Was ist das Wesen des Selbst?

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Von einem alten Zen-Meister wird erzählt, dass er Besuch von einem König bekam.
Der hohe Herr fragte den Meister: „Was ist das Wesen des Selbst?“
Der alte Mann sah ihn an – und schwieg.
Daraufhin wiederholte der König seine Frage: „Was ist das Wesen des Selbst?“
Wieder schwieg der Meister.
Und der König fragte zum dritten Mal – jetzt drängender und fast wütend: „Was ist das Wesen des Selbst?“

Darauf antwortete der Zen-Meister dem König in ruhigem Ton: „Dreimal habe ich Dir eine Antwort gegeben. Aber Du hörst nicht zu. So sage ich es Dir zum letzten Mal: Das Wesen des Selbst ist die Stille.

Aus dem Zen

Der leichteste und gerade Weg zur Erlösung…

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Der leichteste und gerade Weg zur Erlösung – ja, man kann sagen: der abschneidende Richtweg – ist das Erfahren des Ergründens mit Fragen. Solch fragendes Ergründen treibt die Denkkraft tiefer und immer tiefer, bis sie ihre Quelle erreicht und in sie taucht und ihrer inne wird. Dann geschieht es, dass du die Antwort von innen erhältst und findest, dass du auf ihr ruhst, die alle eingewurzelten Vorstellungen ein für allemal zerstört.

Ramana Maharshi (1879-1950)

Ihrer Überlieferung das Licht geben

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Jedesmal, wenn ein Mensch mit einem reinen Herzen Osiris, Dionysos, Krishna, Buddha, das Tao usw. anrief, gab der Sohn Gottes ihm die Antwort durch die Aussendung des Heiligen Geistes. Und der Geist hat sein Werk an dieser Seele getan, nicht durch eine Aufforderung, ihrer religiösen Überlieferung zu entsagen, sondern dadurch, dass er ihr innerhalb dieser Überlieferung das Licht gab.

Simone Weil (1909 – 1943)

 

Auf unser Herz treffen

Die Anleitungen zur Achtsamkeit, zur Leerheit oder zur Arbeit mit Energie sagen alle dasselbe: dranbleiben, exakt am Punkt bleiben, das nagelt uns fest. Es legt uns auf genau den Kreuzungspunkt von Raum und Zeit fest, an dem wir uns befinden. Wenn wir genau hier innehalten und die Impulse nicht ausagieren oder unterdrücken und weder anderen noch uns selbst die Schuld geben, dann treffen wir auf eine offene Frage, auf die es keine schematische Antwort gibt. Wir treffen auf unser Herz.

Pema Chödrön (* 1936 )

Die Welt ist Gottes so voll…

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Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen. Wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und in den bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen. Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort. Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir oft gesucht haben.

Alfred Delp (1907 – 1945)

Teresa von Ávila – 8. März beim Mystik-Sonntag Köln und „Doing Nothing“

Mehr zu ihr am 8. März am Mystik-Sonntag in Köln: https://mystikaktuell.wordpress.com/2020/02/18/nichts-soll-dich-aengstigen-teresa-von-avilas-mystik-und-doing-nothing-8-maerz-2020-herzliche-einladung/

Aus dem reichen Schatz der überlieferten Gedanken von Teresa von Ávila wird ihre Zuneigung zu den Menschen ebenso deutlich wie ihre tiefe, intime Freundschaft zu Gott. Diesem Schatz wollen wir uns am 8. März intensiv annähern.

Einstimmen werden wir uns mit und durch die Praxis des „Doing Nothing“ am Vormittag.

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung beiWerner A. Krebber: Fon / AB: 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln  – bei TIGRES – SPACE Kaluza/Westmeier klingeln /  (Bitte schon etwas vor 10:00 Uhr da sein)

Nichts soll dich ängstigen – Teresa von Avilas Mystik und Doing Nothing / 8. März 2020 – Herzliche Einladung

Inneres Beten ist Verweilen bei einem Freund,
mit dem wir oft allein zusammenkommen,
einfach um bei ihm zu sein,
weil wir sicher wissen,
dass er uns liebt.

Teresa von Ávila

 

Die Mystikerin und Ordensfrau Teresa von Ávila (1515 -. 1582) ist herausragende Repräsentantin der spanischen Mystik. Teresa von Ávila hinterlässt ein reiches literarisches Werk, das bis heute zu den Perlen der spirituellen Weltliteratur zählt. Ihre Reformbestrebungen brachten sie zwar in Opposition zur etablierten Kirche und Gesellschaft ihrer Zeit, doch 1970 ist sie als erste Frau zur Kirchenlehrerin ernannt worden.

Was ist so ungewöhnlich an Teresa von Ávila? Sie hat erkannt, dass es in der Seele des Menschen eine Sehnsucht nach Wahrheit gibt, eine Frage nach dem Sinn des Lebens, die nach Antworten verlangt. Sie entwickelte im Laufe der Zeit eine spirituelle Praxis des „inneren Betens“, die ganz unmittelbar aus der eigenen Dynamik des Menschen erwächst. Sie hatte die außergewöhnliche Gabe,  diesen Weg anschaulich und mit originellen Bildern zu beschreiben. Ihr Glaube war darüber hinaus auch das Fundament ihres sehr spezifischen Feminismus.

Aus dem reichen Schatz dieser überlieferten Gedanken wird ihre Zuneigung zu den Menschen ebenso deutlich wie ihre tiefe, intime Freundschaft zu Gott. Diesem Schatz wollen wir uns am 8. März intensiv annähern.

Einstimmen werden wir uns mit und durch die Praxis des „Doing Nothing“ am Vormittag.

 

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung beiWerner A. Krebber: Fon / AB: 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln  – bei TIGRES – SPACE Kaluza/Westmeier klingeln /  (Bitte schon etwas vor 10:00 Uhr da sein)

 

Zum Mystik-Sonntag Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein –  für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

(Eventuelle Terminverschiebungen werden auf den Webseiten von Rani und Werner und bei facebook mitgeteilt.)

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Beitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). / Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

doingnothing.de ( Rani Kaluza)

mystikaktuell.wordpress.com (Werner A. Krebber)

Hinweise auf die Veranstaltung auch hier bei facebook: https://www.facebook.com/events/169436527816073/

 

 

Anteil an der Gestaltung der Welt

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Nur die Gedanken sind etwas wert, die sich auf die intensivste Weise unserem Sein assimiliert haben, so dass selbst die leiseste Geste sie auszudrücken vermag. Sie sind Antwort, sind Melodie, die in uns eindringen, ohne dass wir es womöglich bemerken, und die uns überraschen, wenn sie aus unserem Herzen, in dem sie gereift sind, aufsteigen. Sie sind in ihm zum Blühen gekommen, sind von ihm gedacht worden und wurden Wissen. Durch derartiges inneres Wachstum nimmt der Mensch Anteil an der Gestaltung der Welt. Und dank des menschlichen Herzens können und werden noch neue Blumen entstehen.

Jean Gebser (1905 – 1973)

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Weisheiten aus der Wüste – Doing Nothing / Herzliche Einladung zum 2. Juni in den Mystikkreis Köln