Manjusri: Kommunikation des Erbarmens

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Manjusri repräsentiert den mechanischen Aspekt des Erbarmens, aber hier ist es eher eine intellektuelle als eine rein impulsive Eigenschaft. Er ist auch der Schöpfer des Klanges, der Kommunikation des Erbarmens; er steht für den Klang der Leere, welcher der Ursprung aller Worte ist.

Chögyam Trungpa (1940 -1987) in seinem Kommentar zu „Das Totenbuch der Tibeter“. Kreuzlingen/München 2002, S. 45

Sich großzügig zeigen

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Es bleibt immer ein wenig Duft
in Händen, die Rosen schenken,
in Händen, die sich großzügig zeigen.

Ein bisschen geben von dem, was man hat,
dem, der noch weniger besitzt,
bereichert den Geber,
macht seine Seele noch schöner.

Freude dem Nächsten zu geben,
ist ein so einfaches Ding,
das in Gottes Augen jedoch
die schönste aller Künste ist.

Dom Helder Camara (1909 – 1999)

Zuflucht nehmen

Bis zum Erwachen
nehme ich Zuflucht

  • zu Buddha,
  • zum Dharma
  • und zur Sangha.

Möge ich
durch die Verdienste der Praxis
von Freigebigkeit und der anderen
befreienden Qualitäten
zum Wohle der Wesen
Buddhaschaft verwirklichen.

Zum Wohle aller erwachen

Selbst als König der Vögel
vermag der Adler nicht zu fliegen,
wenn ihm ein Flügel fehlt.
Ebenso verstehen manche zwar die Leerheit,
doch nur wer
die uneigennützige Entschlossenheit entwickelt,
zum Wohle aller
das Erwachen zu erlangen,
hat beide Flügel,
um zur Allwissenheit zu fliegen.

Kelsang Gyatso (1708 – 1757)