Diesen Garten mit dem Herzen betreten

Halte aber dieses Paradies der inneren Wonne nicht für einen körperlichen Ort. Diesen Garten betritt man nicht mit Füßen, sondern mit dem Herzen. Auch wird dir nicht der Reichtum an irdischen Bäumen angerühmt, sondern eine liebliche, herrliche Pflanzung überirdischer Tugenden. Es ist der verschlossene Garten, der versiegelte Quell, der sich in vier Ströme verzweigt und wo aus der einen Ader der Weisheit die Tugend vierfach sich entfaltet.

Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153)

Wirklichkeit des Brahman

Vom „Herzen“, der Stätte des Selbst, führt eine feine Ader zur Stätte der Shakti, dem tausendblättrigen Lotos im Hirn.

Das Weltkind lebt in seinem Hirn und gewahrt nicht sich selbst im „Herzen“.

Der in Erkenntnis Vollendete, lebt im „Herzen“. Geht er umher und befasst sich mit Menschen und Dingen, so weiß er: was er sieht, ist nicht verschieden von der einen Höchsten Wirklichkeit, dem Brahman, das er in seinem Herzen als sein eigen Selbst, als seine Wirklichkeit erfährt.

Ramana Maharshi (1879 – 1950)

Siehe auch „Das Herz – Stätte der Lebenskraft“ hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2012/01/22/das-herz-statte-der-lebenskraft/