreite Ruhe.

Blicke einem Fremden in die Augen,
und erkenne, dass es keine Fremden gibt.

Schenke heute jemandem ein unerwartetes Lächeln,
und trage so deinen Teil zum Frieden auf Erden bei.

David Steindl-Rast (*1926)

Das Weltall leibhaftig finden

Gustav Landauer

Der Weg, den wir gehen müssen, um zur Gemeinschaft mit der Welt zu kommen, führt nicht nach außen, sondern nach innen. Es muss uns endlich wieder einfallen, dass wir ja nicht bloß Stücke der Welt wahrnehmen, sondern dass wir selbst ein Stück Welt sind. Wer die Blume ganz erfassen könnte, hätte die Welt erfasst. Nun denn: kehren wir ganz in uns selbst zurück, dann haben wir das Weltall leibhaftig gefunden.

Gustav Landauer ( 1870 – 1919) in „Skepsis und Mystik“

Einheit von Welt und Meditation

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Das Innen und Außen des Menschen, der Welt und der Meditation bilden eine Einheit. Daher wirkt natürlich das Außen auf das Innen ein und umgekehrt.

Für die Meditation selbst bedeutet dies, dass sich im Wachsen der Meditation in uns auch die Methodik der Praxis verfeinert und dass gute und gut angeleitete Methoden das Wachsen der Meditation in uns unterstützt.

Meditation selbst ist jenseits der Methode und bedarf ihrer doch – zumindest unterwegs.

Pyar Rauch (*1960)